Destiny 2: 6vs6 macht den Unterschied – neues Format belebt das PvP

Am 17. April 2018 startete mit einer Woche Verzögerung das April-Eisenbanner im 6vs6-Format. Wir haben den neuen alten Schmelztiegel-Modus bei Destiny 2 ausprobiert und berichten Euch, wie er sich spielt.

Mit dem Weekly Reset vom 17. April startete gestern mit einwöchiger Verspätung auch das April-Eisenbanner. Das Besondere daran: dieses Mal wird das PvP-Event im langerwarteten 6vs6-Format gespielt, welches bei Destiny 1 noch den Standard im Schmelztiegel verkörperte.

Zahlreiche Fans haben sich seit der Ankündigung auf das 6vs6 gefreut. Viele hegten die Hoffnung, dass diese Rückkehr zu den Wurzeln des Destiny-PvP dem unpopulären Schmelztiegel von Destiny 2 neues Leben einhauchen könnte.

Unser Destiny-Autor Sven hat gestern für Ruhm und Ehre im Eisenbanner gekämpft und berichtet von seinen Erfahrungen mit dem neuen alten 6vs6-Format.destiny-2-titan-eisenbanner

6vs6-Eisenbanner – alte Liebe, neues Glück

Darauf haben ohne Zweifel die meisten verbliebenen Hüter gewartet – das 6vs6-Format aus dem Schmelztiegel des beliebten Vorgängers hielt nun endlich auch bei Destiny 2 Einzug ins Spiel – wenn auch nur für das Eisenbanner-Event.

Bereits bei der Planung und Vorbereitung war ein bemerkenswerter Unterschied zu spüren. Innerhalb nur weniger Minuten hatte mein Clan ganze drei volle 6-Mann-Teams für das PvP-Event am Start – und das spontan und ohne große Vorankündigungen.

Was sich in letzter Zeit nur äußerst mühselig und langwierig gestaltete und oft sogar komplett erfolglos blieb, war nun wieder ein Selbstläufer – ganz wie zu Zeiten des Vorgängers. Das hatte zuletzt nicht einmal einer der großen Update-Meilensteine, der neue Raidtrakt oder das Doppel-Event während der Scharlach-Woche geschafft.

Die Vorfreude und Spannung waren dementsprechend groß.destiny-2-eisenbanner

Bringt das 6vs6 das alte Schmelztiegel-Feeling zurück?

Und nach nach nur wenigen Minuten im ersten Match stellten wir allesamt fest – das 6vs6 macht tatsächlich den Unterschied! Das PvP wirkt dadurch wie beflügelt.

War der Schmelztiegel im Schnellspiel bisher überwiegend von Team-Shooting-Taktik und Schweren Waffen geprägt, so ist das im 6vs6 nur noch selten der Fall. Zwar ist Team-Shooting immer noch möglich, doch aufgrund der geringen Map-Größen und der Spawn-Mechanik ergeben sich für das andere Team nun viel mehr taktische Möglichkeiten, dieser Spielweise effektiv entgegenzuwirken.

Die Spiele laufen nun allesamt offensiv und dynamisch ab – campen ist mit nur zwei Gegnern mehr auf der aktuellen Karten-Größe nicht länger möglich. Dementsprechend trauen sich auch kleinere Trupps und individuelle Spieler mehr zu. Am gestrigen Abend habe ich gefühlt mehr Heldenmomente erlebt, als in der gesamten Destiny-2-Zeit zuvor.

Das 6er-Team wird nun häufiger in kleinere Elemente aufgebrochen, was eine ganz andere taktische Herangehensweise ermöglicht – besonders für feste und eingespielte Teams.destiny-2-eisenbanner-hüter

Es wird so gut wie an allen Ecken gekämpft. Da das gegnerische Team auch nur noch selten komplett beisammensteht, schafft man es nun öfter, einzelne oder mehrere Gegner auszuschalten, ohne dabei selbst automatisch das Zeitliche zu segnen.

Ist das andere Team doch im Rudel unterwegs, lässt sich das mit einer Super, einer Granate oder anhand von Schweren Waffen viel leichter unterbinden – die neue Munitionsverteilung und Gegenspieler, die ihre schwere Munition beim Ableben fallen lassen, machen das nun ohne Weiteres möglich.

Selten kann ein eingespieltes Team das Geschehen auf der gesamten Karte kontrollieren. In den meisten Fällen schafft man es von irgendeiner Seite doch, die Verteidigung zu durchbrechen und die Formation des Gegners aufzulösen.

Das Spawn-System hilft hier meistens auch kräftig mit. Diese Mechanik arbeitet entgegen aller Erwartungen in den meisten Fällen wirklich gut. Nur selten bin ich direkt vor der Flinte eines Kontrahenten wieder aufgetaucht.

Auch habe ich selbst selten Situationen erlebt, wo ein Gegner direkt vor meinen Füßen spawnt – und das trotz der relativ kleinen Karten. Da hatte ich nach dem Rumble-Debakel schlimmeres befürchtet.destiny-2-eisenbanner

Doch auch negative Aspekte waren dabei

Auch wenn die positiven Erfahrungen für mich persönlich bisher überwiegen, gab es auch einige negative Aspekte, die mir im Verlauf des ersten Eisenbanner-Abends ins Auge fielen.

So erwiesen sich einige Schmelztiegel-Maps tatsächlich als etwas zu eng für zwölf Hüter. Hier wäre es wünschenswert, dass Bungie entweder bekannte Karten aus Destiny 1 nachliefert oder beim Design neuer Karten das 6vs6-Format gleich mit berücksichtigt.

Feste Teams haben immer noch Vorteile gegenüber zufällig zusammengewürfelten Gruppen. Das war auch im Vorgänger der Fall, jedoch lässt sich diese Gruppendynamik nun besser kontern.

Doch für die Zukunft wäre es wünschenswert, wenn Bungie beim Matchmaking sowohl die Team-Größe als auch die Team-Struktur berücksichtigt. Feste Teams sollten auf feste Teams treffen und einzelne Hüter sollten Gruppen aus anderen zufällig zusammengestellten Spielern gegenüberstehen.Destiny-2-Saladin

6vs6 muss zurückkehren – nicht nur im Eisenbanner

Nach dem gestrigen Abend im Eisenbanner wurde für mich eines klar: das 6vs6 muss zurückkehren – und das permanent und auch Spielmodus-übergreifend. So macht mir der Schemlztiegel von Destiny 2 endlich mal Spaß und ich werde mich mit großer Sicherheit bis zum Weekly Reset wieder und wieder in Hüter-Duelle stürzen und die so schmerzlich vermisste Erfahrung auskosten.

Denn durch das 6vs6 entsteht eine bisher nicht dagewesene Dynamik, die dem Schmelztiegel in meinen Augen mehr als gut tut. Das letzte Mal mal, dass ich soviel Spaß im PvP hatte, war noch zu Zeiten von Destiny 1. Zwar kommt das Feeling noch nicht komplett an den Vorgänger heran, doch es bringt die Schmelztiegel-Erfahrung in Destiny 2 dem ein ganzes Stück näher.Destiny_IB_Symbol

In meinen Augen ist und bleibt unter dem Strich das 6vs6 eine immense Bereicherung für das aktuelle PvP von Destiny 2. Ein Kumpel aus meinem 6-Mann-Team fand am Ende des Abends die treffenden Schluss-Worte:

„Mit 6vs6 fühlt man sich endlich wieder zu Hause. Wie damals bei Destiny 1. Alte Liebe, neues Glück.“

Das neue Format rettet vielleicht nicht das Spiel, es trägt aber definitiv enorm dazu bei, dass der Schmelztigel den Hütern zumindest Spaß macht – für viele zum ersten Mal überhaupt. Damit schafft Bungie eine aus meiner Sicht solide Basis, die das Studio in Kombination mit weiteren Änderungen, wie zum Beispiel dem Senken der Time to Kill, in Zukunft weiterentwickeln und ausbauen kann.

So kann man am Ende vielleicht dafür sorgen, dass das PvP wieder eine tragende Stütze des Gesamtspiels wird – so, wie es auch in Destiny 1 der Fall war.

Welche Erfahrungen habt Ihr bisher im 6vs6 sammeln können? Ist dieses Format in Euren Augen eine Bereicherung für den Schmelztiegel in Destiny 2?


Und der Schmelztiegel ist nicht das Einzige, was wieder Spaß macht: 

Destiny 2 erfindet Graviton-Lanze neu – Wegweisend für alle Exotics?

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