Die 4-Tage-Woche ist in den 2020er Jahren gestorben, heute arbeiten viele bereits sechs Tage pro Woche

Titelbild Büro Office mit Händen

Feste Arbeitszeitmodelle sind nicht mehr so beliebt wie vor 15 oder 20 Jahren. Mittlerweile arbeiten Menschen lieber an 6 Tagen als an 5 oder 4 Tagen, da sie ihre Arbeitszeiten dann flexibler über den Alltag verteilen können. Das kann für Eltern, pflegende Angehörige oder Menschen mit schwankender Konzentrationsfähigkeit hilfreich sein, bedeutet aber auch eine Aufweichung der Arbeitszeit.

Derzeit gibt es eine paradoxe Entwicklung in der Arbeitswelt: Statt der erhofften Viertagewoche entsteht für viele Beschäftigte mittlerweile eine Arbeitswoche mit sechs Tagen. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist „Microshifting.“

Viele sind bereit, an mehr Tagen pro Woche zu arbeiten, dafür die Arbeit aber in kleinere Abschnitte aufzuteilen. Also kein „9to5“-Arbeitstag mehr, aber dafür eine 6-Tage-Woche. Davon berichtet unter anderem Fortune.com.

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Microshifting wird immer beliebter zum normalen „9to5“-Arbeitstag

Welche Entwicklungen gab es in den letzten Jahren? Grundsätzlich hat sich der Arbeitsalltag deutlich stärker gewandelt. Arbeitszeiten verschieben sich oder werden zumindest anders verteilt:

Anstatt einer Arbeitszeit von 9 bis 17 Uhr, sind viele mittlerweile auch bereit am Wochenende zu arbeiten. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit lieber in kleinere Blöcke aufteilen und über die Tage hinweg verteilen. Sogenanntes „Microshifting“ (via wirsindderwandel.de):

  • eine Stunde früh am Morgen,
  • einige konzentrierte Stunden während der Schulzeit der Kinder,
  • kurze Aufgaben zwischendurch,
  • eventuell noch E-Mails am Abend oder am Sonntag.

Der Nachteil vom „Microshifting“: Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verwischt immer stärker, wenn man noch mal schnell zwischendurch seine E-Mails kontrolliert oder eine Arbeit korrigiert. Schnell kommen dann noch der Samstag oder der Sonntag hinzu und weichen die Arbeitszeiten noch stärker auf.

Und selbst die Sonntagsarbeit ist nicht mehr ungewöhnlich: 74 % geben gegenüber Owllabs an, an ihren freien Tagen zu arbeiten: entweder als Erweiterung des „Mikroshifting“-Konzepts oder um sich intensiver und mit weniger Unterbrechungen der Arbeit widmen zu können.

Der Owl-Labs-Bericht zeigt auch, dass 61 % der Beschäftigten an einem flexiblen, nicht linearen Arbeitsmodell interessiert sind.

Offiziell gibt es in der Niederlande keine 4-Tage-Woche, doch der Arbeitsmarkt hat sich unbewusst so angepasst, dass viele Mitarbeiter dennoch nur 4 Tage pro Woche arbeiten. Das liegt auch daran, weil in der Niederlande ein deutlich flexibleres Arbeitssystem herrscht als in Deutschland: Die Niederlande hat versehentlich die 4-Tage-Woche eingeführt und zeigt, dass Beruf und Familie vereinbar sind

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