Destiny 2: Wichtigste Änderung zu Destiny 1 ist dieses neue Waffensystem
Stein, Schere, Schrotflinte - Bungie ändert die Regeln

Der MMO-Shooter Destiny 2 (PS4, PC, Xbox One) geht ungewohnte Wege, um die Balance zu retten, die in Destiny so schwierig war. Ein neues Waffensytem soll das leisten, woran Bungie drei Jahre gescheitert ist: die Balance im Schmelztiegel retten.

Auf der Seite Kotaku hat man eine These aufgestellt: Bungie löst die Probleme der Community, aber nicht so, wie die das gerne hätten.

Ein Dauer-Brenner bei Destiny 1 war die Balance bei den Waffen im Schmelztiegel. Schon seit Monaten und Jahren versucht Bungie hier, die Primärwaffen stärker in den Fokus zu rücken, will vor allem die Spezialwaffen „unten“ halten. Bungie wünscht sich ein langsameres Gameplay. Hüter sollen 3, 4 oder 5 Treffer landen, um den Gegner auszuschalten. Mit Spezialwaffen braucht man allerdings nur einen oder zwei Treffer.

Die Hüter sollen nicht ständig, mit der Schrotflinte rumrennen oder mit der Sniper auf der Lauer liegen. Bungie will „Primärwaffen-Duelle“, aber kriegt es einfach nicht gebacken. Denn die Hüter wollen um jeden Preis mit ihren Scharfschützengewehren und Schrotflinten spielen.

Matador64-Destiny

Nicht ohne meine Matador!

Katz und Maus – Entwickler gegen die Community

Ein Katz- und Mausspiel läuft im Schmelztiegel von Bungie. Bungie ändert was, die Hüter finden Wege, um diese Änderung zu umgehen und trotzdem weiter mit ihren Lieblingswaffen zu ballern.

Als Bungie etwa die Spezialmunition zusammenstrich, wichen die Hüter auf Pistolen aus, die keine Munition brauchen, oder gar auf den Eisbrecher, der sich selbst Munition herbeibeamt.

destiny-trespasserStändig schraubte Bungie in Balance-Patches an den Prozenten rum:

  • „Mittelschnelle Waffe X wurde um den Prozentwert 0,3% stärker“
  • „Schrotflinte Y verlor den Vorteil Z, denn der war nun nicht mehr notwendig“
  • „Raktenwerfer Z hat nur noch 1 Schuss statt 3.“

So lesen sich die Meldungen zum Balancing in Destiny der letzten Jahre. Ein ewiges Kleinklein, mit dem niemand so recht zufrieden war. Die großen Probleme konnten so nicht gelöst werden. Sie verschoben sich nur immer marginal.

destiny 2 hüter_story_heroic_01Bungie packt den großen Rotstift aus, ändert die Regeln

Die Community forderte weiter solche „Mini-Anpassungen“, doch Bungie denkt diesmal in größeren Dimensionen: Wenn man das Spiel nicht gewinnen kann, dann ändert man die Regeln.

Mit Destiny 2 kommt ein neues Waffen-System. Nach ersten Informationen, gibt es mit Destiny 2 im Prinzip nun zwei Primärwaffen und einen kombinierten Slot für „Spezialwaffen“ und „schwere Waffen“, der auf eine spezielle Munition angewiesen ist.

Das heißt: Bungie löst das Problem mit den Spezialwaffen, indem man sie im Prinzip wegstreicht, mti den schweren Waffen zusammenlegt.

destiny-smgDestiny 2: Was sind Kinetikwaffen, Energiewaffen, Powerwaffen?

  • Im „Kinetik-Slot“ tauchen weiter normale Primärwaffen auf. Waffen, die keinen Elementarschaden verursachen, wie Automatikgewehre, Handfeuerwaffen, Impulsgewehre, Scoutgewehre, auch Pistolen und die neuen „SMGs“.
  • Im „Energie“-Slot finden sich im Prinzip dieselben Waffen nur mit Elementar-Schaden. Das sind „Hybrid-Waffen“: Pistolen, Handfeuerwaffen, Automatikgewehre mit Solar-, Leere- und Arkus-Schaden. Diese Waffen haben dann einen Bonus-Effekt, wodurch sie in bestimmten Situationen erhöhten Schaden anrichten. Dadurch soll eine taktische Komponente hinzukommen.
  • Im „Power“-Slot sind dann die schweren Waffen wie Schrotflinten, Scharfschützengewehre, Schwerter, die neuen Granatenwerfer und der Kram. Hier sollen die „Ein-Schuss-ein-Toter“-Waffen zusammenfinden. Die Munition für diese Waffen droppt im PvP relativ häufig, es bekommt sie aber nur derjenige, der die Kiste aufmacht – so wie es aktuell aussieht. In Destiny 1 versorgte der Kistenöffner alle Umstehenden mit Munition.

Dadurch löst Bungie ziemlich brutal das Problem mit der Dominanz der Spezialwaffen Scharfschützengewehr und Schrotflinte. Wer die benutzen will, muss auf sein „schweres Arsenal“ verzichten.

Zwei Phasen im Schmelztiegel – Primärwaffen-Kämpfe und „One-Hit-Wonder“-Phasen

Bungie zwingt die Spieler also in ein „langsameres Match“ und dazu, mit Primärwaffen zu spielen. Ist dann die Munition für den Power-Slot da und jemand rennt mit seinen Killerwaffen rum, dann wird Destiny 2 schneller. So soll ein „Zwei-Phasen-Kampf“ im Schmelztiegel entstehen.

Außerdem wird die Vielfalt der Bewaffnung im Schmelztiegel nun größer. Wenn einer mit Scoutgewehr und Elementar-Handfeuerwaffen spielen will, kann er das tun.

destiny 2_strike_action_08Achtung: Bislang ist noch nicht genau klar, wie das alles läuft und ob das System genau so live geht und welche Auswirkungen das hat. Im offiziellen Teil des Gameplay-Reveals wurde dieser Aspekt nur gestreift.

Zum Ausprobieren hatten die Spieler lediglich ein zurechtgeschnittenes Build. Es fehlen also noch viele Schlüsselinformationen, um zu beurteilen, wie genau sich das neue System auswirkt. Interessant ist es in jedem Fall.


Die Balance ist kein isoliertes System – es wird viele weitere Änderungen an Destiny geben. Etwa bei den Klassen:

Autor(in)
Quelle(n): theverge
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