Ein Indie-Spiel sorgt gerade auf Steam für großes Aufsehen, weil es die Spieler so begeistert. Doch einige User auf Social Media nutzen das Spiel für ihre eigenen Zwecke.
Was ist das für ein Spiel? Dressmaker ist ein Cozy-Spiel, in dem ihr einen eigenen Schneiderladen übernehmt und Aufträge von den Kunden annehmt. Momentan steht das Spiel bei bahnbrechenden 96 % positiven Wertungen bei über 2.500 abgegebenen Stimmen. Auf SteamDB ist es gerade auf Platz 11 der Most Trending Games (Stand: 25.09.2026, um 13:30 Uhr).
Ihr erhaltet die Wünsche von den Kundinnen, nehmt ihre Maße und kombiniert in dem Skizzenbuch verschiedene Ärmel, Kragen, Oberteile und Röcke. Danach werden die richtigen Materialien ausgewählt, das Schnittmuster auf dem Stoff platziert und die zugeschnittenen Teile mit der Nähmaschine zusammengefügt.
Spieler loben besonders die kreative Freiheit und die intuitive Nähmechanik. Diejenigen, die auch im echten Leben nähen, heben hervor, dass der Prozess realistisch eingefangen worden sie. Außerdem gebe es eine krasse Sogwirkung und entspannende Momente.
Doch das Spiel wird gerade in den sozialen Medien auffallend oft für einen bestimmten Vergleich genutzt.
User nutzen Dressmaker für eigene Kritik
Was ist das Problem? Einige User in den sozialen Medien vergleichen Dressmaker mit Marvel’s Wolverine von Insomniac Games. Auf den ersten Blick haben die beiden Spiele so gut wie nichts gemeinsam, doch die Gamer ziehen daraus massive Kritik.
Diesen Spielern zufolge soll Insomniac Games weibliche Charaktere wie etwa Mystique absichtlich maskulin und weniger attraktiv designen (zu lesen auf X). Es werde oft argumentiert, dass westliche AAA-Studios sich aus politischer Korrektheit weigern würden, in ihren Augen schöne oder feminine Frauen in ihren Spielen unterzubringen (beispielsweise auf Reddit).
Dressmaker wird damit verglichen, weil es von einem kleinen Indie-Studio entwickelt wurde. Die Spieler beziehen sich obendrein darauf, dass ein brutales Actionspiel wie Wolverine sich eher an eine primär männliche Zielgruppe richten würde. Dagegen sei Dressmaker primär für eine weibliche Zielgruppe entworfen.
Hier sind einige der Zitate aus der Diskussion:
- „AAA-Entwickler haben Jahre und Milliarden Dollar verschwendet, um in Spielen für Männer bunte Figuren mit großen Kinnpartien einzubauen, um mehr weibliche Spielerinnen anzulocken, während Frauen doch eigentlich nur ein fröhliches Spiel wollen, in dem sie hübsche Kleider entwerfen können.“ (gefunden auf X)
- „Es stellt sich also heraus, dass es auf Steam dieses Spiel namens „Dressmaker“ gibt, in dem man ganz gemütlich Kleider entwerfen kann, und das bringt eine Unmenge Geld ein, und die Frauen sind total verrückt danach – ganz im Stil von „Animal Crossing“ –, und es stellt sich heraus, dass sie eigentlich gar nicht als Wolverine spielen wollten – stell dir das mal vor!“ (ebenfalls gefunden auf X)
- „Eine kleine Minderheit der Männer wird Spaß an „Dressmaker“ haben wollen. Die Mehrheit der Frauen hat Spaß an „Dressmaker“. Männer und Frauen haben unterschiedliche Wünsche. Das ist in Ordnung. Es ist sogar noch besser, Inhalte zu entwickeln, die speziell auf ihre Wünsche zugeschnitten sind – auf eine Weise, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. „Dressmaker“ kennt sein Publikum. „Wolverine“ tat dies nicht. (ebenfalls gefunden auf X)“
Die Spieler stützen sich dabei vermutlich nur auf eigene Erfahrungen und ihr Empfinden. Es gibt überhaupt keine Statistiken, auf die sie sich berufen, wonach Wolverine eher von männlichen und Dressmaker von weiblichen Spielern gezockt werden würde. Schaut man sich beispielhaft SteamDB als große Datenbank an, werden hier nur allgemeine Spielerzahlen genannt und keine Geschlechter.
Wie sieht das die Gegenseite? Dagegen stehen aber auch andere Kommentare. Auf X schreibt Voidsspace beispielsweise, dass Dressmaker nicht deswegen so erfolgreich sei, weil es Frauen als Zielgruppe habe, sondern Fashion-Liebhaber.
User TheMrJellybean fasst es in den Rezensionen auf Steam so zusammen: „Ich bin ein heterosexueller weißer Mann, und das ist für mich bisher das Spiel des Jahres. Absolut unglaublich.“
Habt ihr den viralen Steam-Hit auch schon ausprobiert? Falls ja, was haltet ihr von Dressmaker? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Ein weiteres Cozy-Spiel, das für Gamer interessant sein könnte, ist Loftia. Es erscheint in wenigen Wochen auf Steam. Die Besonderheit hier ist, dass es sich dabei um ein MMO handelt, in dem alle zusammenarbeiten müssen: Spieler müssen in einem MMO auf Steam zusammenarbeiten, um neue Inseln, Ressourcen und Storys freizuschalten
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Kommentare
Diese Leute haben eine ernsthafte Psychose und brauchen Hilfe und Abstand vom Internet und Spielen.
Und X sollte man einfach nur abschalten da passiert nichts von Wert, es existiert nur um Leute verrückt zu machen.