„Diese Aussage ist so ein Sieg für Blizzard“ – WoW Forever distanziert sich klar von TBC und WotLK

WoW Arthas Forever

Beim Blick auf manch eine Neuerung für WoW: Forever hatten Fans vom klassischen World of Warcraft Angst, dass sich Blizzard zu sehr an den Erweiterungen Burning Crusade oder Wrath of the Lich King orientieren könnte. Ein Statement von Blizzard sorgt jetzt für Diskussionen und Emotionen.

Was ist das für eine Aussage von Blizzard? Kurz vor dem Start von WoW: Forever gab es noch einmal umfassende Änderungen für alle Klassen. Aufgrund der großen Zahl an Anpassungen nehmen sich die Entwickler Zeit für ein langes Vorwort, in dem sie auf Gründe für viele der Neuerungen eingehen. So schreiben sie unter anderem:

Darüber hinaus spiegelt ein Teil dieser Änderungen Bereiche wider, in denen wir möglicherweise voreilig auf Lösungen aus der Burning-Crusade- oder Wrath-Ära zurückgegriffen haben, anstatt neue Ansätze zu entwickeln, die besser zum Kampfsystem von Forever passen. Unser Ziel beim Klassendesign ist keine vollkommene zahlenmäßige Ausgeglichenheit, sondern vielmehr, dass sich jede Klasse für die Gruppen, denen sie sich anschließt, wertvoll anfühlt – mit wirkungsvollen, unvergesslichen Momenten, die das Meistern einer Klasse mit sich bringt. In Forever erreichen wir dies, indem wir die Stärken und Unterschiede, die jede Klasse einzigartig machen, gezielt betonen, anstatt sie übermäßig aneinander anzugleichen.

Blizzard in den offiziellen Patch Notes auf forums.blizzard.com

Zur Erklärung: Mit WoW: Forever möchten die Entwickler für das klassische World of Warcraft einen anderen Weg einschlagen als es seinerzeit mit den Erweiterungen „The Burning Crusade“ und „Wrath of the Lich King“ passiert ist. Das Ziel ist eine alternative Version von WoW, die damals gemachte Fehler und Neuerungen nicht wiederholt, um die klassische Spielerfahrung besser zu konservieren.

Einige der neuen Klassen-Fähigkeiten für WoW: Forever kamen jedoch direkt aus diesen beiden Phasen der WoW-Geschichte, beispielsweise der Zauber Lavaeruption von Elementar-Schamanen. Daher befürchteten einige Classic-Fans einen zu großen Einfluss vom alten WoW auf das neue Forever. Das Statement von Blizzard zeigt, dass sich die Entwickler dieser potenziellen Falle bewusst sind und sie vermeiden wollen.

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WoW: Forever – Das sind die Besonderheiten von Classic Plus im Trailer

„Überstürzter Versuch, das Problem zu beheben“

Wie reagiert die Community? In einer Diskussion dazu auf Reddit verdient sich das Statement von Blizzard über 2.000 Daumen hoch und mehr als 950 Kommentare. Es gibt viel Lob für die klare Trennung, aber auch Bedenken bezüglich der Umsetzung sowie emotionale Verteidiger der Erweiterungen TBC und WotLK.

  • Post-Ersteller LazerDiller2 schreibt bereits in der Überschrift: „Diese Aussage ist so ein Sieg für Blizzard“. Weiter erklärt er: „Ich hatte wirklich das Gefühl, dass sie WoW Classic einfach nur TBC/WotLK überstülpen. Diese Aussage ist so ein absoluter Volltreffer. Das eröffnet die Möglichkeit für neue und spannende Fähigkeiten, die die klassische Klassen-Fantasie wirklich aufgreifen.“
  • Personal_Shallot1799 hält auf Reddit dagegen: „Ich bin wirklich nicht der Meinung, dass WoW Classic der alleinige Maßstab dafür sein sollte, was Forever einmal wird. Wenn die Leute voller Nostalgie auf WoW zurückblicken, zählen sie TBC und Wrath fast immer zu diesem Old-School-WoW-Erlebnis, das als die absolute Blütezeit des Spiels galt.“
  • StoirmePetrel kritisiert die Umsetzung auf Reddit: „Das Problem war nie die bloße Existenz eines Lava-Zaubers im Fähigkeiten-Kit, sondern wie schlecht Kettenblitzschlag (CL) war und wie schwach die Spezialisierung abschnitt. Es hätte doch machbar sein müssen, vier Knöpfe vernünftig auszubalancieren, aber das hier ist ein fauler – oder besser gesagt überstürzter – Versuch, das Problem zu beheben.“

Dass gerade Schamanen mit den jüngsten Klassen-Anpassungen nicht zufrieden sind, zeigt der Umstand, dass der offizielle Classic-Discord der Klasse aus Protest 13 Stunden lang offline genommen wurde (via wowhead.com). Die Kritik der Community: Blizzard würde das Feedback der Schamanen-Spieler ignorieren und die Klassen-Fantasie des Totemstellers zerstören.

Wie bewertet MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz all das? Ganz grundsätzlich finde ich es gut, wenn Forever sich klar von den Erweiterungen vom alten WoW abgrenzen und sich eine eigene Identität zulegen möchte. Aber zum einen bedeutet das nicht, dass es niemals irgendwas geben darf, das es in vergleichbarer Form in späteren WoW-Phasen gab. Zum anderen ist das kein Garant für spaßiges Klassen-Design.

Am Ende muss die Umsetzung gut sein und zu Forever passen. Und was das Klassen-Design angeht, sehe ich es durchaus kritisch, dass derart umfangreiche und schwerwiegende Änderungen für alle Spielweisen nicht in der Beta, sondern jetzt zum Launch getestet werden.

Das Ziel der Entwickler war es in der Beta eigentlich, ein spaßiges Fundament für alle Klassen zu schaffen, dem man dann nur noch Feinschliff verpassen muss. Dieses Ziel hat man klar verfehlt, das zeigen die jüngsten Patch Notes. Wir können uns in den ersten Wochen von Forever daher wohl noch auf einige Patches mit Klassen-Änderungen einstellen – bis alle Spielweisen da sind, wo Blizzard und die Communitys sie haben wollen.

Oder wie seht ihr das? Hättet ihr gern mehr aus TBC und WotLK in Forever? Sollten die Unterschiede möglichst groß sein? Wie zufrieden seid ihr mit eurer Wunsch-Klasse? Verratet es uns gern in den Kommentaren! Übrigens tickern wir den Start von WoW: Forever und wer uns begleiten möchte, kommt hier ans Ziel: Release von WoW: Forever im Live-Ticker – Uhrzeit, Status, Warteschlangen und mehr

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