Er schuf eine der emotionalsten Geschichten in Mangas, pausiert sein neues Werk, weil er keine KI nutzen darf

Gute Nacht Punpun Titel title

In der Manga-Branche in Japan gibt es strenge Regularien, was den Einsatz von KI betrifft. Das führt bei einem Autor dazu, dass er sich in eine zeitlich unbegrenzte Pause begibt, bis die Regelungen gelockert werden. 

Welcher Autor steckt dahinter? Inio Asano ist der Autor von „Gute Nacht, Punpun“ und pausiert gerade seinen neuen Manga „Mujina Into the Deep“, der seit 2023 läuft. 

Vor allen Dingen ist sein Manga Gute Nacht, Punpun für seine emotionale Story bekannt. Die Geschichte spielt nämlich aus der Sicht eines 11-Jährigen, dessen Vater Alkoholiker und gewalttätig gegenüber seiner Mutter ist. Die Mutter ist suizidgefährdet. 

In dem Manga flieht er aus seinem Alltag in Fantasiewelten und muss sogar zu seinem arbeitslosen Onkel ziehen, als sein Vater seine Mutter ins Koma prügelt und sich seine Eltern scheiden lassen. Der Manga ist in den Jahren 2007 bis 2013 und deshalb noch vor dem Zeitalter der künstlichen Intelligenz entstanden. Doch ohne diese weigert sich Asano, gerade sein aktuelles Werk fortzusetzen. 

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90 % der Umgebungen des Mangas werden mit KI erstellt

Wofür nutzt er KI? Wie Asano in einer Talkshow verrät, erstellt er zunächst ein 3D-Modell seiner Umgebungen im Manga. Dafür nutze er Software wie Blender oder Unreal Engine. 

Das gehöre zu seinem Schaffensprozess. Bevor er irgendeine Geschichte entwickle, wolle er zunächst wissen, wie die Umgebung aufgebaut ist. Er vergleicht sich dabei mit dem Erstellen eines Videospiels wie GTA. Das Interview könnt ihr euch hier ansehen:

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So erstelle er beispielsweise echte Orte, um authentische Layouts von Städten zu erhalten. Basierend darauf könne er dann Geschichten entwickeln. Er persönlich würde so bei 90 % der Umgebung seines Mangas vorgehen. 

Wieso legt er die Pause ein? In Japan ist die Nutzung von generativer KI unter professionellen Künstlern, aufgrund von Bedenken bezüglich der Urheberrechtsverletzung, verboten. 

Doch die Nutzung von KI beschleunigt den Prozess von Asano dramatisch. Er wolle die 3D-Modelle nicht per Hand erstellen. Deshalb entschließt er sich, den Manga erst einmal zu pausieren. Er hoffe, dass das Verbot der Nutzung von KI im Jahr 2027 aufgehoben werde und er dann zurückkehren könne. 

Wie seht ihr das? Findet ihr es schlimm, dass Asano seine Umgebungen zunächst per KI erstellt und basierend darauf seine Geschichte entwickelt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. 

Auch im Anime-Bereich ist KI verpönt. Hier haben bereits mehrere Unternehmen den Versuch unternommen, echte Synchronsprecher durch KI-Stimmen zu ersetzen. Wie das ankommt, lest ihr hier: Amazon veröffentlicht mehrere Anime mit KI-Stimmen, sind so schlecht, dass sie Fans entsetzen

Quelle(n):
  1. Dexerto

Kommentare

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1 Kommentar
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Greenbeast

Ich bin da ein Haarspalter. Wenn er nur mit KI die Modelle erstellt und dann selbst zeichnet. Faktisch gesehen, nichts KI.
Wenn Sony Sachen verkaufen kann, die ihnen nicht gehören, dann ist das hier lächerlich.

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