The Division: Die Chance auf Neuanfang – Erst, wenn Destiny Winterschlaf hält?

Bei The Division diskutieren wir die Frage, ob der MMO-Shooter den Glanz alter Tage je wieder erlangen kann. Diese Frage hängt wohl auch von Destiny ab.

The Division ist kein kompetitiver Multiplayer-Shooter wie Battlefield 1, Call of Duty oder Titanfall 2. Der PvP-Bereich ist in einer völlig anderen Form ausgeprägt. Stattdessen ist The Division ein Online-Open-World-RPG, ein MMO-Shooter, bei dem sich alles um Loot und den Fortschritt der Agenten dreht. In dieser Kategorie und in dieser Qualität gibt es auf den Konsolen PS4 und Xbox One im Grunde nur einen Kontrahenten: Destiny.

Momentan ist Destiny der unbestrittene „Sieger“ in diesem Genre. Ende September begann bereits das dritte Jahr dieses Erfolgs-MMO-Shooters und noch immer bietet es spannende Inhalte für unzählige Hüter. Allerdings geht Destiny so langsam wieder in eine Phase über, in der der Schrei nach neuem Content lauter wird. Hier eröffnet sich die Chance für The Division.division-cleaners

Update 1.4 ist nur der erste Schritt des Neuanfangs

The Division erschien Anfang März 2016 zu einem günstigen Zeitpunkt. Bei Destiny war der letzte DLC bereits Monate her und das April-Update noch über einen Monat entfernt. Der Durst der Zocker nach „MMO-Shooter“-Inhalten war groß, weshalb viele Hüter in die Postapokalypse New Yorks spickten und als Agenten unterwegs waren. Nicht selten las man: „Destiny ist tot, The Division ist viel besser!“ Seit wenigen Monaten sind die Aussagen genau andersherum.

Massive begegnete nun mit dem Update 1.4 all der Kritik um The Division und viele Agenten sind voller Lob für die zahlreichen Neuerungen. Jedoch fügte der Patch eine wichtige Sache nicht hinzu: Neuen, frischen Content. Es kamen keine neuen Aktivitäten, lediglich die bisherigen wurden gnadenlos überarbeitet.

Von einem Neuanfang ist daher momentan nicht zu reden: Manche Agenten schauen jetzt zwar wieder in den Shared-World-Shooter hinein, jedoch können sie nicht wirklich „Neues“ tun. Obendrauf wird man gegenwärtig mit relevantem Loot nur so überschüttet, sodass man schnell das Maximal-Level erreicht und für viele keine Langzeitmotivation geboten ist.destiny-hueter

Die Spieler brauchen Content für den Winter

Für Monate wird The Division 1.4 die Agenten nicht beschäftigen können – aber das muss es auch nicht. Denn schon „bald“ soll das Survival-Update erscheinen und neue Spielinhalte liefern. Zudem wird Anfang 2017 noch „Last Stand“ erwartet, die letzte große Erweiterung, die im Season-Pass enthalten ist. Massive hat also noch zwei Asse im Ärmel, um in naher Zukunft die Agenten zurückzugewinnen.

Destiny-Addon: Rise of IronBei Destiny läuft es gegenwärtig noch hervorragend: Erst diese Woche startete der erste Challenge-Mode im „Zorn der Maschine“-Raid. Zudem läuft noch das Festival der Verlorenen. Allerdings: Das Maximum des Licht-Levels von 400 kann bereits erreicht werden – und viele Hüter haben es auch schon erreicht. „Rise of Iron“ hat nicht mehr viele Eisen im Feuer, um die Zeit bis zum nächsten großen Ding – wohl Destiny 2 – zu überbrücken.

Im Dezember soll es zwar noch ein größeres Event rund um die Sparrow-Racing-League geben, jedoch ist ein Sparrow-Rennen auch nicht jedermanns Sache. Und wie es dann in Destiny weitergeht, steht zurzeit noch in den Sternen. Möglicherweise wird dieser MMO-Shooter wie im letzten Jahr ein wenig in Winterschlaf verfallen, bis im Frühjahr neue Inhalte oder Events geboten werden.

Diese Zeit kann The Division nutzen, indem Massive hochwertige und möglichst Bug-freie Inhalte liefert. Viele Hüter sind mit Sicherheit froh, wenn es auch als Agent wieder etwas zu tun gibt, sobald die lohnenswerten Hüter-Aktivitäten dünn werden.division-konflkt-12-970x500

Wir wissen nicht, was die Zukunft für The Division bereithält. Vielleicht gelingt in den nächsten Wochen und Monaten ein starker Neuanfang. Es ist aber sicherlich für beide MMO-Shooter gut, einander als „Rivalen“ zu haben. Wenn The Division wieder aufblüht, muss Bungie nachziehen und Destiny wieder lukrativer gestalten. Konkurrenz belebt eben das Geschäft. Und die Spieler sollten davon profitieren.

Damit die Spielerschaft wieder zu The Division rüberschaut, wird es um Destiny aber wohl erst ruhiger werden müssen.

Hinweis: Das Titelbild haben wir von Forbes entnommen.

Was denkt Ihr? Schafft es The Division, zum alten Glanz und zur einstigen Beliebtheit zurückzukehren?

Autor(in)
Quelle(n): Forbes
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