Twitch-Streamer nennt WoW-Charakter „Free Hongkong“ – Wird kritisiert

Bei WoW Classic hat der Twitch-Streamer Asmongold einen Charakter in „Free Hongkong“ umbenannt. Aber nicht aus politischen Gründen, sondern um Blizzard zu ärgern. Asmongold unterstreicht das mit einigen ironischen Kommentaren. Das wird kritisiert.

Das hat Asmongold getan: Der Twitch-Streamer Asmongold ist der größte Streamer zu WoW Classic auf der Plattform und war im August 2019 sogar der Top-Streamer auf Twitch insgesamt.

Er hat einen Gnom-Hexenmeister in WoW Classic, der eigentlich „Krakmonkey“ hieß, in „Freehõngkõng“ umbenannt: Also „Befreit Hong Kong.“

Das hat er getan, weil der ursprüngliche Charakter „Krakmonkey“ von Blizzard als „unpassender Name“ markiert wurde, den er verändern soll.

Asmongold sagt Blizzard: Wenn Ihr mir Probleme machen wollt, dann mache ich Euch Probleme.

Ironischer Protest kommt nicht gut an

Darum ist das heikel: Wie die Seite Dexerto berichtet, wird Asmongold für diese Entscheidung kritisiert – etwa auf reddit.

Denn Asmongold solidarisiere sich nicht mit Hongkong, sondern mache das nur aus persönlichen Gründen. Asmongold hatte sich in YouTube-Statements zur China-Situation ironisch über die Empörung geäußert und sich über emotionale Kritik zur Entscheidung von Blizzard amüsiert.

YouTube-Videos von Asmongolds Reaktion zum Thema „Blizzard und Hongkong“ haben viele Downvotes erhalten (via YouTube).

Asmongold scheint seine Umbenennung des WoW-Charakters und das „Politische Engagement von Influencern“ zu ironisieren. Im Sinne von „Es ist kein Protest, wenn man nur im Internet irgendwas macht.“

Wenn er über das Thema spricht, strömt Ironie und Sarkasmus aus jeder Pore:

Die Art, wie er jetzt Hongkong nutzt, um da seinen Protest zum Ausdruck zu bringen, scheint zu Problemen zu führen.

Man wirft Asmongold vor, alles zu tun, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Vorher solle er „Blizzard“ verteidigt haben, nun wechsle er die Seiten.

Thema ist hoch aufgeladen

Das steckt dahinter: Asmongold ist für seine ironische Art bekannt. Das Thema „Hong Kong“ beschäftigt im Moment aber viele emotional:

  • Wer die Ironie nicht versteht, denkt Asmongold „wechselt die Seiten“
  • Wer die Ironie versteht, der hat das Gefühl, Asmongold nimmt das Thema, das vielen so wichtig ist, nicht ernst, sondern instrumentalisiert das

Es scheint wenig Platz dafür zu sein, das Thema in einem humorvollen Kontext zu nutzen, um Blizzard eine reinzudrücken, weil die wollen, dass man den Namen eines Helden ändert.

Ein WoW-Nerd und seine Freundin sind das Promi-Paar von Twitch
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Misanthrop
Misanthrop
7 Monate zuvor

Asmongold ist ein gieriger Famegeier nicht mehr nicht weniger. Mich persönlich widert er an.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Der Typ hat sie eh nicht alle.
Spricht nicht für die Community, dass er der meist gesehen WoW Streamer ist.
Armes Gaming, armes WoW, arme Menschheit!

Dominik Rausch
Dominik Rausch
7 Monate zuvor

omg soll er machen. soll er ihn umbennen. Allerdings sollte er Blizzard nicht so offensichtlich provozieren, auch wenn er offenbar bereit für einen Rechsttreit ist, sollte er gebannt werden, den er verlieren würde.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Wenn er gebannt wird, hat er schlicht Pech. Es gibt keinerlei rechtlich Ansprüche. Nicht mal in den USA. Das haben schon andere versucht und die Gerichte haben das schon eindeutig klargestellt.

Sleeping-Ex
7 Monate zuvor

„Es ist kein Protest, wenn man nur im Internet irgendwas macht.“

Irgendwas machen ist besser als nichts zu machen.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Falsch. Wenn man „irgendwas“ falsches macht, kann man dem Ganzen auch schaden.
Dann ist „nichts machen“ auf jeden Fall besser. Daher ist deine Aussage so nicht richtig!

Sleeping-Ex
7 Monate zuvor

Ich wusste das genau so eine Antwort kommt…

Franz Bekker
Franz Bekker
7 Monate zuvor

Früher oder später muss man sich mal mit der Realität auseinander setzen: Die sogenannte „Größe“ von streamern basiert auf „Followern“. Eine der modensten Brangen ist die Generierung und der Verkauf von Followern. Bis heute habe ich von diesen „Größen“ immer nur in den Medien gehört. Nie bin ich auf anderen Wegen darauf gestoßen. Und ich kenne niemanden, der mehr und verschiedener spielt als ich, nicht mal annähernd. Aber ein Leben, dass sich ausschließlich vom Status generiert wird sich wohl auf das Risiko einlassen, auf echte Follower zu setzen.^^
Wer kauft eigentlich die Follower der extrem erfolgreichen Generierer? Immer die anderen?

Namma
Namma
7 Monate zuvor

Aufmerksamkeitsziel erreicht

Yawgmoth
Yawgmoth
7 Monate zuvor

ka, finde das gut das er blizz salz in die wunde streut.
bezüglich der free hongkong bewegung. die gibs ja nicht erst seit gestern, das da jetz westliche konzerne mit in den modder gezogen werden find ich lächerlich.
davon abgesehn sind die protestanten genauso gewalttätig wie anders wo auch und gehen auch unschuldige zivilisten an als auch polizisten, da kann man der staatsgewalt auch nich verübeln mal härter zurück zu schlagen. einfach mal youtube checken gibt genug glaubwürdige quellen.

edit: damit will ich jetz nicht sagen, das alle so psychopathisch sind.

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

Nun ja, die Views bezahlen im sein Geld. Also muss er sich von zeit zu Zeit bemerkbar machen, im Guten oder im Schlechten

Klaphood
Klaphood
7 Monate zuvor

Ich hab ziemlich wenig von ihm gesehen, aber ich habe bei dem Typ wirklich das Gefühl, der ist leicht psychopathisch bzw. definitiv extrem unfähig zur (Selbst-)Reflexion. Vlt. sogar ohne dabei tatsächlich destruktive Absichten zu haben.

Manni
Manni
7 Monate zuvor

Asmongold ist nicht nur durch seine ironische Art, sondern auch durch seinen offen gelebten Rassismus und seine Homophobie, die er auch „ironisch“ in seinen Streams auslebt, bekannt. Aber seis drum, er wird weiterhin die Aufmerksamkeit bekommen, die er braucht.

Stimme aus dem Off
Stimme aus dem Off
7 Monate zuvor

Ganz normaler Texaner… leider. Die Leute dort sind nicht die hellsten Kerzen. Südstaaten Rednecks die von der Welt nichts begriffen haben.

ghosti
ghosti
7 Monate zuvor

gut das, dass kein rassismus ist.
er ist ja weiß also ist das ok XD

obwohl ich kein großer asmongold fan bin habe ich einige sachen von ihm gesehen:
nein er ist kein rassist und kein homophob, er passt ziemlich genau auf das entsprechende posts in seinem chat gebannt werden und sein bester freund ist ein schwarzer.

aber hey, alles ist heutzutage rassistisch und homophob, vor allem wenns so ein heterosexueller weißer ist!

Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Das ist nicht ironisch. Das ist eine direkte Provokation Richtung Blizzard. Wohlwissend, das Blizzard genau deswegen „die Kacke am dampfen hat“ und dann trotzdem so ein Ei ins nest legen, ist unverschämt.

Hier gäbe es für mich als Blizzard CEO nur eine Lösung: Sofortige dauerhafte Sperre

TNB
TNB
7 Monate zuvor

Haha war klar das hier jemand so einen Kommentar ablässt, im verklemmten Deutschland ist nichts anderes zu erwarten. Einfach mal relaxen man man Ich als CEO würde darüber schmunzeln und fertig.

Außerdem hat Asmo auch recht, die ganzen Armlehnen Protestler und Blizzard Hater und Boykottierung Schreier sind einfach nur peinlich. 90% der Leute die jetzt Boykott rufen, machen es dann trotzdem nicht. Aber klar vor dem PC gemütlich im Stuhl kann man große Klappe haben.

Yawgmoth
Yawgmoth
7 Monate zuvor

blizzard hat ne menge mist gebracht, einige sachen total undurchdacht. kann da den unmut vieler spieler total verstehen.
aber die ganze hong kong freedom kacke hat da einfach nix zu suchen, das is einfach nur aufmerksamkeit suchen.

KnopfChaos
KnopfChaos
7 Monate zuvor

Es geht dabei doch nicht um Hong Kong. Es geht dabei um Blizzard. Darum das man gute Gründe hat, davon auszugehen, dass gewisse wirtschaftliche Verflechtungen dazu führten, dass sehr schnell und sehr hart bestraft wurde. Man muss sich nur mal andere Verfehlungen und die jeweiligen Strafen im Gaming und im Sport anschauen. Noch dazu hat bisher niemand vorgelegt, dass es eine Regel gegen politische Aussagen gibt. Es gibt lediglich eine schwammige die von Missgunst spricht.

Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Das Blizzard über China nicht schmunzelt, sieht man an deren übertriebenen Reaktion.
Wenns um solche Summen geht, hat das überhaupt nichts mehr mit verklemmt sein zu tun. Da hängen verdammt viele Mitarbeiter samt deren Existenzen dran.

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