Moderator von großer Game-Preisverleihung findet harte Worte für Activision-Boss

Moderator von großer Game-Preisverleihung findet harte Worte für Activision-Boss

Auf den DICE-Awards 2022 war dieses Mal der Höhepunkt der Show nicht die Vergabe diverser Preise an herausragende Games. Vielmehr hatte Moderator Greg Miller eine klare Ansage an den kontroversen Boss von Activision-Blizzard. Was gesagt wurde und warum, das erfahrt ihr hier auf MeinMMO.

Was sind die DICE Awards? Die Abkürzung DICE steht für Design, Innovate, Communicate und Entertain und bezieht sich auf eine Fachtagung der Computerspielbranche. In deren Rahmen findet außerdem eine wichtige Preisvergabe statt, die DICE-Awards.

Die werden gemeinhin als „Oscar der Gaming-Branche“ verstanden. 2022 war es wieder so weit und unter der Moderation der Branchen-Experten Jessica Chobot und Greg Miller wurden Preise vergeben, unter anderem an Halo Infinite für das beste Action- und Online-Game.

Moderator sagt live, was er vom Activision-Blizzard-Boss Bobby Kotick hält und das Publikum ist geschockt

Was hat Greg Miller gesagt? Doch der wahre Höhepunkt der Show waren dieses Mal nicht die Awards, sondern die Rede des Moderators Greg Miller. Der sprach länger über bestimmte Dinge in der Branche, die ihm nicht gefallen. Das fing an mit den allgemein umstrittenen NFTs und endete mit einem klaren Statement gegenüber Bobby Kotick, dem umstrittenen CEO von Activision-Blizzard:

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Wir können nicht über die Branche, die wir so sehr lieben, sprechen, ohne auf die Berichte von Belästigung und Missbrauch einzugehen, die man von Activision-Blizzard und anderen Firmen hört. Aber da dies ein formales Event ist, das live an Zuschauer aus der ganzen Welt gesendet wird, sage ich nur „F… Bobby Kotick!“ … Ach komm, ich mach nur Spaß … „Fuck Bobby Kotick!!!“

Was sind die Hintergründe? Wie Miller schon erwähnt hat, gab es bei Blizzard zuletzt diverse Fälle von Missbrauch und Diskriminierung, was schließlich zu handfesten Anklagen seitens einer staatlichen Behörde in den USA geführt hat.

Während dieser Krise soll CEO Bobby Kotick von den Vorfällen gewusst haben und zu einem früheren Zeitpunkt Mitarbeiter bedroht haben. Er dürfte also derzeit zu den umstrittensten Personen der Branche gehören.

Kotick ist aber nach wie vor CEO von Activision Blizzard, auch nach der geplanten Übernahme durch Microsoft. Es gibt aber Vermutungen, dass er nicht mehr lange CEO bleiben wird.

Wie kam die Aussage an? Die Aussage von Miller wurde beim Publikum recht verhalten aufgenommen. Die meisten schienen nicht sofort umrissen haben, was da gerade live gesagt wurde. Miller selbst hatte die Aktion im Vorfeld mit den Veranstaltern abgesprochen und sagte selbst: „Ich glaube, die Zuschauer haben nicht erwartet, dass ich so hart [mit Kotick] ins Gericht gehe.“

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Hier findet ihr unseren Spezial-Podcast zu Kotick und dem Skandal bei Blizzard.

Auf Twitter, wo Millers Aussage ebenfalls zu sehen ist, kommt die Sache gut an. Viele User feiern die klaren Worte gegenüber einer umstrittenen Person aus der Branche und nennen es mutig und tapfer. Doch manche User finden auch, dass es nicht sonderlich mutig sei, in einem Raum mit Leuten ähnlicher Meinung über eine Person zu schimpfen, die gar nicht vor Ort war.

Ein Statement von Kotick oder Activision liegt bisher noch nicht vor.

Mehr aktuell Infos zu Activision-Blizzard gibt’s hier: Microsoft begann mit dem Kauf von Activision Blizzard nur 3 Tage nach üblem Bericht über CEO

Quelle(n): Kotaku
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Nightstalker314

Kam eher rüber wie eine Runde Gratismut.

HolistischeGesundheit

Jeder ist erst einmal unschuldig bis das Gegenteil bewiesen wurde.

Luripu

Man erntet was man säat.
Ein Kommando muss vor allem für alle erreichbar sein.
Selbst die untersten Ränge haben manchmal Ideen die zum Ziel führen.
Ein Offizier sollte sich nie zu schade sein,auf seine Manschaft zu hören.
Er muss abwägen im Einsatz.

Kotick hat in allem versagt.

Sveasy

Ich bin bei den „in nem Saal voll Gleichdenkender ist jeder mutig“ – Leuten.
Für mich ist dass immer so ein Zur Schau gestellter Opportunismus bei dem man selbst Hut dasteht und sich mit der „mainstream“-Meinung auf ein Podest stellt. Die Zustände waren Miller und anderen sicher schon länger bekannt als Brancheninsider, getan oder den Mund aufgemacht haben die wenigsten…. Erst jetzt wo man die breite Öffentlichkeit hinter sich weiss. Dass ist ein Regenbogenlogo dass div. Firmen regelmäßig posten, beifallheischend, aber nicht auf ihren russischen oder chinesische Websites. Mainstream-Aktionismus eben.

HolistischeGesundheit

Sehr gut zusammengefasst. Ich gehe damit konform.

CptnHero

Vllt ist mir der Moderator einfach unsympathisch, aber ich kann dem ganzen irgendwie nichts abgewinnen.
Fand die Rede von Geoff Keighley bei den game awards deutlich besser.
Er kommt mir einfach nur rüber wie ein Großmaul.

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