Bekommen wir dank Wundertechnik das ultimative Sandbox-MMORPG?

Aaryn Flynn arbeitete bei Bioware unter anderem an Dragon Age und Mass Effect mit. Nur entwickelt er ein MMORPG, das auf der Technologie SpatialOS basiert. Diese soll spannende Dinge ermöglichen und könnte eine Art ultimate Sandbox werden. Denn SpatialOS bringt Simulationen großer Welt zu MMORPGs.

Woran arbeitet Aaryn Flynn derzeit? Sein neues Spiel hat noch keinen Titel. Allerdings arbeitet er für das Studio Improbable, den Machern von SpatiaLOS, gemeinsam mit seinem Team an einem neuen MMORPG.

Dieses basiert nicht auf einer bekannten Marke, sondern stellt etwas Neues dar. Deswegen dauert die Entwicklung auch relativ lange, da im Grunde der komplette Hintergrund, die Lore, die Spielwelt und das Spielsystem von Grund auf entwickelt werden müssen.

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Der Ansatz von SpatialOS: Viele Server (Worker) erledigen einzelne Aufgaben, um die Welt zu schaffen. Bildquelle: Improbable

Wundertechnik in neuem MMORPG

Wie kommt SpatialOS dabei zum Einsatz? Improbable ist eigentlich nicht für Spiele bekannt, sondern für die Technologie SpatialOS, die an andere Studios lizenziert wird. Nun jedoch entsteht beim Unternehmen ein eigenes MMORPG.

SpatialOS soll es Entwicklern ermöglichen, gigantische, persistente Spielwelten zu erschaffen, die deutlich mehr Simulation erlauben, als dies in aktuellen Onlinespielen der Fall ist. Dies alles soll sich einfach steuern und verwalten lassen, weswegen selbst kleine Team riesige, simulierte Welten erschaffen können.

Beim neuen MMORPG von Aaryn Flynn spielt SpatialOS eine große Rolle. Der Entwickler möchte noch nicht genau darauf eingehen, wie genau die Technologie zum Einsatz kommt. Allerdings deuten seine Hinweise darauf hin, dass wir mehr Rollenspiel im MMORPG erwarten dürfen.

Die Versprechen von SpatialOS waren immer die Persistenz, Simulation und die Größe. Die Herausforderung für uns als Entwickler besteht darin, herauszufinden, was wir damit machen können. Was ermöglicht die Technik den Spielern? Das Rollenspiel als grundlegendes Genre oder Aspekt des Gameplays ist eine großartige Linse, um diese Dinge zu betrachten und herauszufinden was wir tun können.

Wie verbessert sich das Rollenspiel mit Beharrlichkeit? Wie verbessert das Rollenspiel die Simulation? Wie verbessert sich das Rollenspiel mit der Skalierung? Das sind die Dinge, die wir herausfinden müssen, während wir das Spiel entwickeln.

Aaryn Flynn
Worlds Adrift war ein MMORPG mit SpatialOS. Allerdings musste das Spiel eingestellt werden.

Was könnte dies bedeuten? Wenn mehr Wert auf Rollenspiel gelegt werden soll, dann kommt dies sicher dem dem sozialen Aspekt eines MMORPG zugute. Viele Spieler, die gemeinsam in einer riesigen Welt leben und viele Freiheiten genießen. Konzerte von Spielern, die wie in Black Desert Online ihre eigene Musik schreiben wären da eine Möglichkeit.

Ein von den Spielern getriebenes Wirtschaftssystem, bei dem vielleicht Feldfrüchte angepflanzt, geerntet, verkauft und verarbeitet werden müssen, könnte ebenfalls eine Option sein. Genau wie ein Politiksystem, in dem Spieler über Städte oder sogar ganze Königreiche herrschen.

Wie genau die Rollenspiel-Elemente im MMORPG von Improbable aussehen, ist aber noch unklar.

Es könnte sein, dass wir eine Art ultimatives Sandbox-MMORPG bekommen, bei dem wir in einer simulierten Welt noch mehr tun können und noch mehr Freiheiten genießen, als das jetzt schon möglich ist.

Wie weit ist das Spiel fortgeschritten? Laut Aaryn Flynn ist man inzwischen so weit, dass nun Assets für das Spiel erstellt werden und mach sich über die zugrunde liegende Technologie Gedanken macht. Über eine Prototyp-Phase ist man aber noch nicht hinaus.

Nicht nur Improbable will kleinen Teams dabei helfen, riesige Spiele zu entwickeln. Auch Google verfolgt einen solchen Plan. So sollen Entwicklerstudios mehr MMORPGs wie WoW produzieren können.

Quelle(n): PCGames Insider, MassivelyOP
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N0ma
1 Monat zuvor

Nachdem alle bekannten Projekte mit SpatialOS gescheitert sind, versucht man jetzt selbst mal ein Spiel zu erschaffen, bevor SpatialOS in der Versenkung verschwindet. Wir werden sehen.

Todesklinge
1 Monat zuvor

Wie viel kostet dieses SpartialOS für die Spieleentwickler?
Wenn man bedenkt das Steam schon mit 30% zugreift. Dann vielleicht für die Engine noch ca 10%, dazu 19% MwSt…

Abgesehen davon, macht das wirklich ein Spiel besser, wenn dann schon zu viele Spieler da sind?
Bei Planetside 2 ist das wirklich besser mit viel mehr Spielern. Aber bei den meisten anderen Spielen, wäre das total unpraktisch.

Abgesehen davon wäre die Masse ein unlösbares Balancing Problem. Wenn jeder seinen AoE Angriff startet und das bei vielleicht 200 (100vs100) Spieler?

Abgesehen davon wird unser Internet in Deutschland nicht schneller oder besser. Gemeint ist damit das jede Aktion von Spieler zu Spieler zu den Servern (prinzip von SOs) kommuniziert werden muss.

Todesklinge
1 Monat zuvor

Bei Planetside 2 sehe ich das jetzt schon. Wenn da zwei sehe große Armeen aufeinander prallen, glaube mit 300+ Spieler… dann verwandelt sich das in einen endlosen Stellungskrieg, weil auf beiden Seiten die Verteidigung zu stark ist. Selbst der mächtige Orbitalschlag hilft nur kurz.

Aber die Action ist so unendlich geil wenn ne ganze Panzerarmee gegeneinander kämpfen und überall explodiert irgendwas.

onions4everyone
1 Monat zuvor

Abgesehen davon wird unser Internet in Deutschland nicht schneller oder besser.

Hoffen wir aufs beste dabei, dein Punkt steht aber halbwegs, das Internet bottlenecked die informationen die ein Client (Spieler) verarbeiten kann.

However, ich denke das bei deren Lösungansatz mehr Dinge gemeint sind die den Spieler nicht direkt betreffen sondern zB ne Kuh in nem Gehege wo kein Spieler in relevanter Distanz ist und demnach bei konventiellen Modellen den Trog nicht real time leert weil die Kuh nicht simuliert wird. Und die denken damit könnte man das eben immer ohne Probleme realisieren, sodass die Kuh für Clients nicht relevant sein muss um trotzdem zu „leben“.
Die wollen einfach dynamisch die Serverlasten aufteilen. Ist jetzt nichts bahnbrechend Neues in der Informatik.
Amazons Lumberyard hat son inbuilt Feature fürs Clouding soweit ich den Part der Dokumentation noch in Erinnerung habe.
Irgendwie rieche ich bei dem ganzen Connection- und Synchronous-Calls-Probleme. Aber ich hab mich mit dem Thema nicht so stark auseinander gesetzt.

Nytrouz
1 Monat zuvor

Das letzte Mal als ich gehört habe das ein mmo auf spatialOS gesetzt hat war 2016 bei project Genom und seit dem hat man nichts mehr von dem Spiel gehört. Die alpha war bis dahin echt gut und hatte echt Potenzial.

Zord
1 Monat zuvor

Ich warte erstmal ab. Hab schon oft solche Versprechungen gelesen, selten sind dabei wirklich gute Spiele raus gekommen

Keupi
1 Monat zuvor

Das hört sich in der Theorie alles super an, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in absehbarer Zeit für MMORPGs lohnenswert wäre, darin zu inverstieren. Auch glaube ich, dass Sandboxspiele überbewertet werden. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass dies in Richtung RPG etwas bringen soll. Dafür benötigt es eher Geschichten und ausgearbeitete Abläufe oder Herausforderungen.

Ich wäre schon froh, wenn der eine oder andere H&S-Entwickler vernünftige, selbst generierte Maps hinbekommen würde. razz

onions4everyone
1 Monat zuvor

Dafür benötigt es eher Geschichten und ausgearbeitete Abläufe oder Herausforderungen.

Warum vorgefertigte Geschichten wenn man selbst einfach was erleben kann, das wär mal eher der mMn bessere Ansatz.
Leeroy Jenkins in WoW hat auch nicht Blizzard geschrieben. Die Geschichten um Mor’Ladim/Stitches/Fel Reaver (WoW) kommen auch hauptsächlich von anderen Spielern.
Schlingendorntal als Kriegsgebiet war nie so erzählt vom Spiel selbst und trotzdem gibt es tausende PvP Stories rund um dieses Gebiet.
Brachlandchat.

Naja mir fallen grad nur WoW Beispiele ein. Aber jeder sollte nun wissen was ich meine.

Auch glaube ich, dass Sandboxspiele überbewertet werden.

Aber spätestens bei dem Satz weiß ich das du MMORPGs eher als Film siehst und nicht als halbleeres Buch das nur wartet damit du die Geschichte mit deinen Freunden weiterschreibst.
Wie schön dass du dann sehr gut bedient bist am derzeitigen MMORPG Markt. Alles Themeparks, soweit das Auge reicht.

Keupi
1 Monat zuvor

Ne, ich muss ehrlich sagen, dass mir die große Story und Videos in MMORPGs am Pöppes vorbei gehen. Für mich zählt das Gameplay, das Gruppenspiel und die Atmosphäre. Ich weiß nicht, ob Spartial das verbessern könnte.

Wenn es so einfach wäre, müsste es von Spielen mit Spartial nur so wimmeln. Aber vielleicht kommt das noch. Bei den meisten Spielen z. B. mit user generierten Content, setze ich mal mit Spartial gleich, ist der Content dann trivial und austauschbar.

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