10 Einsteigertipps für Überlebende in Dead by Daylight

Der Einstieg in Dead by Daylight ist ziemlich hart. Damit ihr als Überlebende nicht sofort sterbt, haben wir einige Anfänger-Tipps für Euch, die den Start erleichtern.

Dead by Daylight hat sich in den letzten Jahren von einem Geheimtipp zu einem ziemlich beliebten Spiel gemausert. Immerhin ist das Spiel inzwischen auch auf den Konsolen PS4 und Xbox One verfügbar und der Switch-Release steht auch bald an.

Das ist wenig verwunderlich, immerhin macht das asymmetrische 4vs1-Killerspiel richtig Laune und bietet spannende Action für viele Hundert Stunden.

Doch wie kaum ein anderes Spiel hat Dead by Daylight eine ungeheuer steile Lernkurve. Für Neulinge fühlt es sich eine ganze Weile so an, als würde man „gegen eine Wand anrennen“. Mechaniken fühlen sich unfair, übermächtig oder frustrierend an, wenn man noch nicht an sie gewöhnt ist.

Daher wollen wir mit einigen Tipps und Tricks für Überlebende helfen, die ersten Probleme in Dead by Daylight zu bewältigen.

Guide für Anfänger: So überlebt ihr in Dead by Daylight

Insgesamt 10 nützliche Tipps und Hinweise haben wir für Anfänger, die sich als Überlebende in die grausamen Spiele des Entitus wagen.

Versucht nicht, euch selbst vom Haken zu befreien

Es ist verlockend genau die Taste zu drücken, die das Spiel einem vorschlägt. Wenn ihr am Haken hängt, dann solltet ihr aber nicht versuchen, euch selbst zu befreien. Dieser Versuch hat nur eine Chance von 4% zu gelingen – es gelingt also im Schnitt in einem von 25 Versuchen. Jeder Versuch verbraucht dabei auch noch knapp 17% eurer Lebensanzeige und bringt euch rasend schnell in Phase 2 der Opferung.

Am Haken habt ihr viel Zeit …

Ihr könnt knapp eine Minute am Haken hängen, wenn ihr nicht versucht, euch selbst zu befreien. Das ist mehr als genug Zeit für andere Überlebende, um Euch retten zu kommen.

Der Versuch, sich selbst vom Haken zu befreien, sollte nur dann unternommen werden, wenn es keine andere Chance mehr gibt. Etwa weil alle anderen Überlebenden am Boden sind oder ebenfalls aufgehangen wurden.

Rennt, wenn der Killer nicht in der Nähe ist

Mit jeder Sekunde, die im Spiel verstreicht, hat der Killer mehr Zeit, um euch und eure Mitspieler zu töten. Ihr müsst ja schließlich so schnell wie möglich eure Generatoren reparieren. Zeit ist die entscheidende Ressource in Dead by Daylight und wie ihr eure Zeit nutzt, entscheidet maßgeblich darüber, ob Teile eures Teams überleben oder sterben.

Wenn kein Killer in der Nähe ist, kann man auch einfach rennen.

Ihr wisst bereits, wer der Killer ist und wisst damit auch, ob er einen Terror-Radius hat? Dann zögert nicht, sondern rennt über die Karte, um von einem Ziel zum nächsten zu gelangen. Natürlich hinterlässt das Rennen Kratzspuren, die der Killer für einige Sekunden sehen könnte – doch das Risiko ist es in den meisten Fällen wert, denn die Zeitersparnis ist zu groß.

Habt keine Angst vor dem Terror-Radius

Wenn ihr den Terror-Radius (die Musik und der Herzschlag) hört, dann verfallt nicht in Panik. Nur weil der Killer euch nahe ist, heißt das noch lange nicht, dass er euch auch entdeckt hat. Wenn ihr geschickt seid, könnt ihr euch vor ihm verstecken, ohne dass es überhaupt zu einer Verfolgungsjagd kommen muss.

Dead by Daylight Doctor Searching
Der Terror-Radius gibt an, wie nah ein Killer gerade ist.

Die Sicht des Killers ist im Gegensatz zu der eines Überlebenden stark eingeschränkt. Nur weil ihr glaubt, dass der Killer euch gesehen haben müsste, ist das noch lange nicht der Fall. Bleibt ruhig und schleicht, wenn es die Situation ermöglicht.

Flieht niemals in gerader Linie

Um dem Killer in Dead by Daylight zu entkommen oder die Verfolgungsjagd so gut es geht in die Länge zu ziehen, ist „kluges“ Rennen wichtig. Auf geraden Strecken (etwa eine einfache Straße entlang) wird der Killer sehr schnell zu euch aufschließen. Rennt um Objekte herum, springt durch Fenster und nutzt Paletten, um euren Abstand zum Killer auszubauen.

Achtung: Damit ist ausdrücklich nicht gemeint, im „Zick-Zack“ über eine offene Fläche zu laufen. Damit holt der Killer euch nur noch schneller ein.

Verwendet Paletten mit Bedacht

Paletten sind auf jeder Karte nur in begrenzter Zahl vorhanden. Einmal benutzt, können sie vom Killer vernichtet und damit unbrauchbar gemacht werden. Verwendet Paletten mit Bedacht und verschwendet sie nicht. Wer einfach von einer Palette zur nächsten rennt und dort wartet, um sie dem Killer dann ins Gesicht zu hauen, der hat schnell alle Verteidigungsmaßnahmen der Überlebenden aufgebraucht.

Manchen Killern sind Paletten auch einfach egal – wie etwa Legion, die Jägerin oder die Krankenschwester.

Wägt stattdessen ab. Könnt ihr den Killer noch ein oder zwei Mal um ein Objekt herum locken? Ist er wirklich schon so nah, dass die Palette jetzt umgeworfen werden muss? Wenn die Antwort „Nein“ ist, dann verwendet sie auch nicht. Erkauft euch und eurem Team mehr Zeit, indem ihr Paletten sparsam verwendet!

Außerdem: Werft keine Palette um, wenn der Killer euch gerade geschlagen hat! Damit verschwendet ihr nur den „Speed-Bonus“, den ihr nach einem Treffer erhaltet und verschwendet eine wertvolle Palette ohne Nutzen.

Spielt als Team, aber teilt euch auf

Besonders für Neulinge mag es angenehm sein, mit anderen Spielern zusammen über die Karte zu wandern. Davon ist aber abzuraten, denn es lähmt euch als Team deutlich. Das hat mehrere Gründe:

Wenn der Killer mehrere Überlebende gleichzeitig findet, hält er mehrere Überlebende auch gleichzeitig auf. Dadurch wird euer Fortschritt verlangsamt und eure Chance sinkt, lebendig zu entkommen.

Arbeitet zusammen, wenn ihr entkommen wollt – aber rennt nicht als Gruppe umher.

Zwar wird ein Generator schneller repariert, wenn mehrere Überlebenden an ihm arbeiten, allerdings gibt es auch einen Malus. Zwei Überlebende reparieren den Generator nicht „doppelt so schnell“ wie einer alleine.

Später kann das durchaus sinnvoll sein, wenn man nur noch einen oder zwei Generatoren reparieren muss. Doch zu Beginn einer Partie ist es klug, sich aufzuteilen und an unterschiedlichen Generatoren zu arbeiten.

Wenn der Killer campt, belohnt ihn nicht

Immer mal wieder wird es vorkommen, dass ein Killer campt. Sobald er einen Überlebenden erwischt und aufgehangen hat, bleibt er in dessen Nähe und macht eine Rettung nahezu unmöglich. Ohne passende Perks (wie „Geliehene Zeit“) ist eine Rettung nicht machbar und wird nur darin resultieren, dass noch weitere Überlebende geopfert werden.

Die Antwort darauf ist simpel: Lasst den Killer einfach machen.

Sollte der Killer campen, dann lasst ihn – macht lieber Generatoren!

Das „Dümmste“ was ihr tun könnt, ist mit drei Leuten in der Nähe zu warten, während euer Mitspieler langsam geopfert wird. Dann bekommt der Killer genau das, was er wollte und wird für sein Campen auch noch belohnt.

Nutzt die Zeit stattdessen, um an Generatoren zu arbeiten. Wenn das alle Mitspieler konsequent machen, schafft ihr drei Generatoren in der Zeit, in welcher der Killer einen einzelnen Überlebenden campt.

Nutzt den Vorteil der Kamera

Überlebende haben einen klaren Vorteil gegenüber dem Killer und das ist ihre Wahrnehmung der Spielwelt. Während der Killer aus der First Person die Spielwelt wahrnimmt, können Überlebende aus der Third Person das Spiel erleben.

Nicht nur das – sie können die Kamera sogar frei drehen. Das ermöglicht es Überlebenden, um Ecken zu schauen oder in die eine Richtung zu rennen, während sie in die andere Richtung blicken.

Wenn ihr die Kamera herumdreht und das seht, ist es vermutlich etwas zu spät.

Dieser Vorteil ist spielentscheidend. Gewöhnt euch an, in Verfolgungsjagden die Kameraperspektive immer wieder schnell zu wechseln. Werft einen Blick nach vorne, um eure nächsten Meter der Flucht zu planen, dann dreht die Kamera herum und schaut, wo der Killer ist.

Häufig wollen Killer euch den Weg abschneiden und gehen deswegen einen kleinen Umweg – das seht ihr aber nicht, wenn ihr nicht hinschaut. Wenn ihr mitbekommt, dass der Killer einen Umweg geht, könnt ihr sofort reagieren und selbst einen anderen Weg einschlagen.

Wer seine Kamera nicht verwendet, verschenkt seinen größten Vorteil gegen den Killer.

Akzeptiert die Macht des Killers

Ein wichtiger Punkt, der in Dead by Daylight viel ausmacht, ist die eigene Einstellung, also das Mindset, mit dem man an das Spiel herangeht. Wer rasch frustriert und genervt ist, der macht schneller Fehlentscheidungen oder ist unaufmerksam.

Lernt zu akzeptieren, dass der Killer in diesem Spiel die stärkere Rolle ist. Er ist (im Regelfall) von Natur aus schneller und das ganze Spiel basiert darauf, dass er Euch irgendwann einholt, wenn er Euch gefunden hat.

Lasst Euch davon nicht entmutigen, sondern reflektiert, warum die Verfolgungsjagd dieses Mal so schnell vorbei war.

  • War euer Fluchtweg nicht gut gewählt?
  • Habt ihr den Killer aus den Augen verloren?
  • Habt ihr ein „Mind Game“ verloren?

Nur wer bereit ist, seine Fehler als solche anzuerkennen und daraus lernen zu wollen, wird auch besser werden.

Seid nett im Chat

In Dead by Daylight geht es tödlich zu und so manch eine Aktion kann dazu führen, dass man richtig wütend auf den Killer (oder andere Überlebende) ist. Vielleicht hat er Euch in letzter Sekunde erwischt, hat Euch (aus Eurer Sicht) eine lange Zeit gecampt oder einen Perk benutzt, den ihr als „Noob-Perk“ anseht. Da schreibt so manch einer schnell einen Flame oder eine Beleidigung in den Chat am Ende der Partie.

Seid nett im Chat – die anderen spielen auch nur ein Spiel.

Doch die simple Wahrheit ist: Wer Killer am Ende einer Partie beleidigt oder sie während der Runde immer wieder verspottet (etwa durch Teabagging am Torausgang), der sollte sich nicht wundern, wenn er sich „toxische“ Killer selbst heranzüchtet.

Wie so oft im Leben sollte man hier die Regel beherzigen: Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sage lieber gar nichts.

Besonders hilfreiche Perks für Einsteiger-Überlebende in Dead by Daylight

Zum Abschluss haben wir noch eine Reihe von Perks für Euch, die sich besonders für Einsteiger eignen. Bedenkt, dass diese Perks für fortgeschrittene Spieler vielleicht nicht mehr optimal sind.

Für die ersten paar Dutzend Stunden, in denen ihr die Grundlagen des Spiels lernt, können sie aber extrem hilfreich sein.

Die ausgewählten Perks sind „neutral“ – das bedeutet, sie können direkt bei jedem Charakter im Blutnetz vorkommen und sind leicht erhältlich.

Déjà-Vu-Erlebnis (Deja Vu)

Mit diesem Perk kann sich der Überlebende die Aura von 3 Generatoren für 60 Sekunden anzeigen lassen. Das aktiviert sich zum Start einer Partie und jedes Mal dann, wenn ein Generator vollständig repariert wird. Die 3 offenbarten Generatoren sind dabei jene, die eine besonders geringe Distanz zueinander haben, also in unmittelbarer Nähe zueinander stehen.

Was nützt der Perk? Gerade in den ersten Partien kommt es vor, dass Überlebende Generatoren nur schwer finden oder „die falschen“ Generatoren reparieren. Wenn die letzten 3 Generatoren auf der Karte zu nah beieinander sind, dann ist es für den Killer sehr leicht, diese zu beschützen.

Déjà-Vu-Erlebnis zeigt die drei am nächsten beieinander stehenden Generatoren an und gibt dem Spieler somit immer einen klaren Hinweis, welche Generatoren als nächstes repariert werden sollten.

Verwandt (Kindred)

Dieser Perk dient vor allem der Information eurer Team-Kollegen, wenn ihr am Haken hängen solltet. Solange ihr am Haken hängt, können alle anderen Überlebenden ihre Aura gegenseitig sehen. Außerdem wird die Aura des Killers für alle angezeigt, wenn er sich im Radius von 16 Metern um den Haken aufhalten sollte.

Was nützt der Perk? Bei Anfänger kommt es oft vor, dass Teammitglieder entweder am Haken „vergessen“ werden oder alle drei anderen Überlebenden gleichzeitig retten wollen. Durch „Verwandt“ wissen alle Überlebenden in dieser Notsituation, was die anderen gerade machen und es ist wahrscheinlicher, dass die Rettung gelingt, da ein „campender“ Killer angezeigt wird.

Kalter Rückenschauer (Spine Chill)

Mit diesem Perk werdet ihr schon frühzeitig über die Nähe des Killers informiert. Wenn der Killer direkt in eure Richtung schaut und sich innerhalb von 36 Metern befindet, dann leuchtet das Perk-Symbol auf und warnt euch so.

Wenn der Perk nur kurz „aufflackert“, dann hat der Killer nur kurz in eure Richtung geschaut (etwa, weil er sich herumgedreht hat) und ihr müsst keine Sorge haben. Leuchtet das Symbol jedoch durchgängig, dann ist das ein klares Indiz dafür, dass der Killer direkt auf dem Weg in eure Richtung bzw. zu eurem Generator ist.

Was nützt der Perk? Kalter Rückenschauer ist ein effektives Frühwarnsystem, das vor vielen Killern bereits warnen kann, bevor man sich im Terror-Radius des Killers befindet. So hat man ein paar Sekunden mehr Zeit, um sich zu verstecken.

Der Perk macht Skill-Checks ein bisschen häufiger und schwieriger, solange er aktiv ist – das ist aber ein sehr geringer Preis für die zusätzlichen Informationen über den Killer.

Niederwild (Small Game)

Mit Niederwild bekommt der Überlebende alle paar Sekunden einen akustischen Hinweis, wenn er in eine Richtung schaut und sich in einem kegelförmigen Bereich vor ihm ein Totem oder eine Falle (Hexe oder Fallensteller) des Killers befindet.

Beachtet, dass der Perk nicht die Blickrichtung eures Charakters berücksichtigt, sondern die Blickrichtung eurer Kamera. Wird der Perk ausgelöst und ihr spielt gegen Fallensteller oder Hexe, dann seid besonders vorsichtig.

Was nützt der Perk? Niederwild warnt effektiv vor Fallen des Fallenstellers und der Hexe. Außerdem kann man so leicht Totems ausfindig machen, die den Killer mit starken Perks versehen, wenn sie nicht geläutert werden. Der Perk hilft somit auch, die verschiedenen „Totem-Spawnpunkte“ auf einer Karte kennenzulernen und auswendig zu lernen.

Diese Perks eignen sich für den Einstieg gut und sind leicht für alle Überlebenden erhältlich. Sobald ihr etwas fortgeschrittener seid, solltet ihr einen Blick auf unsere Top 10 Perks für Überlebende werfen. Die eignen sich für erfahrene Spieler mehr.

Habt ihr noch hilfreiche Tipps und Ratschläge für neue Überlebende? Was würdet ihr Anfängern in Dead by Daylight mit auf den Weg geben, um gegen den Killer zu bestehen?

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Inhale

ja Mensch hier gibt’s ja doch ordentliche Artikel. sweet

Justin K.

Also die Tipps sind sehr gut, vor allem der, dass man nicht in Gruppen laufen sollte. Zwei Teams mit jeweils zwei Spielern ist okay aber umso mehr zusammen sind umso mehr fallen sie auch auf… Aber das der Killer die ganze Gruppe aufhält glaube ich nicht, er kann ja nicht alle jagen. Wenn einer gejagt wird können die anderen ja den Gen reparieren. Wenn der Killer aber ständig die Gruppe bloß vom Gen verscheucht und da die ganze Zeit patrouilliert sollte man sich wirklich aufteilen… Dann ist man halt mal nicht als Gruppe unterwegs aber man macht wenigstens Fortschritt!????

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