Darum sind so viele Spieler vom Schmelztiegel in Destiny 2 genervt

Mit jedem Tag werden die kritischen Stimmen der Hüter lauter, die sich eine grundlegende Überarbeitung des Schmelztiegels in Destiny 2 wünschen. Besonders im Fokus: die kompetitive Playlist.

So lange läuft der Schmelztiegel schon in seiner aktuellen Form: Mit dem Start der großen Destiny 2-Erweiterung Forsaken ist der Schmelztiegel nach Meinung der meisten Hüter deutlich besser geworden.

Die Gefechte sind schneller, Fähigkeiten laden zügiger auf und einzelne Spieler können einem Match wieder den Stempel aufdrücken.

Seit nunmehr vier Monaten besteht der Mehrspieler-Modus in dieser Form. Langsam, aber sicher mehren sich die Stimmen der Spieler, die sich Veränderungen wünschen. Besonders die kompetitive Playlist wird harsch kritisiert, die Gründe dafür sind vielfältig.

Destiny 2 Forsaken breakthrough PVP

Was wird besonders deutlich kritisiert? Speziell das Matchmaking wird heiß diskutiert. Leute, die der Handfeuerwaffe Lunas Geheul nachjagen, werden häufig mit Spielern konfrontiert, die bereits die Topwaffe Nicht Vergessen besitzen.

Grund dafür ist, dass mit Beginn der aktuell laufenden Season 5 die Punkteränge im Schmelztiegel zurückgesetzt wurden, was dazu führt, dass Hüter jeglichen Skill-Levels zusammengeworfen werden, sofern sie aktuell auf einem ähnlichen Punkte-Niveau sind.

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Kritisiert wird auch der Umstand, dass neue Hüter einen Meilenstein absolvieren müssen, der sie dazu „zwingt“, in der kompetitiven Playlist zwei Matches zu absolvieren, was sich fast immer als Nachteil für das gesamte Team darstellt, da man auf niedrigem Level keine wettkampffähige Ausrüstung trägt.

Diese Punkte führen dazu, dass viele Spieler das Gefühl haben, nicht gegen Leute anzutreten, die sich auf einem ähnlichen Skill-Level bewegen.

Ist die kompetitive Playlist in Destiny 2 überhaupt „kompetitiv“? Die Meinungen dazu gehen weit auseinander.

Andere Spiele mit einem Ranked-Modus sind deutlich komplexer. So werden in MOBAs zu Beginn einer neuen Season Platzierungs-Spiele ausgetragen, um die Spieler in der für sie geeigneten Liga unterzubringen.

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Dies Platzierungs-Matches gibt es in Destiny 2 nicht. Jeder Spieler startet bei null und somit auf dem gleichen Niveau, ungeachtet seiner Fähigkeiten. Dies führt dazu, dass der Zufall in der kompetitiven Playlist eine große Rolle spielt, obwohl er in dieser Form nicht existent sein dürfte.

Diese Zufälligkeit im Matchmaking führt zu Frust, speziell bei den Spielern, die den Mehrspielermodus nur spielen, um Aufgaben oder Meilensteine zu erledigen. Werden diese Spieler vermehrt mit zu starken Hütern zusammengebracht, verringert sich die Population des Schmelztiegels immer weiter. Ein Teufelskreis.

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Denn je weniger Spieler zur Verfügung stehen, umso größer ist die Gefahr in Spielen zu landen, die aussichtslos sind, da auf lange Sicht eher die starken Spieler bei der Stange bleiben. Zudem steigt die Gefahr schlechter Verbindungen, was die Spielerfahrung weiter eintrüben könnte.

Werden wir uns jemals wieder aussuchen können, welchen Modus wir spielen wollen? Ein großer Wunsch zahlloser Hüter ist die direkte Wahl des bevorzugten Spielmodus‘, wie dies noch in Destiny 1 möglich war.

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In Destiny 2 kann lediglich der Rumble-Modus direkt ausgewählt werden, ansonsten ist es dem Zufall überlassen, ob Ihr ein Konflikt- oder ein Kontrolle-Match bestreitet. Die Gründe dafür sind in der Spielerpopulation zu suchen.

Naturgemäß lässt die aktive Spieleranzahl mit der Zeit deutlich nach. Damit einzelne Spielmodi nicht zu sehr ausdünnen, hat Bungie diese zusammengefügt, um ein schnelles Matchmaking zu gewährleisten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dies ändert, dürfte äußerst gering sein. Möglich sind jedoch Neu-Strukturierungen der Playlists mit anderen Spielmodi.

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Plant Bungie, den Schmelztiegel zu überarbeiten? In einem ausführlichen Post Anfang Dezember ging Bungie auf allerhand Kritikpunkte ein. So soll es bereits Ende Januar erste Verbesserungen im Schmelztiegel geben, die sich allerdings (noch) nicht um das Matchmaking in der kompetitiven Playlist drehen. Die Wahl des bevorzugten Spielmodus hat Bungie nicht einmal erwähnt.

Auf tiefgreifende Änderungen werden die Spieler mutmaßlich noch einige Monate warten müssen. Wenn man berücksichtigt, dass die Kritik bereits jetzt laut und deutlich vernehmbar ist, könnte dies für die Langlebigkeit des Schmelztiegels zu spät sein.

Wie findet Ihr den aktuellen Zustand des Schmelztiegels in Destiny 2? Teilt Ihr die Kritik?

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