Der Chef eines Action-Spiels versteht nicht, warum PC-Spieler unbedingt 120 FPS für sein Game brauchen: „Es ist kein Shooter“

Titelbild Dawn of Bloodwalker Ausschnitt Trailer

Blood of Dawnwalker kämpfte zum Release mit technischen Problemen. Der Chef des Teams meint, man wolle sich um die Probleme kümmern. Gleichzeitig verstehe er aber nicht, warum PC-Spielern 120 FPS so wichtig seien. Denn das Action-RPG mit Vampiren sei schließlich kein Shooter.

The Blood of Dawnwalker ist mittlerweile auf dem PC und den Konsolen erschienen, aber vor allem auf dem PC gab es einige technische Probleme mit dem Spiel.

Mittlerweile hat sich Konrad Tomaszkiewicz, der Chef des Spiels gemeldet und erklärt, dass man die Leistung des Action-Spiels auf dem PC verbessern wolle. Gleichzeitig meinte er, dass er nicht verstehen würde, warum Spieler 120 FPS erreichen wollen.

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The Blood of Dawnwalker zeigt im Trailer das schreckliche Schicksal des Hauptcharakters

Ist die Framerate in einem Action-RPG nicht so wichtig wie in einem Shooter?

Das sagte Tomaszkiewicz: Gegenüber dem Magazin Eurogamer erklärte er, dass die vielen verschiedenen PC-Konfigurationen eine Optimierung zu einer herausfordernden Angelegenheit machen würde:

Wir beobachten das, wir versuchen, die Leute nach ihrer Hardware zu fragen, und wir versuchen, die Fehler zu beheben. Aber ja, wenn man sieht, dass das Spiel gut läuft – mit über 60 FPS –, die Leute sich aber trotzdem beschweren, dass es nicht 120, sondern nur 90 oder 70 sind (…) Ich verstehe das zwar, aber in diesem Spiel geht es um etwas anderes. Es ist kein Shooter – es ist kein Spiel, bei dem das so wichtig ist. (…)

Aber die Leute wollen eine gute Leistung oder eine Leistung, die über gut hinausgeht: Das ist in Ordnung. Wir arbeiten daran und werden auch weiterhin daran arbeiten.

Warum ist eine hohe Framerate trotzdem wichtig? Grundsätzlich mag es stimmen, dass ihr in einem Einzelspieler-RPG wie The Blood of Dawnwalker keinen großen spielerischen Vorteil von einer hohen Framerate habt, wenn man das mit einem Shooter vergleicht. Dennoch sollte man eine geringere Eingabeverzögerung (Input-Lag) und eine bessere Reaktionsfähigkeit selbst in einem Einzelspieler-Titel nicht unterschätzen.

Wer außerdem regelmäßig auf hohen Frameraten spielt und diese gewohnt ist und dann auf 60 FPS oder weniger spielen muss, merkt diesen Unterschied deutlich. Dann fühlt sich Gameplay plötzlich behäbig und schleppend an.

Denn für das menschliche Auge wirken Bewegungen mit einer hohen Framerate einfach flüssiger, egal ob es sich am Ende um einen Shooter, ein Action-RPG oder eine Bus-Simulation handelt. Denn das Auge bzw. das Gehirn erhält mehr Zwischenschritte bei schnellen Bewegungen, wodurch Kantenziehen und Unschärfe verringert werden.

Viele Spieler achten beim Gaming vor allem auf hohe FPS-Zahlen. Doch dieser Zähler täuscht oft über die Leistung und die Qualität des Spiels hinweg. Denn am Ende kommt es auf viele andere Details an, ob ein Spiel wirklich gut läuft und optimiert ist. Und mit einfachen Tipps könnt ihr selbst herausfinden, ob euer Spiel optimiert ist oder nicht: Der FPS-Zähler ist eine Lüge: Denn er täuscht darüber hinweg, wie gut euer Spiel wirklich läuft

Quelle(n):
  1. wccftech.com

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