In einer Frage-Antwort-Runde mit der Community verrieten die Entwickler von ArcheAge Chronicles am Wochenende erstmals Details zum Bezahlmodell. MeinMMO fasst euch das Wichtigste zusammen.
Was für ein Bezahlmodell soll ArcheAge Chronicles nutzen? Über ein Buy2Play-Modell mit Ingame-Shop soll sich das kommende MMORPG von XL Games auf den Konsolen und dem PC finanzieren. Konkret erklären die Entwickler auf dem offiziellen Discord:
Wir werden keine Pay-to-Win-Mechaniken einbauen, die den Wert der Zeit und Mühe unserer Spieler schmälern. Unsere Kernphilosophie ist es, ein Spiel zu erschaffen, das jeder auf seine eigene Weise genießen kann – egal, ob man Fan von Singleplayer-Actionspielen oder ein langjähriger MMO-Veteran ist.
Unser Geschäftsmodell basiert auf einem Buy-to-Play-Prinzip (B2P – einmaliger Kauf des Spiels) mit optionalen kosmetischen Gegenständen. Unser Ziel ist es, ein faires, spielerfreundliches Monetarisierungsmodell anzubieten, mit dem sich Spieler auf der ganzen Welt wohlfühlen können.
Damit würde sich ArcheAge Chronicles also nicht nur spielerisch spürbar von seinem Vorgänger distanzieren, sondern auch bei der Monetarisierung.
Wie war das nochmal bei ArcheAge? Das erste ArcheAge setzte anfangs auf ein Free2Play-Modell mit optionalem Abo, das für Vielspieler aber kaum ignoriert werden konnte. Denn nur wer das Abo hatte, konnte offline die wichtigen Arbeitspunkte regenerieren und Land für Häuser oder Farmen beanspruchen.
Dazu kam, dass man Tränke für die Auffrischung von Arbeitspunkten und Schutz-Items für den Zufallsfaktor beim Crafting für Geld kaufen konnte. Mit Apex gab’s zu allem Überfluss schließlich auch noch ein Pendant zur WoW-Marke, das den Echtgeldhandel von Gold spürbar ankurbelte.
Der Pay2Win-Einfluss wuchs durch all diese Elemente mit der Zeit, wodurch sich das Bezahlmodell von ArcheAge einen zunehmend schlechteren Namen in der MMO-Community machte. Daran konnte auch die 2019 veröffentlichte Unchained-Version mit Buy2Play-Modell nichts ändern.
Housing wie im ersten Teil
Was verraten die Entwickler noch? In der Q&A-Runde auf dem offiziellen Discord kommen auch viele andere Bereiche des MMORPGs zur Sprache. Viele der Infos kannten wir jedoch schon aus unserem Interview mit XL Games aus dem August 2025.
Beispielsweise, dass ArcheAge Chronicles ein Action-Kampfsystem bieten möchte, „das leicht zu erlernen ist, aber im Laufe der Zeit Tiefe und Raum für Meisterung bietet.“ Durch das Feedback aus den internen Tests konnte man hier bereits spürbare Optimierungen vornehmen, etwa bei der Trefferwirkung oder der optionalen Lock-On-Funktion fürs Anvisieren von Gegnern.
Spannend: Die Entwickler betonen, dass das Housing in ArcheAge-Chronicles nicht instanziiert sein wird:
Wie im ursprünglichen ArcheAge werden Spieler in der Lage sein, ihre eigenen Häuser in der gemeinsamen MMO-Welt zu besitzen, frei zu gestalten, sie anderen Spielern zu präsentieren und die Häuser ihrer Freunde zu besuchen.
Am besten kam bei Tests und auf Social Media bislang übrigens die Erkundung der Spielwelt an, für die man unter anderem einen Gleiter nutzen kann. Aber auch die visuelle Qualität des Spiels soll viel Lob erhalten haben. Gleichzeitig habe man vor allem 3 Punkte ausgemacht, die man mit hoher Priorität in den kommenden Monaten angehen möchte:
- die MMO-Inhalte und -Systeme erweitern, um eine natürlichere Interaktion zwischen den Spielern in der gemeinsamen Online-Welt zu fördern
- das Kampferlebnis weiter verfeinern, um den einzigartigen Spielstil und die Identität jeder Waffe besser zur Geltung zu bringen
- die Quality-of-Life-Features (Komfortfunktionen) und die allgemeine Optimierung weiter verbessern
Die Entwickler haben sich zu guter Letzt noch einmal zur spielerischen Ausrichtung des MMORPGs geäußert und dabei erstmals Raids für 20 Spieler erwähnt. Für den Launch soll das PvE die höchste Priorität haben. Die geplanten PvP-Inhalte möchte man zu einem späteren Zeitpunkt angehen. Mehr dazu: ArcheAge Chronicles verrät, wie viel MMORPG drinsteckt – ein Solo-Game für 20 Spieler
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