In Filmen wird zuhauf gestorben, doch nicht immer sind die entsprechenden Szenen überzeugend umgesetzt. John Travolta bietet in Face/Off ein gutes Beispiel.

- Rolle: Castor Troy in Face/Off
In Face/Off spielt zwar auch Nicolas Cage eine tragende Rolle, es ist aber sein Leinwandpartner John Travolta, der hier den Vogel abschießt. Und zwar in seiner Todesszene, bei der er von Cages Figur eine Harpune durch den Körper geschossen bekommt.
Travolta beginnt plötzlich, den Teil eines Lieds zu singen: „Ready for the big ride, baby“. Nicht nur wirkt die Stelle ziemlich unpassend, der Schauspieler scheitert auch völlig daran, das Ganze natürlich wirken zu lassen. Im Gegenteil wird der Moment aufgrund seiner theatralischen Darbietung zur Lachnummer. Dass die Szene der große, emotionale Höhepunkt sein soll, geht dabei völlig verloren.
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Kommentare
Nein, bei Kirk geh ich nicht mit. Sein Filmtot war weder unwürdig, noch waren dessen letzten Worte lächerlich. Muss denn jede Heldenfigur, unter Beschuss einen Hügel empor steigen und auf dessen Spitze, mit allerletztr Kraft, eine Standarte aufstellen, während sein Körper mit Kugeln durchlöchert wird und letztlich stirbt? Und ein “Oh my” als die letzten Worte, lässt Platz für Interpretationen. Passt gut, meiner Meinung nach.
Man könnte auch sagen, ach der ist schon auf der B gestorben. Heldenhaft genug? Ja dann war Kirk schon hinüber, bevor die Brücke und so… hm.. oh demnach war Picard auch schon… ach egal.
Achtung SPOILER MATRIX 3
Mein ewiges „Highlight“ wird immer Trinity‘s Tod, in Matrix 3, bleiben.
Nicht nur das profane durchbohren ihres Brustkorb, sondern vor allem dieser zähe, minutenlange Monolog, hat mir letztendlich den kompletten dritten Teil versaut. Schlimmer ging es für mich nie wieder.
Das waren im Kino damals auch meine Gedanken dazu. “Wie lang denn noch?”
Ich vermute, dass diese Wirkung vor allem daher kam, dass die sonstige Darstellung der Beziehung nicht so ganz in den Film oder der Chemie der Schauspieler passte.
Über zwei Filme zeigte man uns, wie tough sie ist, wie sie wortwörtlich jeder Kugel ausweicht…und dann wird sie von einer lumpigen Metallstange durchbohrt?! Dazu hätte die Szene auch deutlich mehr Dramatik gehabt, wenn sie vorher nicht schon in Reloaded (fast) gestorben wäre. Ich fand die Sterbesequenz damals so aufgesetzt und ich glaube auch nicht, das es alleine an den enttäuschten Erwartungshaltungen lag. Was man sich, nach Reloaded, alles für Revolution ausmalte…😅