In WoW Classic nerven Ninja-Looter, aber ihr könnt gegen sie vorgehen

Ninja-Looting in World of Warcraft Classic ist ärgerlich. Ein Fall sorgte nun für Aufsehen. Doch was lässt sich dagegen tun und was fällt unter Ninja-Looting?

Kaum ein Begriff in World of Warcraft ist so alt wie der Ausdruck des „Ninja-Lootings“. Doch was fällt überhaupt alles darunter? Was ist erlaubt und Spielmechanik, was ist verboten? Und wie wehrt man sich dagegen, wenn ein Fall von Ninja-Looting vorliegt? Das Thema kochte im Subreddit von World of Warcraft nun wieder auf, sodass auch wir uns damit beschäftigen.

Was ist vorgefallen? Im Subreddit von WoW Classic macht gerade eine ziemlich miese Geschichte die Runde. Ein Offizier aus der Gilde des Streamers Asmongold hat sich ein episches Item ergaunert. Während eines Dungeon-Runs droppten die epischen Handschuhe „Edgemaster’s Handguards“ (Handschützer des Klingenmeisters). Der besagte Spieler kündigte im Chat an, dass „Alle Gier“ würfeln sollten.

Das taten auch alle Spieler – bis auf jener, der die Regel ausgesprochen hatte. Er würfelte Bedarf, gewann die Handschuhe und verließ die Gruppe, um sie kurz darauf im Auktionshaus zu verkaufen und sich dann sein Episches Reittier von dem Gold zu holen.

Bildquelle: reddit.com/r/wow

Auf Reddit sorgte dieser Vorfall für großes Aufsehen, nicht nur wegen der Dreistigkeit des Spielers, sondern eben auch, weil es sich um einen Mitspieler aus einer der bekanntesten Gilden handelt. Mehr als 16.000 Upvotes sorgten für viel Aufmerksamkeit.

Doch die Frage ist nun: Was kann man gegen so einen Fall tun?

Getroffene Absprachen sind einzuhalten: Grundsätzlich hat Blizzard seit „Vanilla“ schon besondere Regeln, um solche Betrugsfälle zu vermeiden. So sollten sich Spieler beim Beitritt in eine Gruppe darüber informieren, welche Loot-Regeln vorherrschen. Wenn dann klar kommuniziert wurde, dass etwa „auf alle Items von allen Spielern gewürfelt werden darf“, dann wäre es ein Verstoß, wenn der Gruppenanführer auf „Plündermeister“ umstellt und die Gegenstände nach eigenem Gutdünken verteilt.

Der Grundsatz ist also: Getroffene Absprachen, die im Chat des Spiels festgehalten wurden, sind einzuhalten.

Das dürfte auch für oben besagten Fall und alle ähnlichen Fälle gelten. Wenn eine Absprache zur Verteilung von Beute beschlossen und diese missachtet wurde, könnt ihr den entsprechenden Spieler melden.

Sollte das Vergehen dann als tatsächlicher Betrug gewertet werden, so verliert der Betrüger im Regelfall nicht nur seinen Gewinn aus dem Item, sondern auch noch temporär den Zugang zu seinem Account.

Bedenkt allerdings: Wenn es keine im Chat festgehaltenen Absprachen gab, dann kann man auch niemandem vorwerfen, dass er „Bedarf“ gewürfelt hat.

Auch andere Vergehen im Spiel können zu Strafen führen – wie etwa das Stehen auf Häusern im PvP.

Gelten diese Regeln noch? Von Blizzard gibt es bisher noch kein Statement, weshalb davon auszugehen ist, dass die „alten Regeln“ noch gelten, zumindest in 2015 waren sie noch gültig. Wenn ihr also einen eindeutigen Fall von Ninja-Looting erlebt, indem die abgesprochenen Regeln gebrochen wurden, solltet ihr den entsprechenden Spieler melden. Im besten Fall kassiert dieser Spieler dann eine Strafe und verliert das, was er an dem jeweiligen Gegenstand verdient hat.

Kein Problem in Retail-WoW: Übrigens ist Ninja-Looting im aktuellen World of Warcraft (Retail) quasi unmöglich, da dort fast alle Gegenstände über „Personal Loot“ verteilt werden. Jeder Spieler erhält einzeln seine Beute, sodass niemandem etwas weggenommen werden kann. Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum Blizzard dieses System im aktuellen WoW überhaupt eingeführt hat.

Habt ihr in WoW Classic schon Spieler getroffen, die sich Items ergaunert und die Gruppe hintergangen haben? Oder wurdet ihr bisher verschont?

So voll ist es in WoW Classic, wenn eine Twitch-Gilde ein Legendary herstellt

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Quelle(n): reddit.com/r/classicwow/
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N0ma
N0ma
2 Monate zuvor

Deshalb würfle ich mittlerweile immer Bedarf in lfg Gruppen weil es immer welche gibt die sich nicht an die „Regeln“ halten.

„Kein Problem in Retail-WoW – Personal Loot“
Richtig, alles andere führt immer irgendwann zu Murks.

Jahad
Jahad
2 Monate zuvor

Tja shit happens. Er hat im chat nur geschrieben „all greed“. Damit hat er natürlich alle anderen gemeint. Wenn bei mir jemand so etwas macht warte ich natürlich bis alle greed gewürfelt haben. Ich liebe Classic und spiele es derzeit ausgiebig aber anhand dieses Vorfalls zeigt sich auch die größte Schwäche auf. Ausser mimimi und GMs anschreiben kann man nicht viel machen. In Spielen wie „Darkfall“ würde ich ihm und seiner ganzen Gilde das Leben zur Hölle machen. Hier wird man einfach ingoriert

Luriup
Luriup
2 Monate zuvor

Klassischer Ninja Looter.
Blacklist und abhaken.

Bis jetzt keinen in meinen Gruppen gehabt.

Gandi39
Gandi39
2 Monate zuvor

Amen.

Und als betroffener vielleicht das nächste mal noch 1 schritt weiter nachdenken als einfach aus zu führen :). Einfach warten bis derjenige selbst auch Greed gewürfelt hat. Solange das niet passiert, einfach nicht würfeln

Jigi
Jigi
2 Monate zuvor

Tja pech gehabt sie machen gar nix dagegen. Ich erinner mich noch genau damals an einen Vorfall der mich betroffen hat. Wollte die VZ Crusader und er ist mit meinen Mats off gegangen und ward nie wieder gesehen. Ticket geschrieben und was wurde gesagt, im warsten Sinne wie selber Schuld. Mats wurden auch nicht erstattet. Daher, vertraue niemanden. Ist leider heute so.

Cortyn
Cortyn
2 Monate zuvor

Das stimmt nicht.

Wenn im Chat vorher abgemacht wurde, dass du einem Spieler die Ressourcen gibst und er dir dafür etwas verzaubert, dann ist das eine klare Absprache. Wenn sich daran jemand nicht hält, dann kannst du das melden und Blizzard greift ein. Das ist mir bei Verzauberern 2x in 15 Jahren passiert und beide Male bekam ich meine Materialien zurück.

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