Dead by Daylight: Mehr sehen als andere – Klares Cheating?

Die „Stretched Resolution“ ist ein umstrittenes Thema in Dead by Daylight. „Cheat!“, sagen die einen. „Ist hübscher“, behaupten die anderen.

Bei Dead by Daylight gehören kleinere Streitereien in der Community einfach dazu. Entweder man regt sich über zu starke Killer, zu starke Überlebende oder neue Bugs auf. Ein Thema kehrt allerdings immer wieder zurück. Die sogenannte “Stretched Resolution”, also die “Gedehnte Auflösung”. Die gilt als klarer Cheat.

Was ist bei Dead by Daylight los? Schon seit Monaten kocht ein Thema bei Dead by Daylight immer wieder hoch. Es kursieren Bilder und Aufnahmen von Spielern, die offenbar eine ziemlich verzerrte Bildschirmauflösung haben. Anstatt im üblichen 16:9 zu spielen, wird das Spiel oft in sonderbaren Auflösungen gezeigt, bei denen die Breite genau so viele Pixel enthält wie die Höhe – also 1:1.

Möglich ist das durch eine Manipulation der Spieldaten – vom Spiel selbst werden diese Optionen nicht angeboten.

Warum ist das problematisch? Die Perspektive in Dead by Daylight ist äußerst wichtig, denn sie entscheidet über die Fairness im Spiel. Was Überlebende und Killer sehen können, ist extrem wichtig, um eine gute Balance zu erreichen. So gibt es viele Objekte im Spiel, die so hoch sind, dass Überlebende nicht darüber hinwegschauen können – selbst aus der Third-Person-Perspektive nicht.

Manipuliert man die Auflösung des Spiels jedoch, dann wird das zu einem Kinderspiel, wie die folgenden Bilder zeigen. Es ist möglich, den Killer über Objekte hinweg zu sehen und damit immer genau zu wissen, was er gerade anstellt und aus welcher Richtung er zuschlagen will. Zwei Beispiele zeigen das ganz gut. Links ist das Bild mit normaler Auflösung, rechts mit “Stretched Resolution”. Es ist klar erkennbar, dass auf den rechten Bildern viel mehr zu sehen ist (Anklicken zum Vergrößern).

Kombiniert man dieses Wissen mit einem halbwegs erfahrenen Überlebenden, dann sinken die Chancen für den Killer rapide. Auch Killer können diese Manipulation nutzen, wobei der Nutzen für Überlebende deutlich größer ist, da Killer in der Ego-Perspektive gefangen sind.

Was sagen die Entwickler dazu? Die Entwickler von Dead by Daylight haben sich bereits dazu geäußert, dass eine solche Manipulation der Auflösung als Cheaten angesehen wird – damit deckt sich die Meinung mit einem Großteil der Community.

Einige Streamer, die offen mit so einer Manipulation gespielt haben, wurden auch direkt aus dem „Fog Whisperer“-Programm geworden. Das ist eine Kooperation mit den Entwicklern von Dead by Daylight, bei dem Streamer vorgestellt werden, Vorab-Infos zu neuen Inhalten bekommen oder Codes erhalten, die sie an ihre Community verteilen können.

Die Entwickler sehen dieses Verhalten also eindeutig als Cheating an.

Wer so einer Manipulation überführt wird, riskiert damit auch seinen Account und damit die Errungenschaften und Freischaltungen von etlichen Stunden Spielzeit. Es wird also dringend davon abgeraten, die Auflösung zu manipulieren.

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Was sagen die Befürworter? Allerdings gibt es auch immer wieder vereinzelte Spieler im Forum, die diese „Stretched Resolution“ verteidigen. Demnach sähe das Spiel einfach „schöner aus“, wenn man mehr sehen kann. Auch wird gerne gesagt, dass es ja wohl kaum Cheating sein kann, denn dann wäre die Option von den Entwicklern doch effektiver unterbunden worden.

Zumeist ernten solche Kommentare allerdings viele Downvotes und Reaktionen, dass das nur Ausreden von typischen Cheatern seien, die den Spielspaß in Dead by Daylight für alle mindern würden.

Seitdem die Entwickler klargestellt haben, dass dies auch in ihren Augen Cheating darstellt, sind befürwortende Stimmen aber seltener geworden.

Was haltet ihr von Spielern, die auf solche Tricks zurückgreifen?

Quelle(n): imgur (Beispiele für Stretched Resolution)
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Frost

Kann man hier nicht so ne Art Anti-Peek Feature wie aus Apex Legends einbauen?

https://twitter.com/i/status/1387834929074081792

Wenn man dort Emotes macht, geht das Spiel in die Third-Person Ansicht. Wenn man dann die Kamera dreht, könnte man theoretisch hinter Deckungen vorbeischauen und Gegner erspähen.
Mit eingeschalteten Anti-Peek stellt das Spiel aber nur das dar, was man auch aus der Ego Sicht sehen würde.

Dead by Daylight ist zwar Third-Person, aber
wenn es intern einen festen Sichtbereich benutzen würde indem die Kamera immer einen festgelegten Abstand zur Figur hätte, könnte das Feature doch auch hier funktionieren? Egal wie weit die Kamera dann vom Nutzer rausgezoomt ist.

Ungefähr so:
comment image

Marcel

Es sieht besser aus… Ich muss da immer herzhaft lachen, wenn ich das sehe.

Soweit ich weiß, kann ghostface dadurch auch einfacher aufgedeckt werden.
Ich hoffe die devs lassen sich da was einfallen, denn das sollte genauso unterbunden werden, wie das cheaten unterbunden werden sollte.
Denn momentan trifft man doch schon recht häufig, nachts auf hacker.

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Marcel
Marcel

Die offensichtlichen hat man selten, das stimmt.
Meist sind es nur kleine Dinge, wie keine Erschöpfung(balanced landing und anschließend deadhard) und instaheal(ohne medikit oder diverse perks)

Es hält sich zwar in Grenzen und dbd ist nicht so hacker verseucht wie es andere Spiele sind. Aber wer weiß wie lange das so ist, wenn die devs solche Probleme nicht wirklich angehen, weil andere Baustellen wichtiger sind.

c0ug4r

Zu dem Thema gibt es ja innerhalb der Community eigentlich einen einigermaßen breiten Konsens und wer den Vorteil von Stretched Res als vernachlässigbar ansieht oder sogar meint, dass es einfach besser aussähe, macht sich nur selbst lächerlich.

Letztlich bleibt es eine weitere Baustelle, der sich BHVR annehmen müsste und wir alle wissen was das heißt: Es wird (mittelfristig) nichts passieren.

In dem Kontext war es gestern ganz interessant im Zuge der Deadly RiSE League (Deutsche Liga, bei der Stretched gebannt ist), bei einer Streamerin, die einen internationalen Comp Spieler im Team hat anschließend in der Nachbesprechung mal den Mitschnitt eines entsprechenden Matches zu sehen.
Da liegen nicht nur Welten zwischen nationalen und internationalem Comp was den Skill angeht, sondern auch was die Grafik betrifft. Das sah was Auflösung, Pixeligkeit, Sättigung und Schärfe anging aus, als würden die auf PS1 zocken. Zweckmäßig aber absolut gruselig anzuschauen 😂

realBurny

BHVR sollte es langsam endlich auf die Kette kriegen, ein vernünftiges System zur Verhinderung von Cheats einzubinden. Es gibt genügend Games die gar nicht erst starten oder automatisch gepatcht werden, sobald veränderte Gamefiles erkannt werden. Natürlich ist es nicht schlimm, wenn einige Spieler und Streamer die Icons für Perks und Addons anpassen um es ein wenig schöner oder besonderer zu haben – wenn man allerdings Texturen und Modelle/Skins von Charakteren austauschen kann, ohne dass das Game das bemerkt, ist das schon ziemlich peinlich. Streched-Res gehört für mich ebenfalls dazu – es ist ein unfairer Vorteil den man sich dadurch erschleicht.

Wenn man sich mal ein wenig mit dem von BHVR verwendeten EAC auseinandersetzt, dann wird einem übel. Das Ding protokolliert absolut nichts – Gamefiles können verändert werden, der Game-Client kann gehighjacked werden, sämtlicher Datenabgleich zwischen Client und Server ist offen wie ein Scheunentor, weil diese EAC-Version nur murks ist. Gerade das nicht vorhandene Protokoll, sowohl Client- als auch Server-seitig ist das Highlight schlechthin. Das ist auch der Grund, warum man Video-Files, Timestamps, Profildaten und alles mögliche extern über deadbydaylight.com angeben muss und Cheater nicht ordentlich ingame melden kann. Sorry, aber wer macht sich diesen Aufwand, wenn das Ticket nach 30 Tagen ergebnislos geschlossen wird und man weiterhin im Spiel auf solche Vögel trifft.

Selbst wenn mal ein Account gebannt wird – im Internet bekommt man frische Steam-Accounts mit DBD und allen Addons für ein paar Kröten hinterher geschmissen. Man muss ja nur wissen, wo man suchen muss – und wenn man das selbst nicht weiß, fragt man auf Reddit.

Es gibt subtile Cheater (heute mal nur dauerhaft nur 5% schneller laufen) und es gibt richtig miese Cheater, die man sofort erkennt. Aber was ist aktuell das Schlimmste DBD? Ganz einfach: nicht mal die Cheater selbst, sondern die Leute, die das dulden und unterstützen. Die eine Lobby nicht einfach quitten, wenn ein fliegender Ghostface mit Wurfäxten über die Coldwind Farm jettet. Oder Survs welche in der Runde bleiben und cheatenden Survs lieber zuschauen und davon profitieren – getoppt nur noch von jenen Survs, welche gar noch dem Cheater vom Haken helfen und den Killer piesacken.

Je höher man im MMR angelangt ist, desto schlimmer wird es. Cheater toben sich ja nicht unten aus – die müssen ja ganz oben sein um ihr andernfalls miserables Leben zu kaschieren.

BHVR ist hier knallhart in der Pflicht. Es fehlt halt nur der notwendige Hebel. NFTs hin oder her – ist schon logisch, dass BHVR die Kacke mit Pinhead so kurz vor dem Release einer niedlichen rothaarigen Hexe mit spielverändernder Mechanik zugegeben hat. Wäre sowas vor dem Oni rausgekommen, hätten ziemlich viele auf dieses Oni-DLC verzichtet. Also was tun? Streiken? Wer will schon sein Game nicht spielen, wenn man eh nur im Mid-Tier rumogert und die Cheater oben an der Spitze rumpimmeln. Also lässt man das und macht sich einen Spaß draus, wenn man doch mal einen Cheater in der Lobby hat.

Marcel

Es gibt subtile Cheater (heute mal nur dauerhaft nur 5% schneller laufen) 

Was dann auch kaum nachweisbar ist. Falls doch, wird dagegen auch nichts unternommen. Ich hatte auch schon Survs, die sich mit gewöhnlichen selfcare in wenigen sekunden geheilt haben.
Oder eine Meg die behauptete Adrenalin wäre nur aktiviert gewesen, aber sie rannte länger als 20 Sekunden im sprintboost.

Ich habe auch hin und wann cheater, moduser, stretched User reportet. Mit Videobeweisen und links zu ihren Kanälen.
Tja…die streamen heute noch munter und fröhlich weiter.

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