Deutscher WoW-Bot Honorbuddy gibt nach Bannwelle auf

World of Warcraft ist nun botfrei – nunja, zumindest etwas. Ein großer Anbieter von Schummelsoftware aus Deutschland wirft endgültig das Handtuch.

Honorbuddy war eine der bekanntesten Bot-Softwares für World of Warcraft. Anfänglich ließ sich damit vor allem Ehre in PvP-Schlachtfelder farmen, ohne dass man tatsächlich am Geschehen teilnehmen musste. Im Laufe der Jahre wurde dieser Dienst aber immer weiter ausgebaut, sodass auch andere Prozesse, wie etwa das Farmen von Kräutern und Erzen, ebenfalls automatisiert abliefen.

Die Bots sorgten gleich für mehrere Probleme:

  • Sie nahmen ehrlichen Spielern die Ressourcen vor der Nase weg.
  • Sie störten die Wirtschaft eines Servers.
  • Sie beschafften den Nutzern einen unfairen Vorteil.

Der Kampf gegen Honorbuddy und den deutschen Anbieter Bossland lief über mehrere Jahre und beschäftigte auch die Gerichte immer wieder.

World of Warcraft WoW Turalyon Argus

Es war ein ewiges Hin und Her. Die Entwickler von Honorbuddy versuchten ihre Software unauffindbar zu machen und Blizzard versuchte im Gegenzug, die Nutzer zu entlarven.

Vor einigen Tagen kam es dann zu einer großen Bannwelle. Zahlreiche Nutzer von Honorbuddy wurden gesperrt. Nicht nur der einzelne WoW-Account, sondern sämtliche WoW-Accounts auf dem Battle.net-Konto.

Bossland stellt Betrieb von Honorbuddy ein

Jetzt hat Bossland offiziell das Handtuch geworfen.

Im Forum des Anbieters gab man bekannt, dass Honorbuddy ab sofort nicht mehr länger weiterentwickelt wird, nach einem „mehr als sechsjährigen Rechtsstreit, der am Ende in ein Schlachtfeld für Hacker von Blizzards Seite aus mündete.“

WoW Battle for Azeroth Sylvanas

Der Grund dafür dürften neue Zeilen Code in WoW und der Battle.net-Software sein, die nicht mehr so leicht ausgelesen werden können. Blizzards Entwicklern scheint es gelungen zu sein, eine zuverlässige Methode zu entwickeln, die Botnutzer bereits nach wenigen Minuten automatisiert erkennt und die entsprechenden Accounts dann schließt.

Auch Bots für Hearthstone und SWTOR will Bossland nicht länger entwickeln.

Damit ist zumindest einer der großen Bothändler in World of Warcraft vom Markt verschwunden.

Was haltet ihr davon? Ist es gut, dass Bossland aufgibt? Oder dauert es nur ein paar Tage, bis jemand neues an die Stelle tritt?


Habt ihr euch schon die 3 neuen Zonen für die Allianz angeschaut? Das alles wartet in Kul Tiras!

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Quelle(n): wowhead.com
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Mampfie
Mampfie
2 Jahre zuvor

Wer keine Zeit für ein MMO hat bzw nicht farmen will soll halt was anderes zocken. Ich kann zwar verstehen warum man das macht, aber wenn man dadurch anderen Spielern schadet, dann sollten sie lieber was anderes machen.

Saigun
Saigun
2 Jahre zuvor

Mit dem Bot konnte man sehr sehr sehr viel mehr machen als einfach nur Ehre farmen. Das Ehre farmen war sogar eine der schlechteren Optionen, da war der Bot nicht gut drin und war der Hauptgrund wafür er gemeldet wurde. Der Bot hat vor allen in 2 Bereichen geglänzt: Erstens Leveln. Ich rede hier nicht von 24/7 paar Mobs haun, sondern von Questen. Der Bot konnte von lv 1-100 (Legion hab ich hab ich ka) komplet durchquesten, full afk und der Bot konnte raiden. Fehlerfrei, perfekte Beherrschung der Bossmechaniken. Für beides ist der Bot nicht bekannt gewesen, weil er einfach nie dabei endeckt wurde. Ich stimme jeden zu wenn er sagt das Botter gebannt gehören, aber Himmel die Jungs und Mädels von Bossland sind keine untalentierten Menschen.

Zindorah
Zindorah
2 Jahre zuvor

Mal sehn welcher Bot als nächstes gehen muss. Honorbuddy war ja nun schon lange Ziel. Dafür gibt es ja nun 100 andere Bots. Wie war das doch mit ner Hydra? grin

Rhoninger
Rhoninger
2 Jahre zuvor

Botten ist Cheaten… ich bin Anhänger des Fairplays, auch wenn ich altersbedingt inzwischen an meine Grenzen komme… trotzdem.. gute News *daumen hoch*

cyber
cyber
2 Jahre zuvor

Man sollte sich nicht täuschen lassen. Bossland gibt auf. Und dann gründen die Beteiligten einfach eine neue Firma die nicht ständig vor Gericht steht.

Wer sich mal mit einem der Fälle auseinandersetzen möchte(ca. 32 Seiten der „Klagschrift“:

http://www.bossland-gmbh.co

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Ich hab mich damit vor ein paar Wochen mal beschäftigt. Das Interessante ist ja, dass da Anwälte wirklich Interviews mit dem Bossland-Chef durchgucken und gezielt nach Hinweisen suchen.

Da wird wahrscheinlich alles, was der je gesagt hat, unter die Lupe genommen und abgeklopft, wie man es gegen ihn verwenden kann.

Das ist halt genau das, was man in den US-Gerichtsdramen sieht: Die dicken Firmen können sich Anwaltskanzleien leisten, die auf solche Sachen Ressourcen draufwerfen können, dass einem schwindlig wird.

Ich denke aus der Sache kommst du einfach nicht mehr raus. Ich bin zum Glück kein Jurist, aber wenn man sich diese Schrift durchliest, dann merkt man schon, was da an „Macht“ dahintersteckt und an reinen Arbeitsstunden. Wenn dir da ein 8 Jahre altes Interview mit Ownedcore um die Ohren fliegt … was willst machen?

cyber
cyber
2 Jahre zuvor

Ich habe mir auch die verlinkten 30 Seiten durchgelesen. Und es ist genau so wie Du es hier schilderst. Es wurden tatsächlich alte Interviews als Beweise vorgelegt. Die aufgewendeten Ressourcen müssen enorm sein.

Ich finde die Thematik im allgemeinen sehr interessant, weil so viele Bereiche angeschnitten werden. Unteranderem AGB- und Urheberrecht.

terratex 90
terratex 90
2 Jahre zuvor

Schön smile

Jyux
Jyux
2 Jahre zuvor

Hat ja lange genug gedauert smile

Derio
Derio
2 Jahre zuvor

Weg mit dem Dreck.

chevio
chevio
2 Jahre zuvor

Das ist eine gute Nachricht. Das feier ich. Wenn der Chef hier wieder mitliest: HAHA!

Sunface
Sunface
2 Jahre zuvor

Naja er wird damit genug Kohle gemacht haben. Wenn ich Blizzard wäre würde ich alles daran setzen die eigentlich Programmierer zu erwischen und dort übelst Druck machen.

obermacker
obermacker
2 Jahre zuvor

was man so auf yt sieht, abgesehen von der UI ist das schon ein geiles Stück Software.

Guest
Guest
2 Jahre zuvor

Der hat hier mal mitgelesen?

Gorden858
Gorden858
2 Jahre zuvor

Er hat hier sogar ausführlich mit kommentiert und diskutiert. War tatsächlich ziemlich interessant, die Ansichten aus erster Hand zu bekommen.

Longard
Longard
2 Jahre zuvor

Sehr gut, immer weg mit diesem Gesocks.

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