Billig-Maus gegen teures Top-Modell: Wie stark spüre ich 90 Euro Preisunterschied?

Wer sich eine Gaming-Maus kaufen möchte, der kann viel Geld investieren. Doch merkt man überhaupt, dass man teure Hardware in den Händen hält? MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann hat zwei Mäuse verglichen und auch einen Tipp für Leute, die eine Maus kaufen möchten.

Gaming-Mäuse gibt es auf dem Markt in verschiedenster Größe und zu ganz unterschiedlichen Preisen. Während ihr bei Onlinehändlern bereits Gaming-Mäuse für 10 Euro bekommt, bieten euch andere Hersteller Gaming-Mäuse für deutlich mehr als 100 Euro an.

Doch lohnt es sich überhaupt, so viel Geld in eine Gaming-Maus zu investieren und merkt man überhaupt den Preisunterschied? Ist eine billige Maus wirklich viel schlechter als ein teures Top-Modell?

Ich habe den Test an zwei Mäusen gemacht und erkläre euch, warum der Preis am Ende für eure Kaufentscheidung nicht die größte Rolle spielen sollte.

Welche Mäuse habe ich verglichen? Bei der günstigen Gaming-Maus handelt es sich um die DVA Wireless Maus “Pink Rabbit”. Ein namhafter Hersteller steht nicht hinter dieser Maus. Ich habe mich bewusst für so ein günstiges Modell entschieden. Ihr bekommt die Maus aktuell für 15 – 17 Euro bei Amazon.

Bei dem Top-Modell handelt es sich um Razers Naga Pro. Unseren umfangreichen Test zur Razer Naga Pro könnt ihr auch auf MeinMMO lesen. Razers Maus bekommt ihr bei Amazon aktuell für 133 Euro.

Was bieten günstige Gaming-Maus und Highend-Gerät?

In diesem Abschnitt stelle ich euch beide Mäuse einmal kurz vor und erkläre die Besonderheiten und Details. Außerdem könnt ihr zu jeder Maus ein paar Bilder bewundern.

“Pink Rabbit”

Zuerst fällt natürlich das coole blau-rosa Design auf, welches verdächtig nach einem Team-Shooter aussieht, den ihr sicher schon gespielt habt.

Die Maus bietet außerdem eine angenehme, bequeme Ergonomie und setzt auf Funkverbindung mit Dongle. Dank Zusatztaste kann man direkt die DPI-Stufe der Maus umstellen. 

Das Mausrad fühlt sich nicht hochwertig an und es gibt auch keine Software, mit der man Beleuchtung oder andere Funktionen einstellen könnte.

Razer Naga Pro

Die Maus liegt angenehm in der Hand und bietet eine tolle Haptik. Hier macht sich Razers jahrelange Erfahrung bei Peripherie für Gamer bemerkbar. Hinzu kommt eine sehr schnelle Wireless-Verbindung und Razers hauseigener hochpräziser “Focus+”-Sensor. Im Inneren der Maus verbaut Razer ihre langlebigen “Optical Mouse Switches” und auch sonst wirkt die Maus sehr hochwertig.

Hinzu kommt, dass Razers Naga Pro auch sonst viele Zusatz-Features bietet. So könnt ihr etwa die Seitenteile austauschen und die Maus auf diese Weise für verschiedene Genres verwenden.

Die Software hingegen wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich und bietet viele Funktionen, die einige User sicher nicht nutzen werden. Auch der Wechsel der Seitenteile dürfte nicht alle User ansprechen.

Günstige vs teure Maus – Eine günstige Maus muss nicht schlechter sein

Sowohl die teure Highend-Maus als auch das günstige, unbekannte Modell haben ihre Vorteile.

Das kann die günstige Maus: Das günstige Modell bietet ein geniales Design und unglaublich leise Klicks. Das ist vor allem eine Stärke, wenn euch laute Mausklicks furchtbar auf die Nerven gehen. Hinzu kommt eine gute Akkulaufzeit im Wireless-Modus. Die Latenz ist höher als bei einem teuren Modell, aber für Gelegenheitsspieler dürfte sowas keine Rolle spielen. Vor allem die leisen Klicks und die gute Akkulaufzeit machen die Maus zu einem guten Begleiter, wenn ich einmal unterwegs bin.

Das kann die teure Maus: Das teure Modell bietet euch eine bei Weitem bessere Verarbeitung. Hier knarzt nichts und ich bekomme auch nicht das Gefühl, dass mir irgendwann der Ladeanschluss aus der Maus bricht. Der Sensor ist deutlich präziser und ihr bekommt eine sehr viel umfangreichere Software. Ihr könnt viel mehr Einstellungen vornehmen und die Maus auf eure persönlichen Bedürfnisse einstellen.

Wie stark spürt man den Unterschied? Vor allem bei der Verarbeitung und bei der Software merkt man, dass die Maus von Razer deutlich teurer ist. Ebenfalls spürbar ist der Feature-Unterschied, hier muss man aber auch bedenken, dass die Naga Pro schon eine Maus für Spezialisten ist.

*Affiliate-Links. Wir erhalten bei einem Kauf eine kleine Provision von Amazon. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Außerdem bin ich der Meinung, dass der Preis nicht die wichtigste Rolle beim Kauf einer Maus spielen sollte. Stattdessen solltet ihr auf persönliche Bedürfnisse achten.

Der Preis sollte für den Kauf einer Maus nicht die Hauptrolle spielen

Das ist mein Tipp: Wollt ihr euch eine Gaming-Maus kaufen, dann lasst euch nicht vom Preis beeindrucken. Im schlimmsten Fall zahlt ihr 150 Euro für die Maus, doch das Gerät passt überhaupt nicht zu euch und eurem Spielstil. Hier solltet ihr euch etwa überlegen, wie viel DPI eure Gaming-Maus braucht.

Ich empfehle euch daher, Mäuse vor dem Kauf auch einmal in die Hand zu nehmen oder sie zum Test zu bestellen. Denn es gibt kein Rezept für die beste Maus:

  • Jede Hand ist anders und jeder User bevorzugt andere Grifftypen.
  • Auch beim Gewicht bevorzugt jeder Gamer etwas anderes.
  • Kabelgebunden oder eine Wireless-Variante spielt ebenfalls eine Rolle.
  • Zusatztasten oder Funktionen wie Zusatzgewichte können bei der Kaufentscheidung ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Es gibt ergonomische und beidhändige Mäuse. Beide Typen haben Vor- und Nachteile. Wer lange mit einer ergonomischen Maus gespielt hat, für den ist eine beidhändige Maus gewöhnungsbedürftig.

Ausprobieren kann euch hier einiges an Geld sparen. Ich selbst habe mir damals aus Interesse für 100 Euro die Logitech G903 gekauft. Doch die Form der Maus passt gar nicht zu meiner Hand, seitdem steht die Maus unbenutzt im Schrank und muss traurig zusehen, wie ich andere Mäuse nutze. Wenn ich im Geschäft stehe und eine Maus ausprobiere und gleich das Gefühl habe, “diese Maus muss ich haben”, bereue ich den Kauf fast nie.

Eure „beste“ Maus kann also durchaus auch eine günstige 20-Euro-Maus sein. Wichtig ist, dass ihr mit ihr problemlos zocken könnt, keine Krämpfe in der Hand bekommt und sie gut greifen könnt.

Wie halte ich meine Gaming-Maus richtig? 3 Grifftypen einfach erklärt

Grundsätzlich lässt sich jedoch feststellen, dass ihr für Geld viele Features und Funktionen bekommt. Braucht ihr die eierlegende Wollmilchmaus im Gaming-Bereich nicht, dann bekommt ihr für weniger Geld bereits Mäuse mit weniger Funktionsumfang. Sucht ihr etwa nur eine ergonomische Maus für Ego-Shooter, dann dürftet ihr mit der Roccat Kone Aimo Remastered oder mit einer Logitech G502 Hero bereits glücklich werden.

Was denkt ihr? Habt ihr bereits eure Lieblingsmaus gefunden? Ist euch der Preis egal oder habt ihr bestimmte Vorstellungen, wenn ihr eine Maus oder andere Hardware kauft?

Die besten Gaming-Mäuse haben wir von MeinMMO hier übrigens für euch mit Stärken und Schwächen aufgezählt:

Die besten Gaming-Mäuse, die ihr aktuell kaufen könnt

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Stefan

Nur schade das in dem Artikel nur die 0815 Gamingmäuse von Herstellern die Razer, Logitech und Roccat erwähnt werden. Interessante Hersteller wie Ninjutso, Xtrfy und andere werden gar nicht getestet. Dabei ist die Ninjutso Origin One X einfach ne Klasse Maus. Bei der MZ1 von Xtrfy muss man sixh erst mal ein gewöhnen aber wenn man das geschafft hat dann ist die Maus für Shooter einfach nur Klasse. Ultra leicht, Klasse Sensor und die Switches sind über jeden Zweifel erhaben.

DDuck

Ich hab nichts gegen günstige HW, oder auch andere Sachen, in anderen Bereichen. Ich bin kein Markenfetischist oder -Fanboy. Solange etwas das tut, was es soll, sodass ich vernünftig meinem Hobby und meiner Leidenschaft vernünftig nachgehen kann, ist es absolut Wumpe, ob eine Maus, Tastatur oder ein Paar Fußballschuhe nun 20 € oder 200 € kostet. Klar gibt es verschiedene Geschmäcker: die günstige Maus liegt vielleicht nicht so gut in der Hand wie eine Razer oder Logitech, rein technisch sind wohl die wenigsten, der 0815-Freizeitgamer in der Lage den Unterschied überhaupt zu spüren.

Etwas bedenklich finde ich in dem konkreten Fall hier, dass wir hier ein Produkt haben, welches offensichtlich mit geschützten Logos, Schriftzügen, etc. bedruckt ist, aber wohl sehr wahrscheinlich nicht von Blizzard lizenziert ist. Ich mein jeder soll kaufen, was er will. Ich habe mir auf der GC auch mal ein LoL-Mauspad gekauft, welches zu 100% kein Lizenzprodukt ist. Allerdings habt ihr ja schon eine recht große Reichweite und so cool ich den Artikel und so interessant ich das Thema auch finde, werbt ihr ja schon irgendwie recht ordentlich für diese Maus. Zumal ihr sie auch noch verlinkt.

L4ch3s1s

Zu meinen Gaming Zeiten ging für mich nix über die Razer Lachesis oder die deathadder – die deathadder war mir leider immer etwas zu globig weshalb ich Jahre später nochmal ne lachesis über eBay ergattert habe. Jetzt außerhalb des Gamings hab ich ne 20€ logitech die zwei Bluetooth Speicherplätze für verschiedene Rechner hat – zocken würde ich damit aber nicht. Eine Maus wie die naga oder wie die heißt kam nie in Frage da ich bspw kein wow gezockt habe (hier mag die programmierbarkeit eine Rolle spielen) – ob ich die LEDs mit der Software von blau auf grün stellen kann war mir immer Latte. Beim zocken muss die Maus passen und das ist unabhängig vom Preis (Gewicht, feeling, Präzision entscheidet) für alles andere ist es egal welche man verwendet.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von L4ch3s1s
Tronic48

Meine Maus hat gerade mal 7€ gekostet, und sie hat sogar nen Licht Effekt, hehe
Die habe ich jetzt schon seit 3 Jahren, und immer noch Top, jede Bewegung oder Tastendruck kommt sofort an, bin mehr als zufrieden.
Wer mehr Geld ausgibt ist selber schuld, oder hat Zuviel davon.

Jetzt mal ehrlich, wir/ich sind doch keine Profi Spieler, wie z.B. die beim eSport oder sonstigen Veranstaltungen, wir sind Hobby Gamer, wozu also soviel Geld für eine Maus ausgeben, man Spielt gegen andere Spieler im PVP z.B. oder im PVE gegen Npcs, was spielt es da für eine Rolle ob man mal verliert oder Gewinnt, es geht eventuell nur um den eigenen Stolz.

Ich jedenfalls würde nie 50 oder gar mehr als 100€ für eine Maus ausgeben, aber jedem das seine.

L4ch3s1s

Bei Shootern merkst du die dpi Unterschiede definitiv auch als nicht Profi. Deine 7€ Maus hat evtl 800-1000 ne 50€ wohl eher Richtung 4000 – 20000 (was krank ist). Aber bei der Reaktion gebe ich dir recht das interessiert den normalen Gamer wohl eher weniger ob es 0.5 oder 0,6 ms sind 😂

Tronic48

Na etwas höher ist der DPI Wert meiner Maus dann doch, so um die 2000

L4ch3s1s

Sry da bin ich wohl einfach zu lange raus aus dem Gaming Bereich ;-). Ich Fan früher zumindest die dpi wichtiger als die ms im klickbereich. Fakt ist die Peripherie muss dem Anwender taugen ned auf dem Papier gut aussehen.

Tronic48

Da stimme ich dir zu, Richtig.

Nico

naja alleine in sachen genauigkeit stinkt die 10 euro maus doich ab

Alex

Seit ich eine Maus mit 12 Seitentasten benutze, will ich nichts anderes mehr nutzen, wenn man sich einmal an die Vorteile gewöhnt hat und mit dem num pad gut umgehen kann will man das nicht mehr missen, auch außerhalb von mmorpgs.

Benedict Grothaus

Kann ich voll verstehen. Hab auch 12 Daumenrasten seit Jahren, teilweise mehrfach belegt. Unter bestimmten Umständen kann man damit sogar komplett einhändig spielen und nebenher noch was futtern, wenn der Boss gerade nicht absolute Aufmerksamkeit erfordert. Echt angenehm.

Alex

Ohja deswegen hatte ich in Classic Jäger gespielt, bei Bossen wo man nicht irgendwo großartig rum rennen musste schön mit Einer Hand gespielt und neben bei Käffchen getrunken 😅

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