Destiny: Fans bauen Raid-Finder selbst

Beim anstehenden Luxus-MMO Destiny schließen Fans nun eine Feature-Lücke: Über eine externe Seite können sich raidwillige Spieler Freunde suchen.

Der MMO-Shooter Destiny geht mit einem Sechs-Personen-Raid an den Start – weitere sollen über DLCs folgen. Sechs Personen – das ist eine Größe, die in anderen Spielen für normale Gruppen-Instanzen üblich ist, bei Destiny sind es gleich Raids. Fordernde Raids gar in zwei Schwierigkeitsstufen.

Kein Group-Finder in Destiny

Allerdings gibt es bei Destiny kein „Matchmaking“ oder „Group-Finder“-System – wie in anderen MMOs. Mit so einem System werden in World of Warcraft oder WildStar Spieler, die sich für eine Instanz anmelden, automatisch in eine Gruppe gesteckt. Dabei achtet das System darauf, dass sich die Klassen ergänzen, dass also ein Heiler und ein Tank dabei sind.

Destiny Roboter

Bei Destiny geht das nicht. Hier muss man Freunde in seiner Friend-Liste haben und kann sich mit denen zu einer zünftigen Schießerei in der Raid-Instanz auf der Venus verabreden. Vielleicht will man mit dieser EInschränkung bei Bungie verhindern, dass sich Fremde gegenseitig an die Kehle gehen, wenn es mal nicht so läuft. Immerhin sollen es die Raids in sich haben.

In einem Testlauf habe man vier Teams mit je sechs Shooter-Spielern losgeschickt, einen Raid zu knacken. Keinem Team gelang es. Eines löste sich sogar von den MMO-Anforderungen offensichtlich überfordert auf und beschloss, wieder mehr Shooter zu spielen.

In Destiny braucht man Freunde zum Raiden, kann die jetzt im Internet finden

Nicht alle sind damit einverstanden, nicht jeder hat Real-Life-Freunde mit einer Playstation oder XBox derselben Generation wie man selbst und einer Halo-Liebe, die in einem Destiny-Kauf resultiert. Wie Forbes berichtet, haben Fans dem nun Abhilfe geschaffen. Auf der Internetseite thatwizardcamefromthemoon.com, nach dem Dinklage-Synchro-Meme benannt, können Spieler sich Raid-Freunde suchen.

Man trägt auf dieser Seite seine Klasse ein (zum Start gibt’s drei), seine Zeitzone und die Konsole, auf der man spielt. Die Suche auf der Seite soll dann Spieler ausspucken, die passend sind. Der Seitenbetreiber berichtet, dass sich drei Tage nach dem Start der Plattform schon 500 Destiny-Spieler auf der Seite registriert hätten. Und nachdem forbes, kotaku und wahrscheinlich in zwölf Stunden 40 andere Seiten darüber berichtet haben, sollte diese Anzahl in den Tagen bis zum Release deutlich anschwellen.

Destiny

Vielleicht, vermuten manche, baut Bungie ja selbst irgendwann so eine Art Raid-Finder ins Spiel ein. Das würde dann allerdings die Arbeit der engagierten Bastler hinter That Wizard came from the moon entwerten.

Als MMO-Seite sei hier kurz angemerkt, dass die Idee einer solchen externen Seite nicht wahnsinnig neu ist. Auch Communitys von anderen MMOs fanden in der Vergangenheit solche Lösungen. Sogar bei World of Warcraft, eigentlich Raid-Finder-mäßig gut abgedeckt, gibt es externe Seiten, auf denen sich Spieler für exotischere Raids finden und verabreden können.

Update 20.12.: Mittlerweile sind dreieinhalbe Monate seit dem Release von Destiny vergangen, Seiten kamen, Seiten gingen, und Raidfinder-Alternativen der Community kristallierten sich heraus. Wir haben uns bei mein-mmo erneut mit dem Thema „Wie finde ich eine Gruppe für den Raid in Destiny“ auseinandergesetzt: Destiny Raidfinder: So findet Ihr deutschsprachige Mitspieler für Raid, Nightfall, Weekly.

 


Destiny ist ein MMO-Shooter, der mit ungeheurem Aufwand von Bungie entwickelt wird. Er soll am 9. September für PS 3 und PS 4, für die XBox 360 und die XBox One erscheinen. Eine PC-Version ist wahrscheinlich, aber noch nicht bestätigt.

Autor(in)
Quelle(n): Forbes
Deine Meinung?
Level Up (0) Kommentieren (0)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.