Die Balance in WoW Forever bleibt ein eher wildes Unterfangen. Das soll aber so sein, denn die Entwickler sagen klar: Die Balance der Zahlen ist nicht so wichtig.
World of Warcraft Forever nimmt als Grundgerüst die Spielwelt von Vanilla, aber auch die Klassen orientieren sich noch stark an ihrer ursprünglichen Variation. Das mag manchen ein Dorn im Auge sein, denn die Balance ist noch nicht so ausgefeilt. Für Blizzard ist das allerdings überhaupt kein Problem, denn genau so soll es sein – sie legen sogar einen Fokus darauf, dass die Klassen unterschiedlich und nicht gleich stark sind.
Balance ist für Retail, Forever soll wilder sein
Was wurde gesagt? Kurz vor dem Release von WoW Forever haben die Entwickler noch einmal umfangreiche Patch Notes zu den Klassen veröffentlicht. Auf die Details gehen wir an dieser Stelle nicht ein, wohl aber an ein Zitat aus den Patch Notes. Denn da heißt es im offiziellen WoW-Forum (übersetzt):
Unser Ziel im Klassendesign ist es nicht, dass wir perfekte numerische Gleichheit bekommen, sondern lieber, dass sich jede Klasse wertvoll in einer Gruppe anfühlt und unvergessliche Momente erschaffen kann, indem sie gemeistert wird. In Forever wird das erzielt, indem wir uns auf die Stärken und Unterschiede konzentrieren, die jede Klasse einzigartig machen anstatt sie alle zu vereinheitlichen.
Was bedeutet das? Im Klartext heißt das einfach: Ihr solltet bei eurer Klasse nicht so genau auf das Damage Meter achten und euch mit anderen Klassen vergleichen, denn eine Gleichheit soll es hier nicht geben. Stattdessen hat jede Klasse ein eigenes Toolkit, mit dem es in bestimmten Situationen glänzen kann. Wer erinnert sich nicht daran, wenn ein Magier mit einer Frostnova den Heiler rettet oder ein Hexenmeister mit einem gut gemeinten Furcht-Zauber noch 2 bis 20 zusätzliche Mobs in den Kampf zieht …
Cortyn meint: Ehrlich gesagt gefällt mir diese Einstellung ziemlich gut. Für das moderne World of Warcraft ist es total nachvollziehbar, dass möglichst alle Klassen und Spezialisierungen besonders nah beieinander sein sollten, das ist einfach die Grundlage für das (zum großen Teil kompetitive) Endgame des Spiels.
Doch World of Warcraft Forever braucht das nicht. Hier können Klassen noch Ecken und Kanten haben. Einige können in Situationen brillieren oder haben gravierende Nachteile, bei denen andere Klassen besser oder schlechter aufgehoben wären. Solange alle Klassen eine bestimmte Nische haben, in der sie überzeugen können, finde ich das gut. Das stärkt die Identifikation mit dem eigenen Charakter und sorgt dafür, dass man sich freut, in einer Situation besonders glänzen zu können.
Was auch jeden Fall für alle Klassen notwendig ist, ist eine Menge Gold – alleine schon für das Mount. Wir verraten, wie ihr in Forever ordentlich Gold scheffelt.
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