Spieler aus WoW erlebt denkwürdige Begegnung, auch wenn es Opfer gibt: „BLIZZARD DARF DAMIT NICHT DURCHKOMMEN!!“

WoW Dungeon coole Zeit

Wenn man mit Fremden einen mythischen Schlüssel-Dungeon in World of Warcraft besucht, kann die Erfahrung schnell unerfreulich werden. Umso schöner ist es, wenn das Gegenteil passiert und man ein erinnerungswürdiges Abenteuer erlebt.

Was ist das für eine zufällige Begegnung? Der Reddit-Nutzer Castlenova16 hat vor wenigen Stunden eine herzerwärmernde Erfahrung im Mythic-Plus-Bereich von WoW mit der Community geteilt. Gemeinsam mit seinem Kumpel Miji ist er in einer +9-Runde des Windläuferturm-Dungeons gelandet, und dort lernten sie Gilbert kennen.

Wir sind über das LFG-Tool beigetreten, und der Gruppenleiter war ein Magier namens Gilbert. Er warnte uns vorab, dass der Key ursprünglich ein 10er war, sie ihn aber nicht rechtzeitig abgeschlossen hatten. Außerdem meinte er, er sei schlecht – was absolut nicht stimmte.

Miji und ich sagten daraufhin: „Keine Sorge, wir spielen den innerhalb der Zeit und machen daraus wieder eine 10er.“ Mit dabei waren außerdem ein Duo aus Resto-Druide und Hexenmeister. Ich habe als Blut-DK getankt.

Während des Dungeons waren wir alle fest entschlossen, diesen +9-Schlüsselstein für Gilbert in der Zeit zu meistern. Das ging so weit, dass ich Miji die Schuld gab, wenn Gilbert starb, und er die Schuld an mich zurückgab. Sogar der Druide und der Hexer zogen sich gegenseitig damit auf, dass sie Gilbert hatten sterben lassen (selbst wenn er in einer Fläche stand – es war niemals seine Schuld!).

Jedes Mal, wenn er das Zeitliche segnete, schrien wir Dinge wie: „NEIN, NICHT GILBERT!“ oder „BLIZZARD DARF DAMIT NICHT DURCHKOMMEN, GILBERT HAT DAS NICHT VERDIENT!!“ Selbst wenn ich bei einem Pull starb, den ich etwas zu hart angegangen war – solange Gilbert lebte, war die Stimmung top.

Nachdem wir den Key mit reichlich Restzeit abgeschlossen hatten, dankte er uns dafür, dass wir so freundlich und offen waren. Die Gruppe davor hatte furchtbare Dinge zu ihm gesagt, also hat das seinen Tag ein wenig versüßt.

Ich hoffe, dass ich dir mal wieder begegne, Gilbert. Falls dieser Reddit-Post irgendwie zu dir findet, sollst du wissen, dass ich mich immer an diesen Run erinnern werde. Die Vibes waren fantastisch und du hast mir den Glauben an die WoW-Community zurückgegeben.

Für Gilbert.

Castlenova16 auf Reddit

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WoW Midnight: Arators Licht und der Feuerbrand

„Ich wünschte, mehr Menschen wären so“

Wie reagiert die Community auf die Story? Da der Post noch sehr frisch ist, hat er bislang nur etwas über 105 Daumen hoch und ein paar wenige Kommentare angesammelt. Die zeigen aber schön, dass sich auch andere Spieler solche Begegnungen wünschen.

  • HerculesMagusanus schreibt auf Reddit: „Ich wünschte, mehr Menschen wären so. Es ist doch nur ein Videospiel, da gibt es keinen Grund für all diese Negativität und Feindseligkeit.“
  • Brehdougz ergänzt auf Reddit: „Davon könnte ich mehr gebrauchen. Wenn ich mich mit dem 15-jährigen ‚WotLK‘-Ich vergleiche, das ich damals war, und mit dem 31-jährigen Ich von heute, das mittlerweile Kinder hat, wünschte ich mir, ich hätte noch dieselbe Einstellung zu diesem Spiel wie früher. Es ist nie so ernst. Gut gemacht, Leute!“
  • Sharkytrs hofft auf Reddit: „Ja, Mann! Wir brauchen mehr Beiträge wie diesen. Meistens sehen wir nur die negativen Seiten, weil Emotionen nun mal so sind und die Leute Dampf ablassen wollen, aber meiner Erfahrung nach war das M+ in Pugs eine positive Erfahrung, bei der die Leute einfach so wild drauf waren und einfach Spaß am Spiel hatten.“

MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz erinnert sich: Ich durfte in den Dungeons von WoW in den vergangenen 21 Jahren jede Menge sehr positive Erfahrungen machen, doch fanden diese zu einem sehr großen Teil im Kontext von Vanilla-WoW, WoW Classic oder den ersten Erweiterungen statt – also in den Phasen, in denen es noch keine automatisierte Gruppensuche gab.

Es ist einfach ein Unterschied, ob man von einem anonymen System zusammengewürfelt und in die Instanz teleportiert wird (und dann gibt es innerhalb der Gruppe vielleicht sogar noch eine Sprachbarriere) oder ob man sich auf einem geschlossenen Sprachen-Server selbst um eine Gruppe und die Anreise kümmern muss – und dabei zwangsläufig mit den Mitspielern in Kontakt kommt.

Klar, der alte Weg ist sehr viel anstrengender und innerhalb kurzer Zeitfenster nicht zu stemmen. Für die bestmögliche MMO-Erfahrung ist er aus meiner Sicht aber alternativlos. Umso schöner ist es, wenn es auch im modernen World of Warcraft zu solchen Erlebnissen kommt. Wie seht ihr das? Verratet mir eure Meinung gern in den Kommentaren! Mehr Geschichten eines alten WoW-Veterans findet ihr hier: World of Warcraft hat mein Leben verändert, dabei hätte ich fast nicht einmal die Levelphase bis Stufe 60 geschafft

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lrxg

Ich war dabei, als der erste Dungeon-Finder in WoW eingeführt wurde. Innerhalb von zwei Wochen waren die Chats für Gruppensuchen tot und das toxische Verhalten in den Runs ging durch die Decke.

Für mich ist der alte Weg auch alternativlos. MMORPG’s sind sowieso ein Zeitfresser, da sich zwei bis drei Minuten Zeit zu nehmen für einen kurzen “Bewerbungs”-Chat als Antwort auf eine Gruppensuche war für mich nie ein Problem.

Das was oben beschrieben wurde, war damals normal. Man hat sich kurz vorgestellt, seine Erfahrung mit dem Dungeon kurz umrissen und wie schnell man dort sein kann.

Und für mich war Teil der MMO Erfahrung, zum Teleportstein zu reisen, und dort schon einen Teil der Gruppe versammelt zu sehen. Gemeinsam hat man gewartet, oft noch ein Lagerfeuer angezündet und kurz gechattet, bis alle da waren.

Klar, klingt alles langsam und ineffizient, aber für mich war diese Art der Gruppenbildung essenzielles Gameplay in MMORPG’s.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Tagen von lrxg
vulperabeste

Ich war auch dabei, als der erste Dungeonfinder in WoW eingeführt wurde. Ich finde, dass das eine der besten Features war die Blizzard jemals gebracht hat. Für dich war es nie ein Problem 2-3 Minuten Zeit zu nehmen, ich empfand es immer als nervig, vorallem weil es nie wirklich 2-3 Minuten waren im Normalfall.

“Suche 1 Tank, 2 DD’s für DailyHC”, den Satz habe ich bestimmt 1.000.000 Mal im Handelschannel gespammt und teils hunderte Jahre gewartet (teils ging es natürlich auch schnell, aber mein Empfinden war dass es länger gedauert hat, Tankmangel yeaaaah).
Oder man meldet sich bei einer Gruppe, der Typ wurde aber natürlich von 20 anderen Leuten ebenfalls angeschrieben und man bekam keine Antwort oder ein “Sry, jemand anderes war schneller”. Weiß nicht, ich fand das nicht so cool.

Und das zum Teleportstein reisen etc. das gibt es heute genauso. Der Spielmodus nennt sich Mythisch+ und da kann man sich nicht in einer automatischen Dungeonwarteschlange einreihen. Man muss eine Gruppe suchen, manchmal sogar chatten, sich kurz abstimmen und dann los. Von daher verstehe ich nicht wirklich, was dir fehlt, weil es genau das noch gibt.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Tagen von
lrxg

Meine WoW Erfahrung is eine ganze Weile her, da gab es noch kein Mythisch+. Daher, mein Fehler, meine Erfahrung ist da nicht aktuell. Meine letzte Erinnerung dazu ist, dass alle nur noch rumstanden und sich automatisiert in die Dungeons porten haben lassen.

Ja, manchmal hat die Gruppensuche länger dauert. Es gab auch Abende, wo ich abgebrochen habe, weil nix lief. Trotzdem würde ich diese Methode in einem MMORPG immer einem automatisiertem Dungeonfinder vorziehen. Ich mochte das kurze Kennenlernen, die Absprache, was man erwartet und wie der Erfahrungsstand ist, abklären, welchen Loot eventuell jemand braucht, so dass alle auf der selben Seite waren, bevor der Run gestartet ist.

Und klar, damals gab auch die Progress-Gruppen, die halt klar kommuniziert haben: “Wir wollen das in 5min durch haben, und in den nächsten 30min noch Dungeon B, C, D und E …” Und dann wusste man, wie es laufen soll – und man hatte die Chance, auszusteigen, wenn man sich das nicht drüber ziehen wollte.

Aber auch hier sei gesagt, meine Erinnerung ist alt. Vielleicht kommuniziert man in Randomgruppen inzwischen wieder, und tauscht mehr aus als ein kurzes Hi.

vulperabeste

Naja, bis Legion war es auch teilweise so, dass man dumm rumstand oder halt Mats gefarmt hat bis die Einladung kam. Aber das fand ich ja so gut dran, ich konnte was anderes machen während ich warte.^^

Und deinen Gedanken dahinter verstehe ich, dass man sich schon bei der Gruppensuche abstimmt. Damals war das auch klug, denn der Boss hat ja ein Item gedroppt und alle mussten drauf rollen, heute geht das gar nicht mehr, weil jeder seinen eigenen Loot bekommt, also theoretisch ist es egal was wer braucht. Es werden aber desöfteren Gruppen zusammengestellt bei denen jeder ein Schmuckteil X hat, damit wenn es demjenigen droppt der es weghandeln kann an jemanden der es braucht.

Aber nein, also die Gruppen die über ein “Hi – Bye” hinausgehen kann man an einer Hand abzählen, aber es kommt auch ein bisschen auf die Schwierigkeit an. Bei geringstufigen M+ Dungeons wirst du eher selten eine Abstimmung untereinander finden, in höherstufigen Keys kann das schon mal vorkommen, dass die Leute sich vorher absprechen.

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