Um das Kickstarter-Projekt „Ashes of Creation“ gibt es aktuell etwas Wind. Das Spiel hat schon viel Geld eingenommen, Vorwürfe eines „Pyramiden-Systems“ kamen auf. Das MMORPG setzt auf ein Referral-System. Wer neue Spieler wirbt, verdient echtes Geld an ihnen.
Ashes of Creation ist ein MMORPG, das gerade auf Kickstarter eine Menge Geld einspielt und Staub aufwirbelt. Das Spiel setzt auf frische Ideen im Game-Design, aber auch im Marketing. Die kommen bei einigen Fans nicht ganz so gut an.
um damit ihre Abo-Kosten für Ashes of Creation zu finanzieren,
um sich im Shop des Spiels Items zu kaufen
um sich das Geld Cash auszahlen lassen. Und genau hier liegt der Knackpunkt
Pyramidensystem-Vorwürfe
Das Ganze ist deshalb so pikant, weil der Chef der Firma hinter Ashes of Creation, Steven Sharif, früher in einem sogenannten „Multi Level Marketing“-Unternehmen tätig war. Diesen Unternehmen wird vorgeworfen, auf ein Schneeballsystem zu setzen.
Das ist ein System, das wie eine Pyramide aufgebaut ist.
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Pyramiden-Systeme laufen so, dass man Sub-Unternehmer findet, die Produkte und Lizenzen kaufen und diese wiederum an eigene Subunternehmer weiterverkaufen. Dann ist man an deren Profiten beteiligt. Das geht solange gut, wie sich neue „Lizenznehmer“ finden lassen.
Ist man oben auf der Pyramide, kann man eine Menge Geld verdienen. Steht man auf der unteren Stufe der Pyramide, funktioniert das nicht so blendend. Das System benötigt ständig neue Teilnehmer, sonst kollabiert es.
Es gibt Horror-Geschichten von Menschen, die so einen Haufen Geld verlieren. Familien und Freundschaften zerbrechen am Druck, den das System verursacht. Die Produkte, um die es geht, haben oft nur geringen Wert.
Einige Fans von Ashes of Creation fürchten nun, dass so ein „Pyramidensystem“ auch bei Ashes of Creation laufen könnte.
Chef war früher Top-Verkäufer von Säften und Vitaminen in einer „Multi-Level-Marketing“-Firma
Sharif erklärt selbst in einem Posting auf reddit, er habe früher für die Firma Xango Säfte und Vitamine verkauft. Mit 20 war er einer der Top-Verkäufer in der Firma. Das sei aber schon 7 Jahre her, mit 24 ist er ins Investment eingestiegen. Sharif sagt, dass solche „Multi-Level-Marketing“-Firmen einen schlechten Ruf hätten, aber es gebe auch gute.
Ashes of Creation habe damit auf jeden Fall nichts zu tun. Er wache morgens auf und denke nur an das Spiel. Dem gelte seine ganze Leidenschaft.
Referral notwendig, weil Medien nur Geld wollen
Das Referral-System bei Ashes of Creation sei kein „Multi-Level-Marketing“, das habe ja ohnehin nur eine Stufe. Es sei im Prinzip wie ein Affiliate-Programm, das etwa auch Amazon nutze. Das System sei gut fürs Spiel. Man habe sich dazu entscheiden, denn es stärkt die soziale Natur und das Wachstum des Spiels.
Andernfalls müsste man Millionen von Dollars ausgeben, um das Game über Werbung, Facebook oder eMails zu promoten. Damit werfe man Konzernen Geld in den Rachen. Denn die Medien interessierten sich nicht für solche Spiele, sondern nur für Geld und ihren Umsatz.
Referral-Systeme für Cash – Hm
Mein-MMO meint: Wir glauben nicht, dass Ashes of Creation auf ein Pyramiden-System setzt. Aber: Es erreicht schon eine neue Stufe des aggressiven Marketings.
Auch andere Games nutzen solche „Referral“-Systeme. Sogar Blizzard lockt ja mit Belohnungen, wenn andere sich anmelden und nennt das “Refer-a-Friend”. Allerdings: Dabei geht es um „virtuelle Belohnungen“, nicht um Cash wie bei Ashes of Creation.
Diese Art des Referral-Systems „motiviert“ viele Spieler dazu, für das Game zu werben – auch solche, die mit dem Spiel überhaupt nichts zu tun haben. Denen geht es nicht um Leidenschaft, sondern darum ein paar Mäuse zu verdienen.
Auch wir haben schon Einladungen anonym von portugiesischen Menschen über Facebook erhalten, die uns dazu kriegen wollten, in Ashes of Creation zu investieren.
Wer Kopfgeld für neue Spieler ausschreibt, der zieht damit nicht unbedingt eine “leidenschaftliche Community” heran, sondern Söldner.
Dass Medien nur über ein Spiel berichten, wenn das Spiel auch für Unsummen Werbung auf dieser Seite schaltet, ist ein beliebter Vorwurf in der Gemeinschaft der Aluhut-Träger. Im Fall von Ashes of Creation ist es aber nachweislich falsch. Die internationalen MMO-Seiten haben bereits in der Gründungsphase ausgiebig über das Spiel berichtet, auch ohne dass dort Werbung geschaltet worden wäre, weil’s einfach ein interessantes Spiel ist.
Aber wenn jemand damit reich geworden ist, in einem Pyramidensystem Multi-Level-Marketing-System Vitamine und Säfte zu verkaufen, dann hat er sicher einen eigenen Blick auf die Welt.
Aktuell steht Ashes of Creation bei Kickstarter kurz vor 2 Millionen US-Dollar.
Ashes of Creation ist ein Sandbox-Fantasy-Online-Rollenspiel, das von Intrepid Studios entwickelt wird. In dem Studio sind viele ehemaligen Entwickler des gecan...
2.7
Ø User-Wertung
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Würde ich sowieso niemandem je weiterempfehlen, ist auch nur ein weiteres Game für den PvP Zwang Schrottplatz. Leider, ein paar gute Ideen hats ja durchaus auch.
Evtl. greift die ja irgentwann mal ein anderer Entwickler auf, der weniger eingleisig denkt.
Capscreen
vor 8 Jahren
#267842
Ich seh das auf jeden Fall kritisch für Streamer und YouTuber, die evtl. gerade von sowas natürlich angelockt werden, allerdings bei MMO-Spielen eher wenige bleiben und sich am Ende mithilfe von Neueinsteigern die Taschen vollstopfen können. Also wenn man das nur gegen Ingamezeit eintauschbar wäre, würde ich darin kein Problem sehen, aber so.. Hm.. Funktion wird von mir eh nicht genutzt
Bei Schneeballsysteme steht doch unweigerlich ein Investment am Beginn, welches zurückerwirtschaftet werden, und im Idealfall vergroeßert werden soll. (Tschuldigung, gestern alkholfreies Bier über die Tastatur gekippt nun funktionieren einige Umlaute nicht mehr…) Bei dem angedachten System ist das ja nicht der Fall.
Ob das System dem Spiel wirklich gut tut, wage ich zwar zu bezweifeln. Je nach Shopinhalten tippe ich auf pay2win und damit wird´s ein friendbonus2win, bei so aggressivem Marketing hat man ja schon eine leichte Ahnung was da im Shop auf uns zukommen koennte, so ein System muss ja auch genug Anreize schaffen. Bleiben die Spieler aus, wird man die Schraube anziehen und Shopinhalte wichtiger und damit den “Marketingdruck” hoeher machen.
Aber aber…. uhm… Ehrlich. Bin ja auch schockiert, warte gerad auf meine neue Tastatur.
Aijo
vor 8 Jahren
#267808
Habe ein tolles Video gefunden wo es gut erklärt wird alles, auch zum Thema Xango / Sharif. Es wird immer viel Müll erzählt von Trollen oder anderen wo jemand den Erfolg nciht gönnt. Einige denken sie wissen alles besser und erzählen irgendwas.
“Das System benötigt ständig neue Teilnehmer, sonst kollabiert es.” Nein, hier wurde Pyramidensystem mit Schneeballsystem verwechselt. Das Pyramidensystem in dieser Form kann ohne Probleme ewig laufen. Generell ist das keine schlechte Idee um neue Spieler zu finden. Allerdings wenn das Spiel schlecht ist bringt das System wenig, weil die Leute schnell wieder abspringen, was aber auch nicht schlechter als ohne System.
Andere Spiele machen andere Sachen. Bei ESO gibts Gewinnspiele vom Hersteller über 1Mio $ um die Leute ins Spiel zu locken.
Markus Silec
vor 8 Jahren
#267763
Ich finde das System bei Ashes nicht verkehrt, aber gefühlt wäre es schon optimaler den erwirtschafteten Bonus nur in Spielzeit oder den InGame-Shop investieren zu können (sprich die Option auf Auszahlung zu streichen).
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Würde ich sowieso niemandem je weiterempfehlen, ist auch nur ein weiteres Game für den PvP Zwang Schrottplatz. Leider, ein paar gute Ideen hats ja durchaus auch.
Evtl. greift die ja irgentwann mal ein anderer Entwickler auf, der weniger eingleisig denkt.
Ich seh das auf jeden Fall kritisch für Streamer und YouTuber, die evtl. gerade von sowas natürlich angelockt werden, allerdings bei MMO-Spielen eher wenige bleiben und sich am Ende mithilfe von Neueinsteigern die Taschen vollstopfen können. Also wenn man das nur gegen Ingamezeit eintauschbar wäre, würde ich darin kein Problem sehen, aber so.. Hm.. Funktion wird von mir eh nicht genutzt
Bei Schneeballsysteme steht doch unweigerlich ein Investment am Beginn, welches zurückerwirtschaftet werden, und im Idealfall vergroeßert werden soll. (Tschuldigung, gestern alkholfreies Bier über die Tastatur gekippt nun funktionieren einige Umlaute nicht mehr…) Bei dem angedachten System ist das ja nicht der Fall.
Ob das System dem Spiel wirklich gut tut, wage ich zwar zu bezweifeln. Je nach Shopinhalten tippe ich auf pay2win und damit wird´s ein friendbonus2win, bei so aggressivem Marketing hat man ja schon eine leichte Ahnung was da im Shop auf uns zukommen koennte, so ein System muss ja auch genug Anreize schaffen. Bleiben die Spieler aus, wird man die Schraube anziehen und Shopinhalte wichtiger und damit den “Marketingdruck” hoeher machen.
Sry aber spätestens ab “Alkoholfreies Bier” hast du deine Glaubwürdigkeit verspielt 🙂
Aber aber…. uhm… Ehrlich. Bin ja auch schockiert, warte gerad auf meine neue Tastatur.
Habe ein tolles Video gefunden wo es gut erklärt wird alles, auch zum Thema Xango / Sharif.
Es wird immer viel Müll erzählt von Trollen oder anderen wo jemand den Erfolg nciht gönnt.
Einige denken sie wissen alles besser und erzählen irgendwas.
https://www.youtube.com/wat…
“Das System benötigt ständig neue Teilnehmer, sonst kollabiert es.”
Nein, hier wurde Pyramidensystem mit Schneeballsystem verwechselt.
Das Pyramidensystem in dieser Form kann ohne Probleme ewig laufen.
Generell ist das keine schlechte Idee um neue Spieler zu finden.
Allerdings wenn das Spiel schlecht ist bringt das System wenig, weil die Leute schnell wieder abspringen, was aber auch nicht schlechter als ohne System.
Andere Spiele machen andere Sachen. Bei ESO gibts Gewinnspiele vom Hersteller über 1Mio $ um die Leute ins Spiel zu locken.
Ich finde das System bei Ashes nicht verkehrt, aber gefühlt wäre es schon optimaler den erwirtschafteten Bonus nur in Spielzeit oder den InGame-Shop investieren zu können (sprich die Option auf Auszahlung zu streichen).
Genau meine Meinung, das System ist nicht schlecht, aber wieso gleich Echtgeld als Belohnung?
Das ist das gleiche System wie die Gesellschaft Funktioniert und das stört da komischerweise auch niemanden…
Abwarten Tee trinken