WildStar: Verkaufszahlen sind ernüchternd

Das SF-MMO WildStar taucht im Quartalsbericht von NCSoft auf. Der lässt Rückschlüsse auf die Verkaufszahlen zu. Zwischen 400.000 und 600.000 Einheiten sollen circa über den Tisch gegangen sein.

Der Quartalsbericht von NCSoft ist für den MMO-Sektor schon seit langem spannend, weil sie mit Guild Wars 2 einen wichtigen westlichen Titel im Programm haben und mit Blade&Soul einen der dominanten MMO-Titel im Osten führen. Das April/Mai/Juni-Quartal war diesmal sogar noch spannender, da mit WildStar ein Tripple-A-MMO im Westen releaset wurde. Und WildStar-Spieler, Ex-Spieler und interessierte Beobachter wollen natürlich wissen, wie sich das Game schlägt.

Die Antwort: Nicht so prall, aber auch nicht furchtbar. Aus den Budget-Werten lässt sich keine genaue Zahl herunterrechnen, weil das Game zu verschiedenen Preisen verkauft wurde, in der Steel Edition war es teurer, bei Rabatt-Aktionen deutlich günstiger als der Standardpreis. Man geht bei WildStar von 400.000 bis 600.000 verkauften Einheiten aus – etwas weniger als 500.000 ist eine Zahl, die man am häufigsten bei den Berechnungen hört.

WildStar Gold

Wie die Zahl jetzt gewertet werden sollte und wie sich das auf die Zukunft von WildStar auswirkt, hängt sicher zu einem Großteil davon ab, wie viele der Käufer auch ein Abonnement abgeschlossen haben und mit wie vielen Spielern Carbine in seinen Plänen gerechnet hat.

Mit dem Abverkauf von 400.000 bis 600.000 Einheiten ist das Game sicher kein Flop, die Resonanz der Fans in den sozialen Medien und Foren ist dennoch ernüchternd. Man fragt sich, was Carbine hätte anders machen sollen. Ob es am Marketing liegt, dass sich der Titel nicht besser verkaufte, an der Jahreszeit oder an dem fehlenden „großen Namen“, der hinter dem Produkt steht. Mit einem Meta-Critic-Wert von 82% steht das Spiel gut da, allerdings fiel auch hierbei schon auf, dass weniger Kritiker das Spiel besprachen als den kurz vorher erschienenen Konkurrenten The Elder Scrolls Online.

Mit dem Blick auf den Release-Termin von „Warlords of Draenor“, der World of Warcraft-Erweiterung, dessen Bekanntgabe für den späteren Donnerstagabend angesetzt ist, blicken einige sorgenvoll in die Zukunft. Da sich WildStar in seiner Strategie an ehemalige World of Warcraft-Spieler richtete, ging man ohnehin davon aus, dass mit dem Start von Warlords of Draenor Nexus noch etwas leerer werden würde.

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Quelle(n): global.ncsoft.comwww.reddit.com
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