Totes MMORPG Dragon’s Prophet wollte zurück zu Steam – Bleibt jetzt doch tot

Eigentlich hätte das im Mai eingestellte MMORPG Dragon’s Prophet am 10. August über Steam zurückkommen sollen. Doch das passierte nicht. Inzwischen ist der Eintrag auch verschwunden. Was ist da passiert?

Wie sieht die Situation aus? Das MMORPG Dragon’s Prophet schloss am 29. Mai die Pforten. Doch ohne Vorankündigung tauchte über Steam ein Eintrag zum Online-Rollenspiel auf und kündigte die Rückkehr für den 10. August an. Hinter diesem Neustart steckte ein Unternehmen namens BOBYGAME.

Allerdings kam der 10. August und nichts passierte. Der Termin wurde daraufhin um einen Tag verschoben. Doch am 11. August geschah etwas ganz anderes. Anstatt den Start des MMORPGs zu erleben, nahm Valve die Steam-Seite von Dragon’s Prophet offline.

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So sah Dragon’s Prophet aus. Doch das MMORPG kehrt nun doch nicht zurück.

Tot bleibt tot

Warum wurde die Seite offline genommen? Schon kurz nachdem die Steam-Seite erschienen war, kamen Zweifel auf, ob es sich bei diesem Neustart um ein legales Projekt handelte. Denn die neue, offizielle Website von Dragon’s Prophet war von der ursprünglichen Seite kopiert, als der Publisher noch Infernum war.

Ein ehemaliger Angestellter von Infernum meldete sich zur Situation und erklärte, dass er starke Zweifel daran habe, dass es sich um einen offiziellen Neustart von Dragon’s Prophet handle. Er vermutete, dass es ein Fan-Server sein könnte.

Die Community entdeckte dann, dass die Firma hinter dem Spiel zwei Namen hatte, BOBYGAME und Dragon’s Prophet Games GmbH. Doch keine von beiden besaß einen Eintrag im Handelsregister. Auch schien das Unternehmen keine offizielle Lizenz für Dragon’s Prophet zu besitzen.

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Das MMORPG Dragon’s Prophet bleibt eine schöne Erinnerung.

Ein Sprecher des Entwicklerstudios hinter Dragon’s Prophet, Runewaker, meinte gegenüber der Website MMO Fallout, dass BOBYGAME kein Partner des Unternehmens sei. Das Material, welches die Entwickler als Beweise dafür zeigten, dass es sich angeblich um ein legales Projekt handle, stamme auch nicht von Runewaker, sondern aus einem Sourcecode-Leak.

Was meint das Team dazu? Nachdem die Steam-Seite von Dragon’s Prophet verschwand, schloss zudem der Discord-Server. Das Team äußerte sich auf der offiziellen Website nur kurz und erklärte:

Es tut uns leid, dass wir Dragon’s Prophet nicht weiter vertreiben und weiterentwickeln. Die Reaktionen haben uns sehr beunruhigt. Unser Team will auf diese Weise nicht weitermachen und löste sich auf.

BOBYGAME

Was steckte denn jetzt hinter der Sache? Laut dem Betreiber eines inoffiziellen Servers von Dragon’s Prophet soll hinter dem Projekt eine Gruppe von türkischen Spielern stehen, welche von ihnen den Quellcode und Dateien des MMORPGs kaufen wollten. Wie die Person in den Kommentaren von MassivelyOP schreibt, wollte das Team selbst einen neuen Server aufsetzen.

Ob dem wirklich so ist, kann derzeit nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Fakt ist, aus dem Projekt wurde nichts. Dragon’s Prophet kehrt nicht zurück.

Falls ihr euch dann eben nach einem anderen MMORPG umsehen wollt, lest euch die MeinMMO-Liste die 13 besten Free2Play-MMORPGs im Vergleich durch. Vielleicht findet ihr ja ein Online-Rollenspiel, das euch gefällt.

Quelle(n): MassivelyOP
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Gina

ja schade, ein ambitioniertes Spielerprojekt durch Bürokratie zu Fall gebracht. Gut gemacht!

Gekkosera

Ich sehe das etwas anders. Wenn es sich offiziell als Fanprojekt kenntlich gemacht hätte und entsprechend auf Spenden bzw. einen eventuellen Ingame-Shop hinweisen würde, mit dem Sie die Server finanzieren wollen, wäre dies alles nicht so gelaufen wie es nunmal ist.
Hier wurden eine bzw. zwei Firmen gegründet, die auf eine kommerzielle Vermarktung hinweisen. Zu diesen Firmen gibt es keine Informationen und auch von offizieller Seite wurde dementiert, dass es sich hierbei um ein legales Geschäft handelt.
Somit liegt es nahe, dass es sich um Scam handelt oder zumindest mal um Copyright-Geschichten.

Claudia

Eben, es gibt weitere private Server, die existieren und ein Zuhause für die Community bieten. Diese existierten zum Teil bereits als Gamigo das Spiel noch publiziert hat und sind entstanden nachdem Publisher in anderen Regionen die Spiele lange vor Gamigo vom Netz genommen haben.

Bei einer Firma, die zuerst die Website und Privacy Policy von Infernum kopiert und wo vergessen wird, Infernum aus dem Text zu löschen, und das ca 20 mal, sollte jeder an der Legitimität zweifeln, besonders, wenn nachdem dies an die Betreiber herangetragen wird, ein knapper, türkisch-sprachiger Ersatztext gepostet wird und auf der anschließend erstellten neuen Website alles fehlt: Keine AGB, keine EULA, keinerlei Kontaktadresse oder Standort für Streitfälle oder den Hinweis darauf, dass das Copyright der Bilder bei Runewaker Enterprises liegt.

Genauso wurden bei Fragen, die eigentlich nur gestellt wurden, weil zukünftigen Spieler wissen wollten, ob das alles so korrekt ist, die Konversationen gelöscht, die Fragesteller gesperrt und es wurde sogar mit rechtlichen Schritten gedroht. Die DP Community existiert weiterhin, eine relativ kleine, aber unheimlich treue Gemeinschaft, die weiterhin über Discord in Kontakt steht und dort wurde dies verfolgt, da es tatsächlich zu Beginn Hoffnung gegeben hat, dass dies legal ist. NIEMAND dort hätte ein Problem mit einem neuen Privatserver gehabt. Viele spielen bereits auf einem solchen.

Eine begründete Angst lag woanders: Einige haben bereits 4 mal neu angefangen, nachdem ihre offiziellen Server überall auf der Welt im Laufe der Jahre zugemacht worden sind. ein 5. Mal anfangen, in einem Spiel, von dem alle wussten, dass es je nach Konzept durchaus eine Menge Geld kosten kann, um das zurückzubekommen, was sie im alten Spiel hatten und welches seit Jahren nicht mehr weiterentwicklelt worden ist. Die Angst zumindest bei mir war, dann erneut vor verschlossener Türe zu stehen, da es Zweifel an der Legitimität gab, die BOBYGAMES durch ihre Aktionen, unter anderem das ständige Ändern bei Wikipedia und das Entfernen der ehemaligen legitimen EU-Publisher dort und die Sperren, noch geschürt, statt zu versuchen, Vertrauen zu gewinnen.

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