WoW verliert deutschen Community-Manager – Kein Nachfolger?

Die deutsche Spielerschaft von World of Warcraft verliert ihren Community Manager. Was verwunderlich ist: Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

Nach den vielen schlechten Nachrichten rund um Blizzard in den letzten Tagen und Wochen, müssen die deutschsprachigen Spieler von World of Warcraft nun noch einen weiteren Hieb einstecken. Der deutsche Community Manager Toschayju nimmt seinen Hut. Am 17. Oktober 2019 ist sein letzter Arbeitstag bei Blizzard.

Toschayju war sehr beliebt: Bei den deutschsprachigen Spielern war Toschayju sehr beliebt, da er sich immer rege im Forum beteiligt hat und auch für einige Späße zu haben war. Er galt in der Community stets als freundlich und die meisten waren mit seiner Arbeit als CM für den deutschsprachigen Raum vollends zufrieden. Auch für die Rollenspieler hat er sich häufig eingesetzt und deren Feedback an Blizzard weitergereicht, selbst wenn es dann nicht für einen Classic-RP-Server gereicht hat.

Warum hört Toschayju auf? Einen Grund für seinen Weggang als Community Manager verrät Toschayju nicht. Er beschreibt seine 12 Jahre bei Blizzard und vor allem die 4 Jahre als Community Manager für den deutschsprachigen Raum als „beste Zeit seines Lebens“. Künftig wird er wieder nach Deutschland ziehen, wo „neue Aufgaben, neue Abenteuer und Welten“ warten. Es wäre also denkbar, dass er künftig im Community-Team eines anderen Spiels mitarbeitet.

Den kompletten Abschieds-Post von Toschayju könnt ihr hier lesen.

Kommt kein Nachfolger? Was am Abschiedspost von Toschayju verwunderlich auffällt: Er nennt keinen Nachfolger. Im Regelfall wird bei solchen Abschiedsbeiträgen immer auf Nachfolger verwiesen, die den Posten von nun an übernehmen werden. Dass Toschayju einen solchen Nachfolger nicht nennt, schürt bei Fans die Sorge, dass die Stelle künftig unbesetzt bleibt. Eventuell wird es dann gar keinen deutschen Community Manager mehr geben.

Es wäre demnach auch möglich, dass sein Weggang noch immer ein Teil der „großen Entlassungswelle“ bei Blizzard ist, die vor knapp einem Jahr begonnen hat. Damals hatte wollte man mehr Ressourcen in die reine Entwicklung von Spielen zu stecken und weniger in alle anderen Bereiche – Community-Management dürfte auch darunter fallen.

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Quelle(n): eu.forums.blizzard.com
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Misanthrop

Mich beschleicht das Gefühl das wir es überleben werden.

Mandrake

Lol…und ich schreibe noch beim letzten mal ob die sowas wie nen Communitymanager haben wegen diesem Overwatch Event..

muahaha…ok damit hätte sich die Frage dann beantwortet. Geile Firma, muss ich ja mal sagen.

https://mein-mmo.de/blizzar

Manni

Das ist natürlich bedauerlich, aber Community Manager sind nicht erst jetzt schon Relikte aus einer Zeit, in der die gesamte MMORPG-Szene noch eine andere war.

„Community Manager sind sowas von 200X“ und dem muss ich leider beipflichten.

Damals hatten CMs in den Spielen viel mehr Möglichkeiten, von Ingame-Events über eigene Streams (keine Promo-Streams mit Entwicklern, nur der/die CM) bishin zu Wettbewerben im Forum konnte da alles von denen ausgeführt werden.

In den letzen Jahren sind CMs doch nur noch (Ausnahmen gibt es natürlich) die Boxsäcke der Spieler, die Überbringer schlechter Nachrichten in den Foren und die Leute, die sich sonst nicht mehr mit ihrer Klientel abgeben können, weil sie mittlerweile viele andere Aufgaben innerhalb des Unternehmens wahrnehmen müssen, geworden —- sofern ein Spiel überhaupt noch einen CM hat, dessen Kompetenz über das Moderieren eines Forums hinausgeht und der obendrein auch noch des Deutschen mächtig ist.

Das es auch ohne geht (zumindest ohne deutschsprachige CMs), haben Publisher wie Trion Worlds jahrelang bewiesen.

Ich wage mal die Aussage, dass nur 5% der Spieler eines MMORPGs aktiv die Dienste und Services eines CMs überhaupt noch wahrnehmen oder umgedreht, dass es 95% aller Spieler egal ist, das es sowas wie einen „Community Manager“ überhaupt gibt.

Von daher kann ich es wie gesagt nur begrüßen, wenn die Entwickler und Publisher mit dem total veralteten Prinzip Community Management langsam aber sicher Schluss machen bzw. den Begriff Community Manager neu auslegen.

N0ma

Ist eine Frage des Entwicklers und des CM selbst, bei Warframe ist die CM sehr präsent.

Manni

Ja, ich schrieb ja bereits, Ausnahmen gibt es.
Aber im deutschsprachigen Bereich sieht das sehr sehr mau aus.
Selbst den Blizzard CM aus dem Artikel hier kannte man auch nur wegen seiner Forumaktivität.

Snowblind

Ich finde hier sieht man wirklich gut wohin Blizzard zusteuert und was Morhaimes weggang wirklich bedeutet.

Jetzt wird mehr nach $$$ und Maximierung geschaut, anstatt Kundenpflege und das macht mich mehr als traurig.
Die Kunden haben Blizzard groß gemacht und das man innerhalb von 1 Jahr (ich weiß Blizzards Untergang wird schon lange prophezeit, darauf hab ich aber nie was gegeben) den Ruf, die Außenwirkung so gegen die Wand fahren kann ist wirklich schon eine Kunst:

Auf der Blizzcon 2018 meine Brack zu Morhaime (Sinngemäß) schau was du alles vollbracht hast und zeigte auf die Community/auf die Menschenmenge im Saal …
Tja hoffe wirklich das Blizzards Chefetage sich wieder auf die Stärken und Werte besinnen die sie groß gemacht haben, aber irgendwie wird die Flamme auch immer kleiner.

Schade schade Blizzard.

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