Dank einer Seite kann ich jeden D&D-Encounter mit schönen Figuren vollstopfen, brauche dafür nur einen Drucker

Jeder D&D-Spieler kennt das Verlangen nach neuen Miniaturen. Es kann niemals genügend Figuren geben. Insbesondere Spielleiter müssen oft auf einen großen Pool von Charakteren zugreifen, wenn die Gruppe mal wieder die Kampagne vom Weg abbringt. Das kann schnell teuer werden. Unser Nerd und stolzer Schwabe Jan Hartmayer hat dafür aber eine kostengünstige Lösung. 

Als ich angefangen habe, Pen&Paper zu spielen, musste ich oft den Spielleiter machen, da schlichtweg niemand anderes die Aufgabe übernehmen wollte. Dabei stieß ich aber schnell auf ein Problem: Ich liebe es, meine Sessions mit Musik, Gadgets und vor allem Miniaturen zu untermalen. Leider sind insbesondere Figuren teuer und kosten pro Stück gerne 30 Euro oder mehr (via worldofdice). 

Um Geld zu sparen, mache ich die Miniaturen einfach selbst. Aber wie geht das überhaupt?

  • Einzelne Figuren zu zeichnen, dauert lange und ich habe nicht das Talent dafür.
  • Ein 3D-Drucker ist teuer und benötigt viel Zeit. Außerdem muss ich die Figur dann auch noch bemalen. 

Als Alternative zum 3D-Druck oder dem teuren Kauf von Miniaturen erstelle ich mir sogenannte „Paper-Minis“. Das sind kleine 2D-Exemplare von verschiedensten D&D-Figuren, die ganz einfach auf Papier gedruckt und anschließend aufgestellt werden. Vorbei ist das nervige Nachbearbeiten, Anmalen und die langen Druckzeiten! 

Wer nicht genug von Dungeons and Dragons bekommt, schaut sich den Trailer zum Legoset des beliebten Pen-and-Papers an:

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Trailer zum LEGO-Set „Dungeons & Dragons: Die Sage vom Roten Drachen“

Community sei Dank!

Im Internet gibt es bereits viele verschiedene Vorlagen für Paper-Minis und wie man diese herstellt. Einen guten Überblick der verschiedenen Paper-Mini-Anbieter gibt der YouTuber Jack auf seiner Website. Ich persönlich nutze die kostenlosen Paper-Minis von PrintableHeroes.

Die Seite bietet ein umfangreiches Repertoire an hochwertigen Figuren aller Art: von Monstern über Propsets wie Tavernen oder Burgen bis zu Boden-Tile-Sets, um ganze Landschaften zu kreieren. Viele der Miniaturen sind kostenlos und können einfach heruntergeladen und ausgedruckt werden. Für ein kostenpflichtiges Abonnement gibt es dort aber auch einen Zugang zu neuen Charakteren, verschiedenen Farbvarianten und alternativen Designs. 

So sehen die ersten Ergebnisse nach unter fünf Minuten Arbeit aus.

Profi-Tipp: Ich drucke die Figuren oft auf glänzendes Fotopapier mit mindestens 160 g/m² Papierstärke. Das erhöht nicht nur die Druckqualität, sondern macht die Figuren anschließend auch widerstandsfähiger und weniger anfällig für Beschädigungen. Alternativ könnt ihr die ausgedruckten Figuren auf Pappe kleben.

Wenn ihr eure neuen Abenteurer und Monster zusätzlich vor Flüssigkeiten schützen wollt, laminiert sie. Dann ist selbst ein ausgeschüttetes Getränk kein Beinbruch mehr. Stattdessen könnt ihr aber auch dreidimensionale Miniaturen günstig mittels 3D-Druck herstellen, so wie ich es für meine Sammlung mit Actionfiguren mache.

Meine Armee wächst

Um meinen neuen Figuren Beine zu verpassen, habe ich das Baseset von PrintableHeroes verwendet. Das sind quasi Standfüße, die ich kostenlos herunterlade und auf Papier oder Pappe drucke, damit meine Figuren einen sicheren und zugleich hübschen Stand haben. Wenn ihr jedoch eine stabilere Variante wollt, könnt ihr euch kostengünstige Plastikständer kaufen oder mit einem 3D-Drucker anfertigen. 

Solltet keinen Drucker zu Hause haben, könnt ihr online oder in den meisten Drogerien günstig Fotos/Seiten ausdrucken lassen. Den Foto-Service könnt ihr wunderbar für die 2D-Figuren nutzen..

Binnen eines Monats habe ich mehrere hundert Figuren erstellt und mir eine riesige Sammlung an Miniaturen zusammengestellt. Und da es sich dabei um 2D-Exemplare handelt, ist es relativ leicht, sie zu lagern. Dafür habe ich eine alte Brettspielbox umfunktioniert und alle Figuren darin flach gestapelt.

Meine D&D‑Gruppe überrascht mich zwar immer noch und vereitelt ständig meine Kampagnen, aber nun greife ich einfach in meine Wunderkiste und et voilà stehen die passenden Miniaturen für jede Situation auf dem Tisch. Dabei freue ich mich bei jeder Figur, wenn sie zum Einsatz kommt – und meine Spieler staunen jedes Mal erneut, woher ich die ganzen Monster habe. Aber auch unsere Autorin Caroline weiß viel über Pen&Paper und gibt ihre Weisheiten gerne weiter: Dungeons & Dragons: Hier sind 6 Tipps, mit denen ihr günstig eure Sessions aufpeppen könnt

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