Vor der BlizzCon 2026 machen Gerüchte die Runde, dass Blizzard einem anderen Studio das Recht für die Entwicklung eines StarCraft-Spiels verkaufen könnte. MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz befürchtet Schlimmes.
Was ist das für ein Lebenszeichen? Gestern (am 2. September 2026) machte ein Bericht der südkoreanischen Nachrichtenseite Chosun Ilbo die Runde, laut der Blizzard und Nexon in weit fortgeschrittenen Verhandlungen stehen würden. Konkret geht es wohl um Lizenz- und Entwicklungsrechte für ein Spiel mit der StarCraft-Marke (hier und da liest man, dass Nexon die gesamte StarCraft-IP kaufen möchte, doch das ist falsch).
Nexon ist ein südkoreanischer Entwickler und Publisher, der bereits 1996 mit Nexus: Kingdom of the Winds MMO-Geschichte schreiben konnte. Zu den erfolgreichsten Spielen des Unternehmens gehören Titel wie Dungeon & Fighter und MapleStory. Für Blizzard begleitet Nexon zudem Overwatch in Südkorea als heimischer Publisher. Die beiden Unternehmen kennen sich also gut.
Die StarCraft-2-Trilogie war ein Fest für alle RTS- und Story-Fans:
StarCraft hat mehr verdient
Wie bewertet MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz die Meldung? Mich würde diese Nachricht deutlich weniger stören, wenn Blizzard Starcraft in den vergangenen 11 Jahren nicht so sträflich vernachlässigt hätte. Jap, StarCraft II: Legacy of the Void ist schon so lange her. Danach gab’s nur noch ein Remastered für Teil 1. Dabei gehört das Universum zu den beliebtesten und ikonischsten des Gaming-Bereichs. Was erlaube, Blizzard?!
Das Universum besitzt ein so starkes Fundament, so tolle Figuren, so markante Völker … StarCraft hätte eigentlich leicht das angestaubte Genre der Echtzeitstrategie verlassen und seinen Erfolg bei Rollenspielen, Action-Adventures oder MMOs finden können. Zumindest sagt mir das seit Jahren mein außenstehendes Hirn, wenn ich über das verschwendete Potenzial nachdenke.
Wenn die Rechte für ein neues StarCraft wirklich bei Nexon landen sollten, befürchte ich zwei Dinge:
- Blizzard selbst könnte damit unterstreichen, wie gering das Interesse ist, sich selbst nochmal auf die IP zu stürzen.
- Das Spiel von Nexon wird stark auf die südkoreanischen Spieler ausgerichtet sein, wo StarCraft-Esports seit unzähligen Jahren (und bis heute) einen enormen Stellenwert besitzt. Ich befürchte Free2Play-Monetarisierung, PvP-Fokus, Pay2Win- oder Gacha-Elemente und Mobile-Release.
Wenn ich recht habe, gehen die vielen darbenden, westlichen StarCraft-Fans also weiter leer aus. Vielleicht liege ich aber auch ganz falsch. Blizzard hat sich für die kommende BlizzCon auffällig viel Platz für eine Überraschungsankündigung gelassen. Vielleicht … vielleicht hat diese Ankündigung ja auch was mit StarCraft zu tun. Ich würde es mir so wünschen … wie geht’s euch? Hättet ihr Lust auf ein neues StarCraft? Mehr dazu: Der Plan für die BlizzCon 2026 steht – Und es gibt eine verdächtige, große Lücke
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Kommentare
Seitdem Blizzard mit ihrem eSport-Investment Miese gemacht hat (angeblich), ist SC2 bei ihnen unten durch. Leider ist es als eSport mittlerweile nicht mehr wirklich spannend, weil man tiefes Verständnis braucht, um die Feinheiten im Gameplay festzustellen – Wissen, dass die meisten Spieler unterhalb Master League nicht haben. Für alle anderen ist es immer die selbe Abfolge von Builds.