WoW: Wer hat World of Warcraft erfunden und was machen sie heute?

Nach 12 Jahren sind längst nicht mehr alle Gründer von WoW noch bei Blizzard. Doch wer hält weiter tapfer die Fahne hoch?

Mit seinen 12 Jahren ist World of Warcraft schon ein Fossil unter den MMORPGs – wenn auch erstaunlich lebendig. Doch in einem Dutzend Jahren verändert sich viel. Was ist eigentlich aus den ganzen bekannten Entwicklern geworden? Wir haben eine Auflistung der bekanntesten Entwickler, die seit Beginn des Spiels – oder sehr kurz danach – für Blizzard gearbeitet haben und was inzwischen aus ihnen geworden ist.

Overwatch Jeff Kaplan Game Director

Kaplan ist inzwischen für Overwatch zuständig. Da bleibt kaum Zeit für andere Dinge.

Pardo, Kaplan, Metzen – Was machen die Väter von WoW heute?

Jeffrey Kaplan, der einigen Veteranen noch als Tigole bekannt sein dürfte, ist seit 2009 nicht mehr an World of Warcraft beteilligt. Er ist inzwischen der Game Director für Overwatch und wuchtet damit ein komplett neues Franchise, sodass auch wenig Zeit für weitere Arbeit an World of Warcraft bleibt. Zusammen mit Chris Metzen und Pat Nagle (Ja, nach dem ist der Angler benannt) arbeitet er damals am Welt-, Quest- und Raiddesign. Ein großer Teil der „ursprünglichen“ Spielwelt ging auf seine Kappe.

Funfact: Jeff Kaplan wurde von Blizzard damals (auch) angeheuert, weil er einer der erfolgreichsten Gildenleiter in Everquest Online war.

Rob Pardo arbeitet bereits seit 2014 nicht mehr bei Blizzard und hat inzwischen das eigene Entwickler Studio Bonfire gegründet. Die Erwartungen sind hoch, denn wenn ein ehemaliger Blizzard-Mitarbeiter eine der erfolgreichsten Spieleschmieden hinter sich lässt, um neu anzufangen, dann müssen da schon verdammt gute Ideen hinter stecken.

wow-chris-metzen

Chris Metzen – der Storyschreiber hinter Warcraft. (und für Cortyn sowas wie ein Halbgott)

Chris Metzen (eigentlich Christopher Vincent Metzen) hat lange Zeit bei Blizzard als Game Designer gearbeitet und gilt generell als der Kopf hinter den meisten Geschichten, die wir in der World of Warcraft erleben. Ein großer Teil der Lore stammt aus seinen Fingern und auch abseits der Spielwelt hat er das Universum immer weiter gesponnen – etwa in den Pen&Paper-Regelwerken zum Warcraft P&P oder auch im neusten Story-Kompendium „Warcraft Chronicles“. Erst vor Kurzem, im Herbst 2016, hat er seinen Ruhestand angekündigt, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Außerdem haben Panikattacken und beständiger Leistungsdruck die Arbeit unerträglich für ihn gemacht.

wow-alex-afrasiabi

Alex Afrasiabi – den kennt man aus Stratholme.

Alex Afrasiabi, einigen noch als Furor bekannt, kommt wie Kaplan aus der Zeit von Everquest Online und hat – ebenfalls wie Kaplan – im Forum immer lautstark seine Meinung kundgetan. Blizzard war davon so angetan, dass man ihn anheuerte, um als Schreiberling für Quests zu dienen. Aller anfänglichen Kritik zum Trotz ist er noch immer der Creative Director von World of Warcraft und arbeitet an jeder Erweiterung fleißig mit.

Erst neulich hat es auch Tom Chilton „erwischt“ und er hat das WoW-Team verlassen, um an einem anderen Projekt innerhalb von Blizzard zu arbeiten. Worum genau es sich dabei handelt ist noch unklar. Die Spekulationen gehen weit auseinander: Ein Overwatch-Singleplayer? Diablo 4? Oder doch etwas ganz anderes? In ein paar Jahren wird uns die BlizzCon sicher mehr verraten.

wow-legion-gamescom-tom-chilton

Da chillt er, der Chilton.

Mark Kern, der damals die Teamleitung von World of Warcraft innehatte, dürfte Blizzard inzwischen ein fast schon lästiger Dorn im Auge sein. Nach seinem Weggang in 2006 gründete er das (nur mäßig erfolgreiche) „Red 5 Studio“, das für Firefall verantwortlich war. In der jüngeren Geschichte stand er vor allem für die Fans des klassischen World of Warcraft ein, die sich einen „Vanilla Server“ wie Nostalrius wünschen, um das Spiel in seiner Ursprungsform spielen zu können. Er überbrachte Blizzard eigenhändig eine Petition mit tausenden Unterschriften.

Das sind natürlich nur ein paar der Köpfe, die hinter World of Warcraft steckten und heute noch stecken. Eben all jene Leute, die man meistens auf der Bühne der BlizzCon sieht. Damit so ein Spiel wirklich rund läuft, braucht es natürlich deutlich mehr Entwickler.


Das war ein Blick auf die Anfänge von WoW. mit einer „möglichen, aber unwahrscheinlichen Zukunft“ beschäftigen wir uns hier:

World of Warcraft: So sähe der Dämmerwald aus, wenn WoW aktuelle Grafik hätte

Autor(in)
Quelle(n): wow.gamepedia.com
Deine Meinung?
Level Up (1) Kommentieren (4)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.