15 Jahre nach GTA hat Red Dead Redemption 2 eine Sex-Mod – Take-2 verbietet sie

Lust auf „Hot Coffee“ mit Arthur? Eine Sex Mod für Red Dead Redemption 2 ist Take-Two gerade ein Dorn im Auge. Sie wollen das nicht in ihrem Spiel.

Was ist das für eine Mod? Die Hot-Coffee Mod in Red Dead Redemption 2 erlaubt es eurem Cowboy, mit Partnerinnen für einen „heißen Kaffee“ aufs Zimmer zu verschwinden.

Die Beschreibung „Hot Coffee“ stammt von Grand Theft Auto: San Andreas und ist dort ein mittlerweile entferntes Minigame. Der Hauptcharakter CJ konnte in diesem Game seine Dates auf einen „heißen Kaffee“ ins Zimmer begleiten und hatte dort Sex.
Das wurde im Jahr 2005 bekannt, als Modder dieses Minigame aus dem Code fischten. Beim „Akt“ waren die Charaktere allerdings angezogen. Trotzdem ging das viral.
Wie PCGamer berichtet, erhielt San Andreas dann schnell eine neue Einstufung – von „Mature“ zu „Adults only“ und verschwand dadurch von vielen Verkaufsregalen in Amerika. Erst durch einen Patch, der diese Inhalte komplett entfernte, wurde das Rating wieder zurückgesetzt.

Was passierte in RDR 2? Für das Cowboy-Spiel Red Dead Redemption 2 nahmen Modder bestimmte Assets wie Geräusche und Bewegungen aus dem Code des Spiels und entwarfen einfach ihre eigene Hot-Coffee-Mod.

In der Mod könnt ihr bestimmte NPCs zum Beispiel in Saloons ansprechen, ihnen ein eindeutiges Angebot machen und dann mit ihnen aufs Zimmer gehen. Dann sieht man ein paar Animationen und hört ein paar Stöhner.

Es dauerte allerdings nicht lange, bis Take-Two einschritt. Mit einer E-Mail machten Vertreter für Take-Two die beiden Entwickler darauf aufmerksam: Wenn ihr die Mod nicht entfernt, leiten wir rechtliche Schritte ein. Der Endbenutzer-Lizenzvertrag würde das Modifizieren von Software verbieten.

Außerdem würde der Verhaltenskodex für Online-Dienste „ein Verbot für Benutzer enthalten, Material zu erstellen, hochzuladen oder zu posten, das vulgär, obszön, sexuell orientiert oder mit den Gemeinschaftsstandards unvereinbar ist.“

Der Vertreter von Take-Two betonte, dass es der sexuelle Inhalt der Hot-Coffee-Mod wäre, der Anlass zur Sorge gibt.

Die Mod findet man seit dem 12. Februar 2020 auf Nexusmods.com. Bereits am 17. Februar sprach YouTuber Swegta in seinem Video über die E-Mail von Take-Two. Also knapp fünf Tage nach dem Upload.

Modder will Sex-Mod nicht vom Netz nehmen

Was sagt der Mod-Ersteller? Gegenüber PCGamesN.com erklärt der Mod-Ersteller „Unlosing“, dass ihn Take-Two wirklich bat, die Mod offline zu nehmen. Er sagt aber, er verstoße nicht gegen die Regeln.

Die Mod enthält keine Nacktheit oder Nacktmodelle und verwendet nur Assets, die noch im Spiel sind. Die Animationen stammen aus der Betrunken-in-der-Bar-Mission mit Lenny (die immer noch im Spiel ist) und die „Stöhn“-Geräusche sind einfach die Laute, die die [Charaktere] von sich geben, wenn sie verletzt werden. Außerdem erwähnen sie „Online-Dienste“, allerdings ist diese Mod nur für den Einzelspieler verfügbar.

Quelle: Unlosing gegenüber PCGamesN.com

Ohne Nacktheit klingt die Mod bei weitem nicht so verstörend, wie diese Bilder des nackten Arthurs.

Wie geht es jetzt weiter? Unlosing sagt, dass er noch nicht weiß, was als Nächstes passieren wird. Er plant erstmal nicht, die Mod offline zu nehmen. Seiner Meinung nach ist das unfair (via PCGamesN).

Als Rockstar Games wichtige Mods für GTA 5 verbieten wollte, hagelte es negatives Feedback. Nach heftiger Kritik kehrte die GTA-5-Mod dann zurück.

Bei Cheat-Herstellern geht man sogar noch heftiger vor:

GTA V heizt Cheat-Herstellern richtig ein – Hausdurchsuchung
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Jokl
1 Monat zuvor

Hey, Moral aus den USA, du kannst zig Leute brutalst abschlachten, Frauen und Männer fesseln und vom Zug überfahren lassen, verbrennen usw. alles cool, aber wehe ein Hauch von Sex weht durch den Raum, da ist die Lippe dick.

RagingSasuke
1 Monat zuvor

Das find ich auch immer so bescheuert. Waffen werden gefeiert aber wehe du siehst irgendwo einen nippel. Signal an heranwachsende menschen – leute mit waffen killen ist standart, aber sex…. WIE KANN MAN NUR??

Jokl
1 Monat zuvor

Dazu die größte Pornoindustrie der Welt smile

UnicornsHero
1 Monat zuvor

Unternehmen haben hier oft Angst von Zahlungsanbietern (bspw. jene die das Geld vom Kunden zum Verkäufer transferieren) ausgeschlossen zu werden, Konteneinfrierung inklusive. Viele Zahlungsanbieter untersagen es nämlich strikt ihre Dienste zur Abwicklung von Produkten mit erotischen Inhalten zu nutzen. So ein Ausschluss ist i.d.R. direkt unternehmensgefährdent und die Liste ist lang von jenen die nur deshalb ihr Geschäft an den Nagel hängen mussten.

Ich sehe das Verhalten der Zahlungsanbietern hochgradig kritisch, weil sie dadurch maßgeblich diktieren welche Inhalte die Gesellschaft zu sehen bekommt und welche nicht. So eine Entscheidung liegt nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich und sie verhindern eine freie Entwicklung der Kultur. Ein bisschen wie früher in der Kirche halt smile

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