Aua, EAs Studio-Chefin sagt, Anthem hätte den Ansatz von Apex Legends gebraucht

Am Rande des Events EA Play hat Laura Miele ein Interview gegeben, sie ist „Chief Studios Officer“ bei EA. Die spricht über den Launch von Anthem und Apex Legends – und hat da einen klaren Favoriten. Miele erklärt, was bei Anthem schief lief: Das hätte viel früher spielbar sein müssen, um intern getestet werden zu können.

Wer spricht da? Es spricht Laura Miele. Die ist seit 23 Jahren bei Electronic Arts und ist im Moment dafür verantwortlich, was die zig über die Welt verteilten Entwicklungs-Studios von EA so machen, von Respawn über DICE bis hin zu BioWare.

Daher ist sie in ihren ersten 100 Tagen im neuen Job zu mehr als 20 Studios rund um die Welt gereist und hat sich mit denen ausgetauscht.

Sie spricht im Interview mit Venturebeat.

Apex Legends Pathfinder traurig titel
Apex Legends erschien im Februar 2019 und hatte erstaunlich viel Erfolg.

Respawn hat Apex Legends 18 Monate selbst lang gespielt

Darum lief Apex Legends so gut: Miele ist eine große Befürworterin dafür, dass Teams ihr Spiel intensiv selbst spielen, bevor sie es rausbringen. Nach dieser Methode hätte sie früher selbst bei Westwood gearbeitet.

Dort machte man jeden Tag 16 Uhr einen Stopp, hörte mit der Arbeit auf und spielte das eigene Game für ein paar Stunden, erzählt Miele.

Bei Respawn hätte man mit Apex Legends denselben Ansatz verfolgt. Der Chef dort, Vince Zampella, sei ein großer Verfechter der Idee, ein Spiel so früh wie möglich auf die Beine zu stellen und spielbar zu machen.

Apex Legends Lifeline Mirage Wraith Skin aus Season 1

Daher hätte das Team Apex Legends schon etwa 18 Monate lang gespielt, bevor es auf den Markt kam. Das zeige Disziplin und einen tollen Ansatz. So würden Spiele großartig werden.

Das Feedback aus echtem Spielen mit echten Spielern würde jede Design-Entscheidung beeinflussen.

Das sei die große Lehre aus dem Erfolg von Apex Legends. Zwar biete Apex Legends „nur“ eine Karte mit 8 Legenden und einem Modus und Anthem hätte ganz andere Dimensionen, aber von dem Prinzip bei Apex Legends müsse man bei EA lernen.

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Anthem hätte ein Jahr getestet werden müssen

Das lief bei Anthem nicht: Miele sagt: „Dieser Ansatz hätte uns bei Anthem enorm weitergeholfen.“

Anthem hätte eine riesige Welt mit vielen Figuren, Systemen und  Story gehabt, aber all diese Teile kamen später zusammen, als es gut gewesen wäre.

Man hätte das Spiel ein Jahr vorher spielbar haben müssen, bevor es auf den Markt ging. Und das hatte man einfach nicht.

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So will EA das Problem lösen: Der Plan ist jetzt, Spieler früher in die Games zu bringen.

Wie frühere MMOs will man Betas ausrichten, daran arbeitet man gerade.

Das Schwere bei einem Spiel wie Anthem sei es, dass es an den Markt geht und gegen Spiele konkurriert, die schon seit Jahren unterstützt werden und unheimlich viel Inhalte bieten.

Diese Spiele seien dann schon poliert und nach dem Feedback der Spieler perfektioniert worden. Daher sei es für EA unheimlich wichtig, früh Feedback der eigenen Spieler einzuholen.

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