Früherer Sony-Manager sagt: Wäre die PS4 gefloppt, wäre das vielleicht das Ende gewesen

PlayStation ist für Sony heute eine wichtige Marke. Doch es hätte anders kommen können, wie ein früherer Sony-Manager erklärt. Wäre die PS4 gefloppt, hätte es das Ende von PlayStation bedeuten können. Ein Grund dafür ist auch die PS3, die alles andere als erfolgreich war.

Wer spricht da? Die Aussage stammt vom früheren Sony-Manager Shahid Ahmad. Er hatte rund 10 Jahre lang für PlayStation gearbeitet und hatte Ende 2015 das Unternehmen verlassen. Im Unternehmen war er unter anderem für strategischen Content zuständig.

Was genau sagte er? Ahmad hatte in einem Gespräch (via gamingbolt) erklärt, dass die PS4 für die PlayStation sehr wichtig gewesen sei. Sogar so wichtig, dass ein Flop möglicherweise sogar das Ende für PlayStation gewesen wäre. So erzählt er:

Ich glaube, selbst wir waren überrascht, wie enthusiastisch der Empfang für die PS4 war, denn es war auch eine Art Erlösung. Wir waren mit der PS3 durch das Feuer gegangen, und jetzt stand alles auf dem Spiel. Wir mussten das richtig machen, und wenn wir das nicht geschafft hätten, hätte es das Ende [für die PlayStation] sein können.

Shahid Ahmad, früherer Sony-Manager; Quelle: gamingbolt.com

Mit dem Aus von PlayStation hätte es dann voraussichtlich auch keine PlayStation 5 gegeben.

PS5 liegend
Wäre die PS4 kein Erfolg gewesen, hätte es die PS5 vielleicht gar nicht erst gegeben.

Darum war der Erfolg der PS4 für PlayStation so wichtig

Mit der PlayStation 1 und PlayStation 2 hatte Sony eine starke Marke im Konsolenbereich etabliert. Die PS2 ist bis heute die am meisten verkaufte Konsole der Welt.

Doch mit dem Release der PS3 sah es plötzlich ganz anders aus. Die Verkäufe liefen schleppend und waren im Vergleich zur PS2 desaströs.

Darum lief die PS3 so schlecht: Es gibt verschiedene Gründe, warum die PlayStation 3 nicht an den Erfolg der PS2 anknüpfen konnte.

  • Die PS3 hatte eine neue, komplexe System-Architektur. Das macht die Entwicklung von Spielen für Developer vergleichsweise schwierig.
  • Sony reagierte vergleichsweise langsam auf Probleme.
  • Der Verkaufsstart der Playstation 3 musste außerdem mehrfach verschoben werden.
  • Im Vergleich zur PS2 war der Preis der PS3 viel zu hoch angesetzt. 599 Euro waren vielen Käufern zu viel Geld, dementsprechend blieben die Käufer auch weg.

Der größte Fehler sei aber der sehr hohe Preis gewesen. Ein Grund, warum auch derzeit über den möglichen Preis der PS5 diskutiert wird.

Darum war der Preis der PS3 ein Problem: Nachdem bei der PlayStation 2 viele Spieler gutes Geld für moderne Technik und DVD-Player ausgegeben hatten, funktionierte die Strategie bei der PlayStation 3 nicht. Für viele waren 599 Euro für das 60-GByte-Modell mit WLAN-Unterstützung und Bluray-Player doch zu viel.

Auch die ständige Verschiebung der Konsole tat da ihr übriges: Erst hatte es Frühjahr 2006 geheißen, dann November 2006 und am Ende März 2007. Dadurch soll Sony viele potentielle Käufer verloren haben.

Die PS3 war für Sony ein Flop, die PS4 sollte aus den Fehlern lernen – mit Erfolg. Bildquelle: wikipedia.com

PS3 als „Ikarus-Moment“ bei PlayStation: Die PS4 sollte aus Fehlern der PS3 lernen

Shawn Layden, der Chef der Sony Worldwide Studios, bezeichnete die PS3 als „Ikarus-Moment“ in der Geschichte der PlayStation (via gamingbolt). Man musste sich nach dem missglückten Start der PlayStation 3 etwas Neues einfallen lassen, denn so konnte es nicht weiter gehen.

Das machte Sony bei der PS4 besser: Bei der PlayStation 4 versuchte Sony einen anderen Weg zu gehen und aus den Fehlern zu lernen. So erklärte Layden:

Wir haben den Entwicklern und Spielern zugehört. Wir hörten auf Mark Cerny [leitender Architekt der PS4]. Wir schufen die PS4, eine Konsole sowohl für Entwickler als auch für Fans. Wir konzentrierten uns auf die Qualität unserer Spiele, darauf, Titel zu entwickeln, die den Test der Zeit bestehen, so wie es die besten Kunstwerke oft tun.

Shawn Layden, Chef der Sony Worldwide Studios; Quelle: gamingbolt.com

Die PlayStation 4 war zu ihrem Start leichter zu handhaben und deutlich zugänglicher als die PS3. Mmit dem niedrigen Preis konnte man sich außerdem von der direkten Konkurrenz absetzen.

Es gibt auch heute noch Leute, die wegen Corona erst jetzt die PlayStation 4 für sich entdecken. So ist es einem Vater passiert, der eigentlich Gaming hasst und jetzt Fan der PS4 geworden ist.

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Dimpfelmupser

Nicht nur das, bedenkt das die PS4 und XBone One die gleiche Spiele „Steam“ Lösung bekommen sollten. Aber dank dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=kWSIFh8ICaA
wurde es ganz schnell geändert und die PS4 bekam einen BIOS Update der nicht unterbrochen werden durfte.

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