WoW Forever: Spieler entwickelt Addon, damit ihr nervige Streamer ausblenden könnt

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Streamer in WoW Forever sind lästig – vor allem einer. Den will die Community loswerden und nutzt dafür ein Addon.

Die Beta von World of Warcraft Forever lockt viele Spielerinnen und Spieler an. Darunter befinden sich aber auch Streamer, wie Asmongold, der mit Zehntausenden seiner Zuschauer in die Beta strömt und hinter sich eine Schneise der Verwüstung lässt.

Darauf haben manche einfach keine Lust: Und kurzerhand wurde ein Addon geboren, das alle Anhänger des Streamers vollkommen ausblendet, sobald sie entdeckt werden.

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Wer ist Asmongold? Asmongold galt lange Zeit als großer WoW-Streamer mit einer riesigen Community. In den letzten Jahren hat sich die Außendarstellung von Asmongold allerdings drastisch gewandelt. In seinen Streams werden immer häufiger politische Themen aufgegriffen, bei denen er oft radikale Ansichten vertritt, die von den meisten als fremdenfeindlich und misogyn aufgefasst werden.

Seine noch immer große Community hat einen äußerst schlechten Ruf und immer wieder kommt es zu Vorfällen, in denen Asmongold seine Zuschauer regelrecht aufstachelt, was häufig zu Shitstorms gegen einzelne Entwicklerinnen oder andere Content Creator führt.

Aktuell spielt Asmongold sehr viel WoW Forever mit seiner Gilde Olympus – oder eher seinen Dutzenden Gilden mit diesem Namen.

Addon blockt Asmongold und alle seine Anhänger

Was ist das für ein Addon? Das Interface-Addon „OlympusMute“ (auf CurseForge) erschafft eine zweite, interne Ignore-Liste. Sobald man in der Welt einen Charakter entdeckt, der in einer Gilde ist, in der „Olympus“ als Name steht, wird der Charakter sofort stummgeschaltet und sämtliche Chat-Kommunikation in den öffentlichen Kanälen von diesem Charakter ausgeblendet.

Das bedeutet: Sämtliche Charaktere der verschiedenen Olympus-Gilden werden nach und nach ausgeblendet, bis man niemanden mehr davon lesen kann.

Inzwischen wurde das Addon um weitere Funktionen erweitert, sodass man auch Gilden mit anderen Namen auf die Liste nehmen kann.

Viele wollen in WoW Forever einfach entspannen – und nicht in Streamer mit ihren 2.000 Minions laufen.

Warum wurde das Addon gemacht? In der Beta von WoW Forever ist es leicht, auf Asmongold und seine Anhänger zu treffen, denn sie sind mehrere Tausend. Sie haben zahlreiche Gilden mit Namen wie „Olympus“, „Olympus II“ und immer so weiter – über 40 solcher Gilden gibt es inzwischen und die meisten von ihnen haben mehrere Hunderte Mitglieder oder sind gar voll.

Da die Mitglieder der Gilden versuchen, immer in der Nähe von Asmongold zu sein, kann man einem riesigen Schwarm an Charakteren begegnen, die in den Chats alles Sinnvolle wegspammen und auch oft zu Beleidigungen und rassistischen oder frauenfeindlichen Aussagen greifen – etwas, das den Spielspaß massiv stört.

In einem Interview mit 404media erzählte Solastro, der Autor des Addons, dass er vor einigen Jahren selbst ein Fan von Asmongold und aktiver Teil seiner Community gewesen sei, bevor es den Wandel beim Streamer gab. Seit es sich in den Streams vor allem um politische Themen dreht, habe er die Freude daran verloren und inzwischen kaum noch Verständnis für Asmongold.

So reagiert der Streamer: Asmongold hat auf das Addon erwartbar reagiert und sieht sich und seine Gilden-Mitglieder als Opfer, denn auf X schrieb er, dass dies „entweder ein Hassverbrechen oder Rassismus sei“ und „Diskriminierung eine schreckliche Sache ist und es ist schrecklich, dass Blizzard so etwas Ekliges zulässt“. Dass Asmongold mit seiner Community überhaupt erst die Notwendigkeit und den Wunsch der Spielerschaft geweckt hat, ein solches Addon verwenden zu wollen, scheint er dabei nicht zu sehen.

Im Stream erklärte er außerdem, dass die Unterstellungen ihm gegenüber ungerecht seien. Wie inklusiv er und seine Community wären, würde er beweisen, indem er Olympus Laundry für Frauen und Olympus XXL für dicke Menschen eröffne. Damit zeigt er deutlich, wie er sich positioniert.

Die Flucht vor solchen Streamern mit ihren großen Communitys sorgt schon jetzt für einige Probleme. Denn viele Spielerinnen und Spieler planen, den Streamern zu entgehen und einfach auf der RP-Welt anzufangen. Aber das ist etwas, das den wahren RP-Fans ein Dorn im Auge ist: Sie haben eine klare Bitte an euch alle.

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