Blizzard-Chef will das verlorene Vertrauen der Fans zurückgewinnen

Blizzard-Chef will das verlorene Vertrauen der Fans zurückgewinnen

Mike Ybarra, der Chef von Blizzard, hat einiges veranlasst, damit Fans der Spieleschmiede wieder trauen können – das hofft er zumindest.

Als Blizzard-Fan hatte man es in den letzten Jahren nicht leicht. Nicht nur haben alle großen Spiele des einstmals beliebten Entwicklers drastisch nachgelassen, auch viele Skandale rund um das Unternehmen – von Sexismus über Missbrauch und Morddrohungen – machen es schwer, sich auf kommende Spiele zu freuen.

Dass das Vertrauen so ziemlich aller Spieler erschüttert ist, das ist auch dem aktuellen Blizzard-Chef Mike Ybarra klar. In einem Blogpost erklärte er nun, dass man das Vertrauen zurückgewinnen will – und verriet, welche Schritte dafür unternommen werden.

Wer ist Mike Ybarra? Mike Ybarra ist der aktuelle Chef von Blizzard. Kurzzeitig führte er das Unternehmen zusammen mit Jennifer Oneal, doch die verabschiedete sich schon nach wenigen Monaten aus der Co-Führung, sodass Ybarra diesen Posten nun alleine innehat. Er ist bei den Spielern recht beliebt, was auch daran liegt, dass er regelmäßig streamt, Kontakt zur Community hält und etwa auf recht hohem Niveau World of Warcraft spielt.

Was hat er gesagt? Im Artikel auf der offiziellen Blizzard-Seite geht Ybarra darauf ein, dass das vergangene Jahr ziemlich hart war – und Corona war nur einer der Gründe dafür, womit er auf die ganzen Vorfälle und Erkenntnisse rund um Blizzard und den großen Missbrauch-Skandal anspielt.

Das Hauptziel sei, das Vertrauen in Blizzard wieder aufzubauen, sowohl was die Fans als auch die Mitarbeiter angeht.

Die Bemühungen, die angestrebt werden oder sich bereits in der Umsetzung befinden, sind:

  • Das Führungs-Team will sich direkt an der Verbesserung der Unternehmenskultur messen lassen. Die Bezahlung und der Erfolg wird direkt an den Erfolg geknüpft, einen sicheren, inklusiven und kreativen Arbeitsplatz zu erschaffen.
  • Mehr Vollzeit-Stellen werden zur Verbesserung der Unternehmenskultur geschaffen. Normalerweise sind das oft Rollen, die Leute übernehmen, die bereits Vollzeitjobs haben. Das soll jetzt anders sein und zu den neuen Führungspersonen gehören:
    • Ein „Kultur-Anführer“, der das Beste von heute bewahren und die notwendigen Verbesserungen anstreben soll.
    • Neue Organisations-Führung in der HR-Abteilung, das Teams ermöglichen soll, einen sicheren, positiven Arbeitsplatz zu für alle zu erschaffen.
    • Ein „Vielfältigkeits-, Gerechtigkeits- und Inklusions-Anführer“, der einzig und allein für den Fortschritt in diesen Bereichen auf mehreren Ebenen zuständig ist.
  • Die Größe des „Compliance and Investigation“-Teams, das sich etwa bei Verstößen und Anschuldigungen um die Aufklärung kümmert, wurde verdreifacht und klare Richtlinien für Zuständigkeit und inakzeptables Verhalten erarbeitet, die für alle Mitarbeiter gelten, einschließlich der Chefs.
  • Intern wurden Daten zur Repräsentation mit den Mitarbeitern geteilt und klare Ziele gesetzt, um diese Werte zu verbessern.
  • Es gibt nun ein „Aufwärts-Feedback-Programm“, sodass Mitarbeiter ihre Vorgesetzten bewerten können und das als Mittel zur Beurteilung der Qualität und Effektivität der Manager genutzt wird.

Das seien nur ein paar der Änderungen und in den kommenden Monaten werden sicher noch weitere folgen.

Am Ende verriet Ybarra übrigens noch, dass es schon bald neue Inhalte und Informationen zu Spielen geben werde – was das sein könnte, haben wir in diesem Artikel besprochen.

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Scardust

Ach die Damen ist gegangen? Somit ist die Quote ja auch wieder im Arsch. Schuld ist mit Sicherheit der Mann der sich vergrault hat.

/Ironie aus

Also bei mir ist die Firma unten durch Punkt.

Klaphood

Da versucht man jetzt wohl auf der Welle der Verwirrung zu reiten, die durch den MS Kauf entstanden ist und die Gelegenheit für sich zu nutzen.

Dass der immer noch glaubt, die Blizzard Spieler wären so einfach zu überzeugen… 😅

Don77

Da sieht man in 9.2 absolut nichts von

quick.n.dirty

was ist 9.2?

Kalladriel

Taten sagen mehr als tausend Worte…
Aber im Endeffekt interessiert sich niemand für Interna, wenn das Spiel perfekt ist…

Prim

Das Dumme ist nur je mehr Spaß der Spieler hat um so weniger Verdient Blizzard MS.
Ein gutes Spiel System kostet auch entsprechend…..
Versprechen kann man viel will Taten sehen.

quick.n.dirty

Mich würden sie zurückgewinnen, wenn sie Free HongKong supporten würden. Das würde zeigen, dass sich WIRKLICH was geändert hat und nicht nur PR bla bla ist.

Koronus

Damit ich wieder vertrauen in Blizzard hätte müssten folgende Dinge geschehen
WarCraft Reforged vollendet werden wo man auch wählen kann, ob man lieber neue oder alte Stimmen haben möchte.
Diablo II Remake müsste auch DRM Frei als physische Version vorhanden sein für Konsolen.
WoW muss endlich aufhören Borrowed Power Systeme einführen welche so broken sind, dass es sich nicht lohnt das Add-on mit mehr als -50% zu erwerben.
Classic Spieler müssen die Chance bekommen doch nachträglich mit ihren Charakteren in höhere Add-ons zu kopieren.
Neue Storyschreiber welche ordentliche Plots schreiben können.

Und für große Sonderpunkte welche ich zwar nicht erwarte aber worüber ich mich sehr freuen würde. SC II CO-OP vollenden womit wir noch Tosh mit seinen Phantomen, Niadra mit ihren Protosstechnologienutzenden Zerg und Selendis welche die Flotte kommandiert bekommen würden

Buujah

also mit diesem lächeln wirkt er auf jeden fall schon mal sehr überzeugend… nicht.

Mark Mitterbacher

Packt er schon… mit seinen eigenen Sell-Runs setzt er jedenfalls die perfekten Stützen und Pfeiler, wie wichtig ihm eine „Community“ ist. kek

erzi222

chance vertan schneesturm! ihr habt es nichtmal geshcafft einfache vorderungen von fans und mitarbeitern umzusetzen. tut mir zwar leid für die unschulidgen mitarbeiter die sich korrekt verhalten haben, aber die sollten sich auch lieber ein anderes unternehmen suchen. traurig aber wahr!

Dastil

Viel PR bla bla, aber worauf es wirklich ankommen wird, sind die Spiele. Wenn es da schlecht läuft und von Kritik hagelt, bringt alles nichts.

Khalinor

Muss da jetzt jemand nach der Übernahme durch MS so tun als würde er Interesse zeigen um nicht wegrationalisier zu werden?

Nico

aber nur bei Blizzard/MS selbst…. bei der Community hat er nicht viel vertrauen

Tim

Klein würde ich zu der Gruppe aber schon lange nicht mehr sagen.Soviele wie sich mittlerweile über das Boosting beschweren ist das sicherlich keine kleine Gruppe mehr.Das Boosting in WoW ist mittlerweile an absurdität nicht mehr zu übertreffen.Auch eines der Gründe wieso immer mehr Spieler abziehen und zum Branchenprimus rüberwechseln.

Nico

ich würde eher die gruppe klein nennen die boosting verteidigt das sind nur die großen topgilden die damit ihr ingame gold verteidigen nur um die schneller zu sein.

Klaphood

Jap, kleine Gruppe würde ich es auch auf keinen Fall nennen. Ich würde ich es auf 50/50 schätzen, was die Likes und Gegenkommentare betrifft, die ich dazu so beobachten konnte in den entsprechenden Threads.

Und ich finde bei dem Thema übrigens gar nicht unbedingt die Sache an sich das „Verbrechen“, sondern dass man gerade als fucking CHEF von Blizzard eigentlich ein Vorbild sein könnte und den Spielern helfen könnte statt sie auch noch finanziell auszunutzen. Aber was will man erwarten, wenn das auch bei den Firmenstrukturen ganz allgemein gang und gäbe ist…

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von Klaphood
Anonymous

Bla bla bla, Leute entlassen und jetzt einen auf großherzig machen und Ihnen nen unterbezahlte Vollzeit stelle anbieten? Schauen wir in nem Jahr mal ob sich was gebessert hat.

Das Vertrauen der Fans könnte man sich zudem erarbeiten indem man Geld in die Hand nimmt und das Warcraft 3 Debakel beseitigt.

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