Neue Studie sagt: WoW lässt unser Gehirn schrumpfen!

Wer World of Warcraft zockt, der muss eine Schrumpfung des Gehirns in Kauf nehmen. Glaubt ihr nicht? Diese Studie will das beweisen.

Computerspiele stehen in der deutschen Öffentlichkeit in keinem guten Licht. Noch immer gibt es viele Vorurteile, dass Videospiele aggressiv und dumm machen. Doch Belege gibt es dafür nur wenige. Zahlreiche Studien kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen und Langzeitstudien sind noch eine Seltenheit.

WoW Alleria Void Hi2

Dennoch ist es ein Gebiet, das Forscher noch immer beschäftigt. Eine neue Studie der Universität Ulm hat sich nun mit den Auswirkungen von World of Warcraft auf die Hirnentwicklung der Spieler beschäftigt.

In einer Studie über sechs Wochen untersuchten die Forscher die Gehirne von 119 Teilnehmern.

  • 41 Personen waren Spieler mit ausgeprägter Gaming-Erfahrung
  • 78 Personen waren „Game-Neulinge”. Die „Game-Neulinge“ wurden wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt:
    • Eine Hälfte sollte jeden Tag eine Stunde World of Warcraft spielen.
    • Die andere Hälfte sollte nicht spielen.

Zu Beginn und Ende der Studie wurde jeweils ein MRT-Scan durchgeführt und die verschiedenen Hirnregionen der Teilnehmer überprüft.

Zocken lässt einen Hirnbereich schrumpfen

Das Ergebnis der Studie: Bei den Zockern nimmt die graue Substanz im orbitofrontalen Kortex (OFC) ab. Dieser Bereich liegt im Frontallappen des Gehirns und hat eine besondere Bedeutung für die Kontrolle der Emotionen und die Entscheidungsfindung.

WoW Artwork Blood Knight Blood Elf Paladin

Aus Sicht der Forscher sei es „alarmierend“, dass sich diese Unterschiede bereits nach sechs Wochen mit täglich einer Stunde World of Warcraft feststellen lassen.

Die Forscher gehen außerdem davon aus, dass das reduzierte OFC-Volumen nicht die Voraussetzung für eine Computerspielsucht sind, sondern die Folge von Online-Gaming. Damit würde Zocken selbst dafür sorgen, dass entsprechende Bereiche im Gehirn verkümmern, was dann zu einer stärkeren Anfälligkeit für Sucht führt. Dies müsste aber erst in weiteren Studien nachgewiesen werden.

World of Warcraft hatte man für die Studie übrigens ausgewählt, weil es als besonders populär und „bei Kritikern als besonders relevant im Hinblick auf Computerspielsucht“ angesehen wird.

Was haltet ihr von dieser Studie? Glaubt ihr, dass World of Warcraft die Entscheidungsfindung und die Suchtgefahr im Gehirn beeinflusst?


Ihr glaubt davon nichts? Dann bereitet euch doch schonmal auf WoW: Battle for Azeroth vor – mit diesem Übersichtsartikel!

Quelle(n): uni-ulm.de, buffed.de
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Rico

Solche Studien lassen das Gehirn schrumpfen, die sollten sich lieber einen richtige Job suchen, diese Hirnis.

Dafür

Beim aktuellen WoW wundert mich so ein Ergebnis absolut nicht.
Die hätten denen einen Vanilla Server vorsetzen müssen.

Nora mon

http://www.businessinsider.de/viel...

erstmal schauen ob die Ergebnisse sich halten

Alzucard

Mal was ganz neues. Wir bauen Graue Masse an einem Ort ab. Was isn daran besonders. Auch wenn man Schach spielt nimmt in einem bereich die Graue Masse ab. Dafür ewinnt man welche woanders. WTF

Erzkanzler

Gab´s nicht auch mal ne Studie die besagte MMO-Spielern würde Sozialkompetenz und die Lösung situativer Probleme deutlich leichter fallen? Tja… wenn dem so ist… muss man als MMO-Spieler sein Hirn eben auch weniger ansträngen. Schön, dass dieser Effekt bereits nach sechs Wochen zeigt….

Man man, das sind mal erste Welt Probleme in Reinform. Es gäb so viel wichtigere Gebiete auf denen wir schnellstens Forschungsgelder investieren sollten. Aber wer braucht schon Eisbären, Holland oder Ansätze wie Hunger und Not in der Welt bekämpft werden könnten wenn wir doch endlich erfahren haben, dass WoW das OFC-Volumen schrumpfen lässt. *konfetti* Gut das war unsachlich… aber was solls, ist die Uni Ulm ja anscheinend auch.

Zark McFly

Also ich kenne Studien die Belegen, dass Gamer eine viel bessere Entscheidungsfindung aufweisen, als Nicht-Gamer, da man in vielen Spielen einfach oft Entscheidungen treffen muss und man sich irgendwann damit leichter tut … Ob die getroffenen Entscheidungen besser/schlechter sind keine Ahnung, es ging nur darum das es Gamern einfacher fällt … Widerspricht aber halt dieser Studie … Die Frage ist halt, worauf wollten die Forscher hinaus, der Rest lässt sich drehen und wenden damit es passt ^^

Wen interessierts… total langweilig… VERDAMMTE SCHEIßE!! kann mich bitte mal jemand in den Arm nehmen 🙁 ACH FUCK DRAUF! Ich geh zocken! vllt…

Koronus

Also ich glaube das sofort beim aktuellen WoW. Frage wie wäre die Studie auf Classic Servern gelaufen?

slimenator

Ich bin so emotional gerade…und entscheiden kann ich mich gerade überhaupt nicht!!! 😉

Haruki

Interessant zu wissen wäre, ob die Leute mit dem Schwund DBM nutzen xD
Ernsthaftere Fragen:
Haben die nur gelevelt ?
Gab es welche mit einer Führungsrolle?
Falls die nicht nur stumpf gequestet haben was für Rollen hatten die im Raid?
….

Keragi

Gibt die Studie auch an welche Gehirnregionen durchs zocken besonders aktiv werden? Die zb für Kreativität oder ähnliches verantwortlich sind. Hättet ja ruhig mal nen link zur Studie der uni ulm reinpacken können.

Cortyn

Die steht, wie gewohnt, in unseren Quellen direkt unterm Artikel.

Keragi

Stimmt habs gefunden. Leider verweißt die Uni ja nur auf die Studie, die in China veranstaltet wurde und dort die studie zu finden ist nicht so leicht. Aber wie so oft gibt es ja andere Studien die vermuten das andere Gehirnregionen einen zuwachs verbuchen wenn auch andere abnehmen.

cyber

Offenbar ist der Platz nicht gerade optimal. Es kommt ja öfters vor, dass Leser die Quellen nicht finden.

Vielleicht findet sich in Zukunft ein besserer Platz dafür.

Martin

Die Süchtigen erkennen Ihr Sucht nicht als solche an.
Ganz normales Verhalten von Süchtigen.

Nora mon

Darauf einen Schnaps

Alfred Tetzlaff

Ich glaub nur der Studie die ich selber gefälscht habe ????

Fly

Hieß es sonst nicht immer dass Zocker schneller Entscheidungen fällen können?^^
Oder liegt das am bevorzugten Genre des Spielenden?

Nirraven

Ich glaub, da gabs mal eine Korrelationstudie zwischen Egoshooter und Reaktionszeiten.

Koronus

Jep weiß zwar Grad nicht wo aber Shooter Spieler können schnell reagieren und improvisieren, haben dafür allerdings große Probleme sich langfristig zu konzentrieren oder Sachen zu merken.

Derio

Ja, das glaube ich tatsächlich. Ich hab schon Probleme mich morgens zwischen zwei blauen Jeans zu entscheiden…^^ *Ironie darf behalten werden*

Mal im Ernst, haben diese Steuergeldverschwender keine besseren Themen für ihre ach so tollen Studien?

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