Warum eine Gaming-Maus für 30 Euro gegen Logitech und Razer kaum eine Chance haben wird

Titelbild Trust Ybar Gaming-Maus

Gewicht, Ergonomie und Akkulaufzeit

Das Gewicht: Die Maus wiegt 96 Gramm ohne Kabel und ohne kabellosen Adapter. Im Vergleich zur Konkurrenz ist die Maus insgesamt etwas zu schwer. Während typische Allrounder-Gaming-Mäuse, wie etwa die G502(X) oder die Razer Basilisk V3, ebenfalls rund 100 Gramm wiegen, sind Mäuse für Shooter deutlich leichter.

Vom Äußeren wirkt die Ybar-Maus wie eine Shooter-Maus, weil sie im Daumenbereich nur zwei zusätzliche Tasten bietet.

Ihr Gewicht von rund 100 Gramm erinnert jedoch eher an die Eigenschaft eines langsamen Allrounders. Im Vergleich:

  • Logitechs G305 wiegt mit 99 Gramm etwas mehr als die Trust Ybar.
  • Die Viper Mini von Razer wiegt mit ihren 61 Gramm deutlich weniger.
  • Roccats Kone Pro orientiert sich ebenfalls eher an den 100 Gramm.
Trust Ybar Gaming-Maus Frontal

Ergonomie: Die Ergonomie und Haptik der Gaming-Maus gefällt mir überraschend gut. Die Maus liegt bequem in meiner Hand, wenn ich sie im Palm-Grip nutze. Das liegt vor allem an dem vergleichsweise breiten “Hintern” der Maus, wo mein Handgelenk gut ruhen kann.

Alle Tasten am Korpus der Maus sind gut erreichbar. Die Oberfläche der Maus ist leicht nach rechts geneigt und betont damit leicht meine Handform, was ich sinnvoll finde. Denn damit wird zumindest leicht die normale Handhaltung nachgeahmt. Aber natürlich kein Vergleich mit Vertikalmäusen, die die Schrägung bewusst auf die Spitze treiben.

Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit ist mehr als ausreichend und hält bei mir locker 2 – 3 Tage, bevor die Maus dann doch wieder ans Ladekabel muss. Über USB-C lässt sich die Maus außerdem zügig wieder aufladen.

Nutze ich die Maus einige Minuten nicht, dann schaltet sich die Maus ab. Erst mit einem erneuten Klick “wacht” die Maus dann wieder aus ihrem Schlaf aus. Grundsätzlich ist das eine gute Idee, weil die Maus auf diese Weise Strom spart.

Trust Ybar Gaming-Maus Ergonomie
Im Palmgrip ist die Trust Ybar sehr bequem.

Die Maustasten, Mausrad und Sensor

Die Maustasten: Die Maustasten bieten ein gutes Klickgefühl, sind knackig und knallen im wahrsten Sinne: Sie sind aber für meinen Geschmack überraschend laut und deutlich hörbar. Meine Partnerin hat sich im Alltag sichtlich davon genervt gefühlt, wenn ich mit der Ybar-Gaming-Maus am Spielen gewesen bin. Auch ich finde die Klicks auf Dauer ziemlich anstrengend. Für ein ruhiges Büro würde ich die Maus nicht empfehlen.

Die lauten Klicks finde ich auch deswegen etwas überraschend, weil Trust in anderen Geräten von sich bereits lautlose Maus-Switches verbaut hat, die man überhaupt nicht hört. In der Trust Rezo (zum Test) sind die Switches etwa nicht hörbar.

Das Mausrad: Das Mausrad der Ybar ist im Alltag präzise genug und lässt sich gut bedienen. Die Rasterung ist angenehm.

Trust Ybar und Logitech G305
Die Trust Ybar und die Logitech G305.

Sensor: Der Sensor schneidet in meinem Test überraschend durchschnittlich ab. Mit meinem Testprogramm zeigt sich, dass die Sensor-Kurve nicht einheitlich bleibt und immer wieder stark von der Norm abweicht. Im Test bewege ich die Maus langsam im Kreis und werde dabei immer schneller.

Ein guter Sensor sieht wie eine gleichmäßige Amplitude aus, ohne starke Abweichungen. Der Sensor der Ybar weicht jedoch immer wieder ab, um Fehler zu korrigieren. Die Spitzen der Kurven sind teilweise abgehackt und nicht gleichmäßig rund. Leichte Ungleichmäßigkeiten sind normal, doch etliche Messpunkte (blau) liegen teilweise weit außerhalb der grünen Linie.

Im Alltag merke ich die Sensor-Probleme, wenn ich plötzlich aus heiterem Himmel einen Mauszeiger-Sprung habe.

Das macht die Maus kaum noch für Spiele empfehlenswert, wo ein genauer und schneller Sensor Pflicht ist. Für langsame Aufbau- oder Strategiespiele ist der Sensor noch ausreichend, für flotte Shooter würde ich zu einer anderen Gaming-Maus raten.

Nun könnte man argumentieren, dass die Maus auch nur 30 Euro kostet. Leider bietet Logitech im gleichen Preissegment seine Logitech G305 LIGHTSPEED an, deren Sensor bedeutend besser ist. Und auch Roccat und Razer bieten ebenfalls günstige und zuverlässige Optionen an.

Fazit: Schwacher Sensor und deutlich bessere Alternativen

Für wen ist die Maus geeignet? Aufgrund diverser Sensor-Probleme scheidet die Maus für schnelle und kompetitive Spiele aus. Das größte Problem der Maus ist jedoch, dass die direkte Konkurrenz einfach besser ist. Sowohl Logitech als auch Roccat bieten im gleichen Preissegment signifikant bessere Modelle an, die ich der Maus von Trust vorziehen würde.

Welche Alternativen gibt es?

  • Die Logitech G305 Lightspeed ist die beste Alternative. Im Schnitt zahlt ihr 35 Euro für die Maus und bekommt damit eine hervorragende, leichte Gaming-Maus mit sehr guter Akkulaufzeit.
  • Die kabelgebunde Logitech G502 bekommt ihr mittlerweile ebenfalls für rund 40 Euro und ist ebenfalls eine exzellente Alternative, wenn euch das vergleichsweise hohe Gewicht von 120 Gramm nicht stört.
  • Mit der Roccat Burst Core bekommt ihr eine weitere gute Gaming-Maus mit gutem PixArt-Sensor. Etwas teurer ist die Burst Pro, die dafür den noch besseren Sensor liefert.
  • Mit der Razer Viper Mini bekommt ihr ebenfalls eine leichte Gaming-Maus, die ebenfalls eine sehr gute Sensorik abliefert. Auch hier zahlt ihr im Schnitt 40 bis 60 Euro.

Weitere Gaming-Mäuse auf MeinMMO: Falls ihr nach weiteren, empfehlenswerten Gaming-Mäusen sucht, dann schaut doch einmal in unsere Kaufberatung auf MeinMMO. Hier findet ihr die besten Gaming-Mäuse, die ihr aktuell kaufen könnt:

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