Gen Z versus WoW Hardcore – Twitch-Streamer mit 40.000 Stunden Spielzeit verrät, wie Sauercrowd für die jungen Wilden ist

Gen Z versus WoW Hardcore – Twitch-Streamer mit 40.000 Stunden Spielzeit verrät, wie Sauercrowd für die jungen Wilden ist

Beim aktuell laufenden Sauercrowd-Projekt der deutschen Twitch-Szene kommen alte und junge Streamer in WoW Classic Hardcore zusammen. Einer der erfahrensten Spieler spricht jetzt darüber, wie schwer es die junge Generation teils mit dem über 20 Jahre alten MMORPG hat.

Wer ist der alte Hase? Jessirocks bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als den besten Export aus Österreich seit Arnold Schwarzenegger. Durch seinen Content zu Hack’n’Slays wie Diablo 4 oder Path of Exile 2 konnte er sich in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum zu einem der beliebtesten Streamer überhaupt mausern.

Die meiste Spielzeit hat der Österreicher in all den Jahren aber in World of Warcraft gesteckt, wo er viele Jahre lang Teil einer ambitionierten Progress-Gilde war. Über 40.000 Stunden sollen dort locker zusammengekommen sein. Im Zuge des aktuell laufenden Sauercrowd-Projekts macht er jetzt erneut Azeroth unsicher.

Kulturschock für die junge Generation

Woher kommen die neuen Aussagen? In der neuen Ausgabe des Podcasts „eins & null“, den er gemeinsam mit Johanna „Joey“ Pirker aufnimmt, sprach Jessirocks jetzt (gemeinsam mit Gast Prof. Manuel Ninaus) über Sauercrowd im Speziellen und WoW im Allgemeinen. Ihr könnt euch die Folge beispielsweise auf open.spotify.com anhören.

Was erzählt der Streamer? Zuerst wird Jessirocks gefragt, was Sauercrowd eigentlich ist. Seine erste Reaktion: „Das Allerschlimmste. Das kann man leider nicht anders sagen.“ Danach möchte er wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass HandOfBlood oder Papaplatte seinen Podcast hören. Denn er erklärt Sauercrowd im Anschluss wie folgt:

Die haben Onlyfangs von den Amis geklaut. So machen wir es ganz kurz. […] Damals hatten die 600 Streamende geholt und da war das Projekt, so viele, wie es geht, auf Level 60 zu bringen – das ist die Maximalstufe in WoW Classic, für die man im Schnitt so 150 bis 200 Stunden braucht -, um dann die ersten Bosse im Geschmolzenen Kern zu schaffen.

Und die [Anmerkung der Redaktion: HandOfBlood, Papaplatte und Co.] haben das in dieser Art und Weise jetzt ein bisschen nachgemacht, in einer abgeschwächten Version, und das läuft unter dem Event-Namen Sauercrowd, wo eben jetzt glaube ich 260 Streamende drin sind. Am Freitag soll es eine neue Einladungswelle geben, weil man schon gemerkt hat, dass nicht alle Level 60 werden, weil nicht alle so viel Zeit zum Spielen haben.

Jessirocks im Podcast eins & null

Dass bei dem Event auch so viele junge Streamer der Gen Z mitmachen, sorgt laut Jessirocks für einen regelrechten Kulturschock.

Man merkt das jetzt an dem WoW-Event, da sind ganz, ganz viele junge Streamende dabei. Die wurden geboren, als WoW rausgekommen ist. Die kennen diese Art von Spiel gar nicht. Jetzt mal 200 Stunden zu spielen, nur um die Maximalstufe zu erreichen, und bei einem Fehler verlierst du deinen gesamten Fortschritt …

Für viele ist das eine ganz, ganz harte Geschichte, wie man auch an den Todes-Clips und den stundenlangen Tränen sehen kann, wie die Leute innerlich auch an Hardcore dann zerbrechen. Viele finden dann auch nicht den Mut, um noch mal reinzugehen. Das kann man verstehen, weil es einfach so viel Zeit ist. Das war früher der Stand der Dinge in den Spielen.

Jessirocks im Podcast eins & null

Jessirocks ergänzt im Laufe der Podcastfolge, dass er WoW nie für das beste oder spaßigste MMORPG gehalten hat. Es war aus seiner Sicht aber das Spiel, das seine Community über einen langen Zeitraum am besten binden konnte, und auch er hat lange Zeit vor allem aufgrund dieser sozialen Bindung so viel WoW gespielt.

Dass der Streamer nur noch bedingt Freude daran hat, die klassische Version von WoW zu spielen, lässt sich an seinem aktuellen Fortschritt beim Sauercrowd-Projekt ablesen. Obwohl er noch kein einziges Mal beim Geistheiler war, steht sein Charakter erst bei Stufe 22. Ein Mitglied der Gen Z ist da schon viel weiter: Erster Twitch-Streamer von Sauercrowd erreicht Stufe 60, feiert den emotionalen Moment in Goldshire, bricht in Tränen aus

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chebi

Stimme Frankenstein vollkommen zu. WOW ist das beste, spaßigste und im Kopf bleibend Spiel mit der geilsten Lore. Hab von Vanilla bis Legion gespielt. In BC den Feldmarshall mit meiner Druidin gemacht( härteste Zeit in meiner WoW Spielerfahrung). Die Welt, Atmosphäre und die Geschichten die sich daraus ergeben sind genial. Hab aus Zeitgründen nach Warlords of Draenor dann für einige Jahre aufgehört und später nochmal für ein paar Monate entspannt in Classic gestartet ( bis Naxx). Die Zeit…. Das war mein Problem, ansonsten ist es die beste Welt und die Ergebnisse sprechen für sich. Nach den ganzen Jahren wird es gespielt, geliebt und gehasst. Alles richtig gemacht. Habe sehr schöne Erinnerungen an die Zeit und lese heute noch die Bücher (20 waren es bisher), da die Welt viel zu erzählen hat. Hab mir einige Figuren im 3D Druck gedruckt, bemalt( Diablo ebenfalls) und diese schmücken meine Vitrine. Wow ist nicht nur ein Spiel, es verbindet Menschen.
Zu Jessierocks: gibt immer was zu kritisieren egal ob D4 etc, aber seine Stundenangaben( sofern sie immer stimmen 😉, sprechen dann eigentlich gegen seine Kritik. Wenn ich was nicht mag, verbringe ich nicht damit soviel Zeit! Jessie halt 😊
wünsche allen Teilnehmer vom Sauercrowd Event ne Menge Fun und viel Erfolg

ViktorFrankenstein

Im Februar 2005 habe ich angefangen, World of Warcraft zu spielen. Ich war einer der ersten deutschen Spieler auf dem Server Proudmoore. 😍🤗

Für mich ist und bleibt World of Warcraft das beste, geilste, interessanteste, motivierteste und coolste MMORPG aller Zeiten, da kommt nichts mehr ran.

Ich werde niemals vergessen, wie damals zwei österreichische Spieler als Mage im PvP alles niedergerotzt haben. Diese waren wochenlang auf Platz 1 im Ranking und waren perfekt eingespielt. 😍

Meine eigene Erfahrung als Krieger war von erheblichen Fehlentwicklungen geprägt, da mir die notwendige Expertise im Bereich der Tank-Klasse mangelte; die ansprechende Ästhetik des Kriegers mit Schild und Schwert hatte mich zwar beeindruckt, jedoch entsprach die Rolle des Tanks nicht meinen Präferenzen. 😉

Dennoch sind die positiven Beispiele überwältigend. Allein die zahlreichen sozialen Aspekte und Freundschaften zeugen davon, dass WoW damals viele Dinge richtig gemacht hat.

Ich mag World of Warcraft von ganzem Herzen und werde es immer mögen. Aber ich spiele nicht mehr so oft wie früher. Das letzte Addon habe ich nur kurz gespielt, aber das ist okay. Ich hatte viele tolle Stunden im Spiel. Alles ist gut! 🤗

Yoma

“Die haben Onlyfangs von den Amis geklaut.”
Klar.
“Für viele ist das eine ganz, ganz harte Geschichte, wie man auch an den Todes-Clips”
Das machts aber auch spaßiger zu sehen.
Bin aber auch mal gespannt wieviele durchkommen.

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