
Gebt eurem Charakter (gern auch peinliche) kleine Macken
Dieser Tipp reiht sich ein wenig bei dem ersten Tipp dieser Liste an: Euer Charakter sollte kein fehlerfreier Superman sein, der weder Angst noch Schwächen kennt.
Allerdings wollen wir euch mit diesem Hinweis nicht dazu zwingen, ein heftiges Kryptonit für euren Charakter zu kreieren, das sie oder ihn komplett außer Gefecht setzt – es geht vielmehr um kleine Marotten, die sich vor allem durch die Persönlichkeit bemerkbar machen.
Denn aus kleinen Details entwickelt sich schließlich eine authentische Persönlichkeit, die euren Charakter umso realer, nahbarer und ja, auch sympathischer macht.
Selbst wenn es sich bei eurem Charakter um einen unsympathischen Arsch handelt, der keinen Bock auf seine Kollegen hat, kann beispielsweise ein Wort, das er einfach nie richtig aussprechen kann, sofort für mehr Seele sorgen. Er mag zwar ein Arsch sein, aber er sorgt mehr oder weniger unfreiwillig für Momente, die für Leichtigkeit sorgen.
Ich erinnere hier bewusst an die gute Lae’zel aus Baldur’s Gate 3:
Weitere mögliche Eigenheiten, die eurem Charakter mehr Persönlichkeit verleihen, sind beispielsweise:
- Eine unersättliche Gier nach Gold … oder vielleicht einem bestimmten Dessert?
- Ein Autoritätsproblem – euer Charakter wird entweder besonders frech oder beginnt sofort zu weinen.
- Kann nicht singen, liebt es aber umso mehr.
- Kann sich nur in eine bestimmte Richtung drehen (wenn ihr diese Referenz erkennt – ich liebe euch).
- Mommy/Daddy Issues.
Seid bereit, eurem Charakter kleine Stolperfallen in den Weg zu legen. Auch wenn es vielleicht „Schwächen“ sind, sorgen diese oft für die schönsten, witzigsten und erinnerungswürdigsten Momente einer Kampagne.
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