Der CEO eines Tech-Konzerns meint: Mitarbeiter, die auf KI setzen, machen oft mehr Arbeit für alle anderen

Titelbild Tobias Lütke Shopify

Tobias Lütke, Chef von Shopify, erklärte in einem Podcast, dass KI Mitarbeitern helfen könne. Das Problem daran sei, dass auch viel Unsinn entstehen könne. Dafür habe man ein neues Wort: Slop-Granaten.

Künstliche Intelligenz gilt oft als Unterstützung, die viele Aufgaben im Alltag leichter machen solle. Doch KI könne auch dafür sorgen, dass Mitarbeiter deutlich mehr zu tun bekämen, so der Shopify-CEO Tobias Lütke. Denn KI würde es leichter machen, schneller Inhalte zu produzieren, aber ohne eine echte Kontrolle.

Lütke sagte selbst dazu in einem Interview im Podcast „The Knowledge Project“ (via YouTube.com):

Wir nennen das ‚Slop-Granaten‘, die sich die Leute gegenseitig an den Kopf werfen. Und das ist definitiv eine schlechte Sache.

Das Problem daran sei, dass einem die neuen Tools leicht machen würden, große Mengen an Inhalten zu produzieren. Aber keiner würde genau darauf schauen, ob das nun wirklich hilfreich sei.

Mit Slop werden in der Regel minderwertige KI-Inhalte bezeichnet und bewusst abgewertet. Das Kofferwort Slop-Granate wird hier ebenfalls negativ gemeint.

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Jemand nutzt KI für eine Mail, ein anderer nutzt KI, um die Mail zusammenzufassen

Der Chef von Shopify nannte auch gleich ein konkretes Beispiel: Jemand könnte eine unnötig lange, von einer KI verfasste E-Mail versenden, wodurch der Empfänger gezwungen wäre, ein weiteres großes Sprachmodell zu nutzen, um sie zusammenzufassen. Das wäre mit zusätzlichem Aufwand verbunden, den man sonst gar nicht haben würde.

Lütke sagte, KI sei am wertvollsten, wenn sie das Denken der Menschen klarer und prägnanter mache. Am wenigsten wertvoll sei die Technologie, wenn sie den Schreibtisch eines Kollegen mit Unordnung überhäufe.

Warum ist das ein Problem? Dank KI können Menschen deutlich mehr Inhalte produzieren, das Problem dahinter ist jedoch, dass KI potentielle Fehler extrem überzeugend und professionell formuliert präsentiert. Angestellte neigen daher oft dazu, den Ergebnissen blind zu vertrauen.

Insbesondere bei sehr spezifischem Nischenwissen oder tagesaktuellen Themen mischen Chatbots schnell Wirklichkeit und Erfindung miteinander zusammen und das kann dann schnell zu Problemen führen. Und diese Halluzinationen werden dann oftmals nicht als solche erkannt.

Nvidias neue Version von DLSS 5 ist derzeit ebenfalls umstritten. Denn mit dem neuen Update lassen sich auch Spielgrafiken anpassen oder verbessern. Viele Spieler sehen aber genau das kritisch. Ein bekannter Entwickler sagt hingegen, dass sein Spiel dadurch endlich richtig ausehen würde: Der Chef von Kingdom Come 2 behauptet: Mit DLSS 5 sieht das Spiel endlich so aus, wie es aussehen sollte

Quelle(n):
  1. businessinsider.com

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