Blizzards aktuelle Lösung gegen Bots in WoW Classic war mal ein Aprilscherz

Blizzards Vorgehen gegen Bots in WoW Classic ist ein Witz – und das wortwörtlich. Er stammt nämlich aus alten „April, April“-Patchnotes.

Die Entwickler von World of Warcraft Classic haben endlich etwas gegen die Überhand nehmenden Bots unternommen und ihnen eine Beschränkung auferlegt. Pro Tag können nur noch 30 Instanzen mit einem Account besucht werden.

Doch einige Spieler finden die Lösung von Blizzard gar nicht so lustig, denn sie war eigentlich ein Aprilscherz aus dem Jahr 2006.

Was war das für ein Aprilscherz? Früher hat Blizzard zum 1. April regelmäßig „Fake-Patchnotes“ veröffentlicht. Diese enthielten Änderungen, die niemals ins Spiel kamen und die Spieler an der Nase herumführen sollten. Eine dieser Änderungen aus dem Jahr 2006 liest sich so:

Mit den vielen Verbesserungen, die in den Endgame-Dungeons im letzten Patch vorgenommen wurden, haben wir entschieden, dass es notwendig ist, die Menge der Dungeons zu limitieren, die ein Spieler pro Tag besuchen kann.

Das wird gemacht, um die Ökonomie davor zu bewahren, zu stark mit wertvollen Gegenständen geflutet zu werden und um sicherzustellen, dass Spieler nicht zu viel Gold verdienen in einem Zeitraum, den wir als angemessene Spielzeit ansehen. Wir verstehen, dass viele Spieler ihre wiederholten Besuche zu ihren Lieblings-Dungeoons genießen, weshalb wir diese Begrenzungen so wenig restriktiv wie möglich gestaltet haben.

Jeder Charakter auf dem Account eines Spielers kann den selben Dungeon bis zu drei mal pro Tag besuchen und maximal 5 Dungeons innerhalb eines 24-Stunden-Zyklus. Denkt daran, dass jeder Charakter auf eurem Account einzeln gezählt wird. Mit acht Charakteren sind das also ein Maximum von 40 Dungeons pro Tag!

Das ist schon ziemlich nah an dem Instanz-Limit, das Blizzard heute in WoW Classic eingeführt hat, um Bottern und Cheatern die Tour zu vermiesen.

Viele Spieler sehen Blizzards Handeln nicht als Lösung, sondern nur als ein Weg, auch weiterhin Account-Gebühren von den Bottern zu bekommen.

Das sind die Unterschiede: Ganz so wie im Aprilscherz von 2006 ist das Instanzlimit nicht. In Wirklichkeit gilt das Limit von 30 Instanzen nämlich für sämtliche Charaktere eines Accounts auf dem gleichen Realm. Man kann also mit einem einzigen Char bis zu 30 Instanzen besuchen und nicht nur 5, wie es der Aprilscherz vorgesehen hatte.

So reagieren die Spieler: Im Subreddit von WoW Classic wird dieser Fund angeregt diskutiert. Einige amüsiert es zwar, dass Blizzard einen Aprilscherz als tatsächliche Lösung umgesetzt hat, doch viele Spieler sind irritiert. So schreiben sie etwa:

HellenKellersMonocle meint: „Ich weiß nicht, ob ich lachen, weinen oder wütend darüber sein soll.“

Einige, wie AlphaTangoFoxtrt sind auch richtig wütend und erklären:

Und vergesst nicht, dass es nur pro Realm zählt. Also alles, was die Bots machen müssen, ist von Realm zu Realm loggen. Das behebt gar nichts und bestraft nur die Spieler.

Die Befürchtung der Spieler ist recht eindeutig: Die neuen Einschränkungen werden nicht helfen, sondern lediglich dazu führen, dass Bots sich nun auf mehreren Realms Charaktere erschaffen. Wenn sie auf einem Realm das Instanz-Limit erreicht haben, wechseln sie einfach den Realm und machen weiter.

Wie seht ihr diese Lösung von Blizzard? Eine gute Entscheidung, Aprilscherz hin oder her? Oder kann das nicht die Antwort auf Botter sein?

Quelle(n): reddit.com/r/classicwow/, wow.gamepedia.com (Fake-April-Patchnotes 1.11)
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Koronus

Kaum zu glauben, dass ich diesen wundervollen Artikel übersehen habe.

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