MeinMMO-Autor Ody hat das neue Taktik-Rollenspiel Warhammer 40.000: Mechanicus 2 bereits für einige Stunden gespielt. Ausgerechnet die menschlichen Tech-Nerds des Adeptus Mechanicus fühlten sich für ihn aber so fremd an, dass er sich eher den metallenen Robo-Mumien der Necrons verbunden fühlt.
Eins vorweg, ich habe mich ohne große Vorkenntnisse in Mechanicus 2 gestürzt: Ich habe weder den ersten Teil gespielt, noch bin ich sonderlich versiert in der Lore von Warhammer 40.000. Mein Herz ist und bleibt bei Fantasy. Komplett blind bin ich nun aber auch nicht ins Spiel gegangen, ein wenig kenne ich mich mit Warhammer 40.000 aus.
So waren mir die zwei spielbaren Fraktionen von Warhammer 40.000: Mechanicus 2 nicht neu. Diese sind:
- Das technisch versierte Adeptus Mechanicus, dessen Tech-Priester (angewidert von der Schwäche ihres Fleisches) Teile ihres Körpers durch mechanische Komponenten ersetzen und fanatisch auf der Suche nach neuem Wissen für das Imperium sind
- Die machthungrigen Necrons – eine uralte Spezies von Außerirdischen (auch Xenos genannt), die ihre organischen Körper komplett aufgegeben haben und nun lebende, aber seelenlose Maschinen sind
Im Grunde sind die Necrons ägyptisch angehauchte Robo-Mumien. So werden sie etwa von einem „Phaeron“ angeführt, was doch verdächtig stark nach „Pharao“ klingt. Aber auch ihre Namen für Dinge (oder sich selbst) klingen einfach stark nach antikem Ägypten.
Auf der einen Seite haben wir also eine menschliche Fraktion, die in Technologie vernarrt ist, und auf der anderen Seite eine Xenos-Spezies seelenloser Roboter. Da wird doch wohl klar sein, welche der beiden Fraktionen für mich als relativen 40.000-Noob nahbarer ist. Yepp, es sind die Robo-Mumien – Moment, was?
Mechanicus 2 zeigt das Imperium von seiner seltsamsten Seite
In einem Setting, das mit Robo-Mumien, Weltraum-Orks (und Elfen), und Schwärmen der gefräßigen Tyraniden aufwartet, klingen Menschen irgendwie langweilig. Trotzdem erfreut sich das Imperium der Menschheit großer Beliebtheit in der Community – auch, weil man sich viel leichter in die Rolle eines anderen Menschen hineinversetzen kann.
Genau dieses „sich in andere Menschen hineinversetzen“ fiel mir aber in Mechanicus 2 beim namensgebenden Adeptus Mechanicus überraschend schwer.
Der erste Charakter, den uns das Spiel vorstellt, ist Tech-Aquisitorin Scaevola. Wenn sie spricht, hört man eine stark verzerrte, mechanische Stimme und ihre Dialoge lesen sich eher wie die Kommandozeile eines Programms – es wirkt wirklich so, als sei sie bereits mehr Maschine als Mensch.
In den Audio-Optionen könnt ihr sogar die „Lingua Technis“ aktivieren – dann versteht man ohne Dialogboxen zu lesen wirklich kein Wort mehr von dem, was die Tech-Priester sagen.
Auf Seiten des Adeptus Mechanicus gibt es zwar auch Figuren, die spürbar menschlicher rüberkommen, insgesamt sind die Tech-Nerds des Imperiums aber die eigenartigere der beiden Fraktionen. Und das ist keine Kritik, sondern ein Lob: Man spürt wirklich, wie sehr sich die Tech-Priester vom gewöhnlichen Menschsein verabschiedet haben.

Meine wahren Freunde sind machthungrige Robo-Mumien
Im Gegensatz dazu sprechen die Necrons stets klar und deutlich, auch wenn sie vor Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit nur so triefen (was sehr unterhaltsam sein kann). Sie waren für mich auch viel leichter zu durchblicken als das Adeptus Mechanicus.
Die Story fängt recht simpel an: Necrons auf dem Planeten Hekateus IV erwachen aus einem jahrtausendelangen Schlaf, stoßen dabei aber auf das Adeptus Mechanicus. Dieser hat sich auf dem Planeten niedergelassen und daraus eine Schmiedewelt gemacht – ohne von den schlafenden Necrons zu wissen.
Den Necrons gefällt das natürlich gar nicht, weswegen Vargard Nefershah die Legionen ihrer alten Dynastie mobilisiert, um die Eindringlinge zu vertreiben. Das Adeptus Mechanicus will den Planeten nicht kampflos aufgeben und widersetzt sich den untoten Maschinen.
Ich habe bislang rund 6 Stunden im Spiel verbracht und dabei sowohl die Kampagne des Adeptus Mechanicus als auch die der Necrons angefangen. Letztere ist mir deutlich besser im Gedächtnis geblieben – die unsterblichen Weltraum-Pharaonen haben es mir einfach angetan und machen mir Lust auf mehr.

Story und Dialoge fesseln, auch wenn die Kämpfe es nicht immer tun
Um mehr Zeit mit den Necrons zu verbringen, kann ich auch darüber hinwegsehen, dass mich Mechanicus 2 spielerisch nicht so sehr abholt. Das liegt aber nicht mal unbedingt an den Rundentaktik-Kämpfen. Von denen bin ich zwar kein Fan, aber ich kann mich damit arrangieren. Vielmehr ist es die Spielmusik, oder besser gesagt der Mangel daran in manchen Situationen.
In meinem allerersten Kampf war ich überrascht, wie still das Spiel eigentlich ist: Abgesehen vom Klang der Schusswaffen und anderer Mordinstrumente, sowie dem mechanischen Stampfen der Necrons und anderer Maschinen, war fast nichts zu hören.
Was zwischen den einzelnen Gefechten für eine dichtere Atmosphäre sorgt, führt innerhalb der Gefechte für mich dazu, dass ihnen der Wumms fehlt. Schläge fühlen sich dann nicht so wuchtig an, wie sie es könnten, und Kämpfe fühlen sich nicht so spannend an, wie sie es sollten.
Ich hatte während meinem ersten Anspielen oft Momente, in denen ich mir mehr musikalischen Bombast gewünscht habe – etwa, wenn ich einen erbitterten Kampf ums Überleben meines Helden geführt habe und links wie rechts um ihn herum seine Soldaten fielen. Dabei ist die Musik im Spiel richtig gut und passend zur Atmosphäre, nur dürfte sie hin und wieder mal härter auf den Putz hauen.
Warhammer 40.000: Mechanicus 2 erscheint übrigens am 21. Mai 2026 für den PC auf Steam, sowie für die Konsolen PS5 und Xbox Series X|S. Damit fällt der Release auf denselben Tag wie der Warhammer Skulls Showcase 2026 – ein jährliches Event, bei dem Games Workshop haufenweise Videospiele zur Warhammer-IP präsentiert.
Jetzt seid ihr gefragt: Werdet ihr euch als Adeptus Mechanicus der Gefahr durch die Necrons widersetzen? Oder lasst ihr lieber deren alte Dynastie wiederaufleben und vertreibt die Menschen von eurem Planeten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Auf den gleichen Tag wie der Release von Mechanicus 2 fällt übrigens auch die Veröffentlichung des ersten Mini-DLCs für Total War: Warhammer 3. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus hat es bereits gespielt: Ich habe den neuen DLC von Total War: Warhammer 3 als einer der ersten in Europa gespielt und mich neu verliebt
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