Der neue Chef von Blizzard spielt WoW – und vermutlich besser als ihr

Einer der beiden Blizzard-Chefs ist auch in World of Warcraft ziemlich kompetent. Mike Ybarra reißt locker Dungeons auf „Mythisch+20“ und streamt das.

Ein Vorwurf, den sich Entwickler und Chefs von Spiele-Firmen immer wieder anhören müssen ist: „Die kennen ihr Spiel doch gar nicht und spielen es überhaupt nicht selbst!“ Das ist in vielen Fällen blanker Unsinn: Ein Studio-Chef beweist nun ganz klar, dass es schlicht nicht stimmt. Einer der beiden neuen Chefs von Blizzard spielt nämlich ausgiebig World of Warcraft – und das vermutlich viel besser als die meisten von euch.

Wer ist das? Mike Ybarra ist seit einigen Wochen zusammen mit Jennifer Oneal an der Spitze von Blizzard. Die beiden haben als Duo den alten Chef J. Allen Brack ersetzt, der im Zuge des Sexismus- und Diskriminierungsskandals bei Blizzard seinen Posten geräumt hat.

Mike Ybarra hat vor seiner Karriere bei Blizzard bereits bei anderen großen Spieleschmieden gearbeitet. So war er als Manager unter anderem mit Spielen wie Age of Empires Online oder Ryse: Son of Rome beschäftigt.

Jetzt hat er auch angefangen, wieder auf Twitch zu streamen.

Was spielt er so? In einem mehr als 3-stündigen Stream zeigte Ybarra, dass er World of Warcraft nicht nur in der Theorie kennt, sondern auch ein ziemlich kompetenter Spieler ist. Zusammen mit seiner Gruppe wagte er sich nämlich an einige Dungeons der Stufe „Mythisch+20“ – das ist selbst für erfahrene Spieler eine ziemlich große Sache und nur die wenigsten sind in der Lage, diese Dungeons innerhalb des Zeitlimits zu meistern.

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Das gelang ihm auch bei „Die Andre Seite“ und „Nebel von Tirna Scithe“ ziemlich einfach. Beim Dungeon „Die Spitzen des Aufstiegs“ scheiterte die Gruppe allerdings knapp, denn der letzte der 3 Minibosse vor dem Endboss ist mit den aktuellen Affixen besonders eklig zu spielen.

Besonders amüsant ist dabei, dass Ybarra noch immer mit einem legendären Gegenstand der Stufe 235 herumläuft, obwohl er das noch 2x hätte aufwerten können. Er beschwert sich allerdings über die Preise auf seinem Realm und ist nicht bereit, seinen Großteil seines Goldes für ein Upgrade auszugeben:

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Was bedeutet das? Für die Blizzard-Community ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen, wenn sich einer der Chefs so offen zeigt und auch auf Twitch streamt. Er hat dabei bereits angeboten, Fragen zu seiner Arbeit aber auch spielmechanische Fragen zu beantworten. Das lässt ihn nicht nur kompetent erscheinen, sondern gibt den Spielern auch ein wenig der Offenheit, die sie sich lange von Blizzard und der Führungsebene wünschen.

Ob diese Streams zu einer Regelmäßigkeit werden, kann nur die Zukunft zeigen.

Übrigens ist Ybarra auf Twitch nicht nur Blizzard-Spielen verschrieben. Er hat auch vor, in andere Spiele reinzuschauen, um etwa mal Final Fantasy XIV mit dem Gildenchef von Complexity-Limit zu zocken. Ob das nur ein unverbindliches Angebot war oder wirklich mal in einer „WoW-Profis spielen Final Fantasy“-Session mündet, bleibt ebenfalls abzuwarten.

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Was haltet ihr vom Verhalten des Blizzard-Chefs? Eine coole Sache, dass der auch auf Twitch streamt und zeigt, was er so kann? Oder sollte man in seiner Position lieber nicht als Streamer agieren?

Quelle(n): icy-veins.com, stevinho.justnetwork.eu
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YeXiu

Wenn er genauso gut Chef ist wie er spielen kann denn kann es ja erstmal nur Bergauf gehen.
Beweisen muss er sich erstmal und denn kann weitersehen.

Scaver

Das er es spielt ist an sich schon mal gut. Aber M+20 ist jetzt kein Maßstab. Weder für gutes PvE (das sind Raids, vor allem auf Myth) oder gar PvP.
Am Ende werden wir sehen, was es bringt, dass er M+ spielen kann (den Mini Bruder von Raids).

Chitanda

+20 kein maßstab…joa…genau…und Politiker haben keinen dreck am stecken…

Zid

“Mini Bruder von Raids”? 😀 Manchmal habe ich echt das Gefühl, du spielst ein anderes Spiel als wir alle.

Glaube so ziemlich jeder High End PvE Spieler, wird die Schwierigkeit von M+ Dungeons ab einem bestimmten lvl als deutlich anspruchsvoller bewerten, als den aktuellen Raid.

Nightstalker314

Was die Preise für Legendaries betrifft: Kann es sein, dass es auf US Servern generell schlechter aussieht? Auf Blackhand-EU sind die Rohlinge spottbillig meiner Meinung nacht.

Scaver

Ist die Frage, was billig oder teuer ist.
Mein 6er Rohling hat mich minimal über 100k gekostet.
Nicht wenige in meiner Gilde haben nicht mal soviel Gold (gut, andere haben dafür das AH Mount und könnten es sich noch mal holen ^^).
Ist halt immer relativ. 100k war auch meine Schmerzgrenze… gut die 200G oder so die es drüber lag, das hat mich nicht interessiert.

tom

Verstehe nicht das soetwas als Positiv dargestellt wird, sollte das nicht eine Vorrausetzung sein das ich mich mit dem Produkt das ich verkaufe beschäftige und damit auskenne?

Scaver

Beschäftigen heißt nicht, dass man es selber aktiv spielen muss.
Aber es ist hilfreich. Rest hat Cortyn ja schon erklärt.

Leyaa

Es wäre schön, wenn das mehr als Schadensbegrenzung und “Wiedergutmachungsaktion” wäre. Noch bin ich aber skeptisch. Wäre allerdings eine positive Richtung, die vom neuen Chef vorgelebt wird.

Xhini

Komisch, dass er sich dann einen HC Raidboost kaufen musste und damit Boosting unterstützt 😀

Xhini

Boosting ist ein Störfaktor, man macht das Tool auf und findet erstmal 20 Boosting Gruppen. Sowas als blizz Mitarbeiter zu unterstützen ist durchaus verwerflich, normalerweise regen sich ja auch alle darüber auf, nur jetzt ist es ok wo der neue blizz Mitarbeiter irgendein vermeintlich cooler Typ ist
Zumal verdient Blizzard ne Menge Kohle durch die ganzen Boosting communities, was vermutlich auch der Grund ist warum sie es nicht ganz verbieten

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Xhini
Scaver

Boosting ist von Blizzard offiziell erlaubt!
Lediglich die Werbung dafür ist etwas eingeschränkt worden, aber grundsätzlich ist es erlaubt. Somit ist es auch nichts verwerfliches, einen Boost zu kaufen.

Chitanda

und warum weil blizz daran schön mitcasht (wow marke)

Chitanda

Muss immer wieder schmunzeln wie jetzt alle denken das alles besser wird^^

Cron

Tatsächlich ist es belegt, dass nach so starken Einbrüchen ein erheblicher Wandel erfolgt. Dafür gibt es genügend Beispiele. ActiBlizz kann es sich nicht erlauben, dieses Problem nicht passend auszubügeln. Klar werden Überstunden etc. bestehen bleiben. Das ist aber ein Problem der gesamten Branche. Nicht nur die Mitarbeiter von Blizzard haben in den letzten Jahren gesehen, das man sich trauen kann gegen so etwas vorzugehen. Ich denke auch nicht das die Behörde in California aus jucks und dollerei angefangen hat zu ermitteln. Sondern das sich einige Personen an sie gewandt haben.

Chitanda

Und tatsächlich ist Activison Blizzard immernoch ein Aktienführendes Unternehmen welches Gewinn erwirtschaften muss. Im Idealfall immer mehr als im Vorjahr um die Aktionäre mit einer Dividende zufrieden zu stellen. So wie kommt nun das Hause Blizzard an Gewinne?
In dem Sie Spiele verkaufen und Abos generieren oder nen Schnulli für die Ingameshops machen oder oder oder.
Und Activison gab mal einen Plan raus alle 2 Jahre nen WoW-Addon. So November 2020 release von SL. Sprich Q4 2022 müsste theoretisch das nächste Addon kommen. Damit auch die Anleger zufrieden sind. Wir haben jetzt Q3 2021 also noch 1 Jahr 3 Monate bis dahin. Das ist wenig Zeit zumal man nichtmal seitens Blizz was zum SL Nachfolger gehört hat.

Ich freue mich für die Blizzmitarbeiter wenn sie wieder bessere Arbeitsbedingungen haben, dies führt aber Zwangsläufig nicht dazu das es ein besseres WoW wieder geben wird da der Gelddruck viel zu groß ist. Durch diesen Gelddruck den die Aktionäre ausüben und die Firmenobersten ist ja WoW erst in den Zustand gekommen wie es jetzt ist.

Arbeitsbedingungen sind das eine Arbeitsvorgaben (Geld,Zeitrahmen usw..) an denen sich trotz des skandals nichts ändern wird das andere…daher mein schmunzeln wenn immer alle denken wow wird jetzt wieder soooo toll.

Cron

Stimme ich dir voll und ganz zu. Bedeutet aber zwangsläufig nicht nur weil man auf Gewinne aus ist das man keine gute Spiele machen kann. Ich denke das die Arbeitssituation und Föderungsmoral einen großen Teilbeitrag zu schlechten Entwicklung geleistet hat. Die Entwickelung bei WoW liegt aber schlicht weg an dummen Design Entscheidungen die aufgrund der veralteten Engine getroffen werden musste. Ich kann mir nicht vorstellen das die Entwickler sagen würden: “Timegating ist das wir wollen!”. Die Engine ist schlichtweg so alt das Blizzard erhebliche Probleme damit hat neue Mitarbeiter in den Code einzuarbeiten. Das kostet so viel Zeit das auch die alt Eingesessenen kaum Content schaffen. Ergo sollten Sie WoW mit dem nächsten Addon zu ende bringen. Die Spieler würden ohne Probleme zu einem WoW 2.0 wechseln, auch wenn viele an den Charakteren hängen. Für ein neues Warcraft MMORPG würde jeder WoW stehen und liegen lassen. Mit neuer Engine könnte sich Content soviel leichter und vor allem besser realisieren lassen. Da kommt deine Argumentation in spiel. Warum sollten sie das tun, wenn die Spieler sich auch jetzt immer noch melken lassen.

Chitanda

denke nicht das viele evtl wechseln würden da wirklich nen großteil an genau dieser engine hängen und diese mögen.

Scaver

Die Spieler würden ohne Probleme zu einem WoW 2.0 wechseln,
Dazu gab es mal Umfragen und das Ergebnis sah, gerade wenn es ein 100%iger Neuanfang wird, nicht gerade gut aus.
Allerdings ist das schon einige Jahre her (zu Zeiten von Projekt Titan).
Aber viel anders wird es heute nicht sein. Wenn WoW uns einfach weggenommen wird und man muss sich ein neues WoW kaufen und von vorne Anfang und von Inhalt, der Story, der Grafik usw. ist es nicht mehr WoW… dann werden viele da wohl drauf verzichten.

Richtig ist, dass eine neue Engine vieles erleichtern würde. Aber wenn es dann nicht mehr WoW ist, dann sollen sie lieber ein ganz anderes MMORP draus machen und die parallel laufen lassen.
Sobald Blizzard WoW schließt war ich da mal Kunde. Dann werde ich nie wieder etwas von Blizzard kaufen oder auch nur spielen!

Wenn sie es schaffen würden, z.B. mit der nächsten Erweiterung die Engine auszutauschen, aber eben das Game bleibt wie es ist, auch von der Grafik her (bissel aufgefrischt, aber im Grunde die selbe Grafik, gab es ja schon 2x) dann wäre das super.
Alle hätten noch das selbe WoW und doch wäre so viel mehr und neues möglich.
Housing, Gilden Festungen, ausbaubare Schiffe (kk, machen nun keinen Sinn mehr, hätte in BfA Sinn gemacht).
Allerdings kostet so etwas MILLIONEN, bei nem Game wie WoW sicher im oberen Bereich. Man muss bedenken, dass man vermutlich kaum etwas konvertieren kann. Vermutlich muss jedes Item, jedes Asset etc. komplett neu erschaffen werden.
Von UE3 auf 4 ist sowas easy, aber auf eine ganz neue fremde Engine… da wird unmöglich was zu machen sein.

Misterpanda

Ich hatte so auf die ausbaubaren Schiffe in BfA gehofft… Stattdessen die dämliche Halskette als “Hauptfeature”. Zeigt halt was WoW geworden ist, die Lange-Farmen Formel ohne Innovation.

Chitanda

Das ist der einzige Grund für dich nichts mehr bei Blizzard zu kaufen? Wenn sie wow abschalten? Megafanboy…weia…hauptsache du kannst zocken aber wie die Mitarbeiter behandelt werden interessiert nich…einfach nur peinlich…

Mana7ee

Also ich denke, dass jetzt alles besser wird.

Indivion

Ich sehe endlich wieder Hoffnung bei Blizzard. Hoffnung auf Wandel will Mehr davon.

Cron

Das ist für mich einer der positivsten Nachrichten rund um Blizzard innerhalb der letzten 5 Jahre. Egal ob das einen Marketing Hintergedanken hat oder nicht. Das WoW schon seit Jahren mit Problemen zu kämpfen hat weiß jeder. Das könnte aber eine neue Verbindung für die Spieler sein. Vor allem wenn einer der obersten Chefs direkt die Vibes der Community auffangen kann. Ich denke das dieser Skandal das “beste” ist, was Blizzard passieren konnte. Natürlich nicht das geschehene an sich. Allerdings bringen solche Ereignisse immer einen großen Wandel mit sich. Es muss immer erst was schlimmes passieren, damit Unternehmen, Politik oder die Mitte der Gesellschaft kapieren, das sich etwas ändern muss. Ich bin fest überzeugt das Blizzard stärker und besser aus dieser schweren Zeit hervorgeht. Ybarra setzt hier ein gutes Zeichen für die Spieler. Wenn man den Entwicklern jetzt noch ein sicheres und gutes Umfeld schafft, kann Blizzard wieder zu alten erfolgen zurück kehren. Allerdings wird das wohl erst in einigen Jahren der Fall sein, für die Spielegeneration nach Diablo IV, Immortal und Overwatch 2. Für mich ist das auf jeden Fall eine sehr positive Nachricht! Bitte mehr davon!

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Cron
VValdheim

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