Destiny 2: Forsaken macht aus Marken-Sammlern wieder Helden

In Destiny 2 wird mit Forsaken das Wirtschaftssystem überarbeitet. Token rücken stark in den Hintergrund. Die waren einer der Hauptkritikpunkte an Destiny 2.

Token war das Unwort aus Jahr 1: Als Destiny 2 im September 2017 erschien, dauerte es nur wenige Stunden, bis die ersten heftigen Ärgernisse entdeckt wurden. Neben den Einweg-Shadern, die den ersten großen Shitstorm heraufbeschworen, waren es in Jahr 1 vor allem die Token, die bei den Hütern für lange Gesichter sorgten.

Denn die Hüter, die einst strahlende Legenden waren, Gotter bezwangen und heroischen Loot nach Hause trugen, waren zu Sammlern doofer Marken verkommen. Die Prämien in Destiny 2 schienen nur noch aus Token zu bestehen. Das Spiel wurde daher abwertend als „The Token King“ bezeichnet.

Hüter wollen epische Waffen als Beute, keine Rabattmarken.

Destiny 2 – The Token King

Das Wort „Token“ konnte daher schon bald kein Hüter mehr hören. Wenn Bungie in Livestreams neue Token vorstellte, krampfte sich in der Magengegend etwas zusammen. In den folgenden Monaten gestanden zwar die Entwickler ein, dass das Token-System definitiv nicht immer das beste System sei, und der Loot wurde teilweise etwas überarbeitet, dennoch nerven die Token die Spieler bis heute. destiny-2-hüter-chillig

Forsaken lässt von den meisten Token ab

Wie Bungie nun bekannt gibt, wird bereits Ende August mit dem Vorbereitungs-Update auf Forsaken das Wirtschaftssystem in Destiny 2 umgekrempelt.

Diese Änderungen kommen am 28. August für alle:

  • Die Zielort-Materialien, also sowas wie Dämmerlicht-Bruchstücke, werden die neue Hauptquelle für den Ruf in den jeweiligen Welten. Bislang waren das die Token, die man gegen Ruf einlöste.
  • Die Token an den Zielorten (z. B. ETZ-Token) wird es nicht mehr als Belohnungen geben. Auch die seltenen (blauen) Zielort-Materialien verschwinden. Falls Ihr diese noch in Eurem Inventar habt, könnt Ihr sie aber nach dem 28.8. gegen Ruf einlösen.
  • Die Zielort-Materialien werden als zusätzliche Materialien benötigt, um Waffen und Rüstungsteile zu infundieren. Damit nähert sich die Bedeutung der Zielort-Materialien jener in Destiny 1 an, als man Materialien brauchte, um die Waffen zu verbessern.
  • Jahr-1-Herausforderungen, die Token als Belohnungen hatten, gibt es nicht mehr. Sie werden durch Beutezüge ersetzt, die Zielort-Materialien der jeweiligen Welt gewähren.
  • Alle Inhalte, für die man Zielort-Token und seltene Zielort-Materialien bekam, lassen dann normale Zielort-Materialien springen.

Kurzum: In den verschiedenen Welten werden die Token komplett durch Zielort-Materialien ersetzt. Die Materialien gewinnen an Bedeutung.

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Devrim Kay – hat keinen Bock mehr auf Marken

Welche Token- und Material-Änderungen kommen sonst noch?

Der Waffenmeister erhält in Season 4 ein Update. Man benötigt nicht mehr 40 Waffenmeister-Materialien für ein Rufpaket, sondern 100.

Die Token aus Eisenbanner, Vorhut und Schmelztiegel, die Ihr in Season 3 verdient habt, könnt Ihr in Season 4 bei den entsprechenden Händlern einlösen.

Da die Prüfungen der Neun und die Fraktionsrally in Season 4 Winterschlaf halten, können hier keine Token mehr eingelöst werden. Bungie ist sich noch nicht sicher, ob die Token-Währung bei diesen Events überhaupt zurückkehren wird.

Die Token bei Ikora Rey werden nach dem 28.8. nicht mehr als Währung verwendet. Sie werden an diesem Tag aus Euren Inventaren entfernt. Auch die Parade-Ausrüstung auf legendärer Stufe wird es bei Ikora dann nicht mehr geben. Wenn Ihr sie wollt, müsst Ihr sie vor dem 28.8. holen. destiny-2-ikora

Zu den Hauptzielen des neuen Wirtschaftssystems zählt laut Bungie, dass die Belohnungen wieder spezieller, einzigartiger und bedeutungsvoller werden.

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Autor(in)
Quelle(n): Bungie
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