Cyberpunk 2077 verbietet Mod, durch die Spieler Sex mit Keanu Reeves hatten

CD Projekt Red hat eine Mod für ihr Spiel Cyberpunk 2077 verboten. Mit der Mod konnten Spieler sowas ähnliches wie Sex mit Johnny Silverhand haben. Das ist die Figur, die von Hollywood-Star Keanu Reeves verkörpert wird. Die Firma sagt: Mit Charakteren, die frei erfunden sind, könnten Spieler ruhig Spaß haben. Mit echten Personen verhält sich das anders.

Das war die Mod: Sex-Mods in Spielen kennt man spätestens seit der legendären „Hot Coffee“-Mod aus dem 2004er Grand Theft Auto: San Andreas. Die schaltete damals Szenen frei, die schon im Spiel waren. Die Mod für Cyberpunk 2077, um die es hier geht, war lediglich ein „Model Swap“ und wurde auf „Nexus Mods“ von einem Modder namens Catmino verbreitet.

Die Mod tauscht den Skin der „Joytoy“-Prostituierten im Spiel mit Skins der Hauptfiguren: So konnten Spieler virtuellen Sex mit Johnny Silverhand haben, die Figur, die von Keanu Reeves (John Wick, Matrix) dargestellt wird.

Das war eine eher schräge Angelegenheit. Es wurden keine Animationen oder die Stimme angepasst, sondern es lag lediglich ein unpassender Skin über der Figur. Die US-Seite Kotaku schreibt: „Das war mehr grobe Arbeit“, die da an der Mod verrichtet wurde.

Das entscheidende Segment des Videos beginnt ab 2:41 und zeigt die Mod in Aktion:

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Wir bitten euch freundlich, davon abzusehen …

Das ist jetzt die Sperre: CD Projekt Red hat diese eine spezifische Mod nun geschlossen und der Seite PC Gamer ein Statement gegeben, warum sie das gemacht haben:

„Unsere wichtigste Regel, was User generierte Inhalte betrifft, vor allem Game Mods, heißt: Es darf andere nicht verletzen.

Model Swaps kann man als verletzend ansehen, vor allem wenn es um explizite Situationen geht, gerade wenn es Leute betrifft, die es uns erlaubt haben, ihr Aussehen zu benutzen, um Figuren in Cyberpunk 2077 zu erstellen.

Wenn Creators ihre Fan-Inhalte schaffen, sollten sie sicherstellen, dass sie die Erlaubnis aller beteiligten Parteien haben. Das könnten mehr sein als nur wir bei CD Projekt Red.

Für Figuren, die wir für Cyberpunk 2077 erfunden haben, erlauben wir es euch allgemein, dass Spiel zu verändern und einfach Spaß zu haben. Wenn es aber um Modelle geht, die echten Menschen nachempfunden sind, die wir gebeten haben, ins Spiel zu kommen, bitten wir euch freundlich davon abzusehen, sie in Situationen zu bringen, die als anstößig empfunden werden. Außer ihr habt die ausdrückliche Erlaubnis dafür.“

Der Modder hätte also Keanu Reeves vorher fragen müssen, ob es für ihn okay ist, über das Gesicht eines Sex-Arbeiters gelegt zu werden.

Wie bei vielen großen Games hat bei Cyberpunk 2077 wohl ein Teil der Spielerschaft das Bedürfnis, den Hauptfiguren nah und näher zu sein. Dass Cyberpunk 2077 solche Bedürfnisse wecken würden, ahnten Leute, die sich mit sowas auskennen, bereits im Vorfeld:

Porno-Parodie von Cyberpunk 2077 erscheint vorm Spiel – Entwickler nimmt’s mit Humor

Quelle(n): pcgamer, kotaku
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yan

Wie bei vielen großen Games hat bei Cyberpunk 2077 wohl ein Teil der Spielerschaft das Bedürfnis, den Hauptfiguren nah und näher zu sein.

klingt als ob das hier ein Hobbypsychologe schreibt. Vll. Ist es einfach nur ein gag für ein Teil der spielerschaft oder Jmd möchte Aufmerksamkeit – vieles möglich. Dieser Part hört sich wieder nach einfacher twitterempörung an, wobei noch das unwort toxisch fehlt. Ansonsten interessanter Artikel.

N0ma

Ist doch nur ein Spiel oder sind doch nur Pixel 😉
Ja so schnell wird ne Grenze überschritten. Wobei ich auch kein Fan davon bin echte Personen in Spiele zu integrieren. Sowas führt zu Problemen wie man sieht. Das wird in Zukunft noch schlimmer je fotorealistischer die Spiele werden.

“Der Modder hätte also Keanu Reeves vorher fragen müssen, ob es für ihn okay ist, über das Gesicht eines Sex-Arbeiters gelegt zu werden.”
Das haben ja die User drausgemacht, der Mod war nur universell.
Allerdings jetzt wo die Katze aus dem Sack ist, könnte es bald den nächsten Mod geben.

Antester

Sehe ich auch so, das wird mit zukünftiger Technologie gang und gebe. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Porno-Industrie mit ihren „Parodie“ -Filmchen jedes Mal den Orginal-Erfinder gefragt hat oder sich da rechtlich korrekt verhält.

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