Fontaine – Bioshock
Der Endgegner von Bioshock bleibt vor allem deshalb in Erinnerung, weil es ein Boss ist, der sich ins falsche Spiel verirrt hat. Er passt frustrierend gering zum Rest und wirkt lieblos drangeklatscht.
Das ist besonders nervig, da Fontaine an sich eine sehr spannende Figur ist und entscheidend zur wendungsreichen Handlung von Bioshock beiträgt. Das Spiel ist von Anfang an sehr kreativ und überrascht ein ums andere Mal – nur um am Ende einen möglichst generischen, langweiligen und erzählerisch enttäuschenden Boss zu bieten.
Es wäre vermutlich besser gewesen, völlig auf einen Endkampf zu verzichten. So bleibt der Eindruck, dass die Entwickler, die ansonsten stark mit Metaebenen spielen, an dieser Stelle keine kreative Idee mehr hatten. So gut Bioshock und sein Twist auch ist, den banalen Endboss können Spieler vermutlich aus den falschen Gründen nicht so schnell vergessen. Auch, weil die Geschichte im Anschluss enttäuschend schnell zu Ende geführt wird, und bei weitem nicht so atmosphärisch ist wie der großartige Anfang.

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