Destiny: Gigantische Dimensionen erregen Mainstream-Interesse

Der MMO-Shooter Destiny ist so riesig, dass längst nicht mehr nur die Gaming-Presse darüber berichtet. Auch große Mainstream-Medien sind mittlerweile aufmerksam geworden. Und worüber berichten sie? Na, über die Größe.

Ähnlich wie beim SF-Film-Spektakel „Avatar“ vor einigen Jahren macht Destiny allein mit seiner gigantischen Größe auch außerhalb der eigenen Branche von sich reden. Der Guardian, eine der renommiertesten Zeitungen der Welt, schickt einen Journalisten zur Stipp-Visite bei Bungie.

Riesige Dimensionen, riesige Aufmerksamkeit – Destiny hat Erfolgs-Formel

Die Zahlen sind einfach zu groß, die Dimensionen zu gewaltig, der Aufwand zu riesig, die Welt zu fremd, um nicht darüber ins Staunen zu geraten. Ähnlich wie beim Film „Avatar“ oder einem Luxus-Kreuzfahrtschiff mit 13 verschiedenen Restaurants an Bord erregt alleine die erforderliche Logistik bei Destiny die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Destiny MMO Shooter

Das war nicht immer so: Mit fünf Leute, erzählt ein Mitarbeiter im Gespräch mit dem Guardian, habe man angefangen, über die Grundprinzipien des Spiels nachzudenken. Mittlerweile arbeiten 500 an Destiny. Doch wie koordiniert man das alles? Der Platz wurde eng. Als in der Nähe des Büros ein Multiplex-Kino zum Verkauf stand, schlug man zu, installierte eine Kühlanlage auf dem Dach des Gebäudes und funktionierte es um. Die Wände zwischen den Kinosälen wurden eingerissen. Auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern arbeiten jetzt Entwickler an Destiny.

Wie kann Destiny bei solchen Dimensionen noch kreativ bleiben?

Bei der Größe wurde auch eine neue Hierarchie, wurden neue Arbeitsabläufe fällig, um weiter effizient und kreativ zu arbeiten. Ein Büro hat bei Destiny keiner, die Schreibtische haben dafür Räder. Auch die Sicht soll frei sein, nichts im Raum solle größer als 1,80 Meter sein. Wenn irgendwo eine Traube von Mitarbeitern um einen PC stehe, solle das auch den anderen auffallen. Denn dort passiere entweder was Furchtbares oder was Geniales. Beides müsse man mitbekommen.

Destiny

Einem Manager rutscht mit dem Blick auf all die Entwickler vor ihren Monitoren heraus: „Die Typen müssen unheimlich clever und voller Hingabe sein. Sie schlafen niemals bei ihrer Arbeit ein. Niemals.“

Bei MMOs gibt es kein Too big to fail, auch für Destiny nicht

Mein MMO meint: Das Ironische an den Artikeln, die in Mainstream-Medien über Destiny gerade erscheinen und in den nächsten Tagen sicher noch verstärkt erscheinen werden: Eigentlich wird nicht das Spiel zum Thema, sondern lediglich die gigantischen Dimensionen, die es mittlerweile annimmt. Insofern lohnt sich ein solches Super-Prestige-Objekt aus sich selbst heraus. So eine Aufmerksamkeit von Massenmedien ist Gold wert. Kleinere Titel ohne IP würden für solche Aufmerksamkeit töten. Destiny erhält sie umsonst.

Aufmerksamkeit ist also da, nun muss Destiny als Spiel noch überzeugen und nicht nur als monumentale Herkules-Aufgabe. Und da muss das Spiel im Gameplay überzeugen, nicht in der Größe. Denn für Computerspiele gilt die „Too big to fail“-Regel nicht.

Update Dienstag 20:00: Einen Vorgeschmack darauf, wie man bei Bungie das Interesse an Destiny hochhalten möchte, könnt Ihr hier erhaschen. Offenbar hat man sich mit Google Maps zusammengetan für eine ganz besondere Form der Stadt-Besichtigung.

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