Die große Streamer-WG mit Twitch-Stars ist gescheitert – Schuld ist ausgerechnet der Glasfaser-Anschluss

Die große Streamer-WG mit Twitch-Stars ist gescheitert – Schuld ist ausgerechnet der Glasfaser-Anschluss

Der bekannte Fortnite-Streamer Daequan Loco wollte gemeinsam mit Kollegen der E-Sport-Organisation NRG in ein Gaming-Haus ziehen. Das Projekt scheiterte jedoch kläglich an schlechtem Internet gescheitert. Das sorgte für ausbleibenden Content und sich sorgende Fans.

Was war passiert?

  • Der Fortnite-Streamer Daequan Loco (via youtube.com) ist nach längerer Abwesenheit zurückgekehrt, um zu erklären, warum das NRG-Esports Content-Haus „Thoom House“ kürzlich abgebrochen wurde.
  • Das Haus wurde im Spätsommer 2021 gegründet, doch plötzlich wurde es still um die Mitglieder.
  • Angeblich sei das gesamte Projekt nur aus einem Grund gescheitert, den wir in Deutschland schmerzlich nachvollziehen können: dem fehlenden Glasfaser-Anschluss.
  • NRG hat seinen Sitz in LA und beherbergt nicht nur diverse E-Sports-Teams, sondern auch Cosplayer und Streamer, die alle unter einem Dach zusammenkommen.

E-Sports-Team gründet Streaming-Haus, das am Internet scheitert

Woran scheiterte das Projekt? In diesem Haus sollten die NRG-Streamer gemeinsam coolen Content erstellen und streamen. Dieser Plan ging jedoch gewaltig nach hinten los. Das Internet im NRG-Haus ist viel zu schlecht, um ein solches Projekt auch nur ansatzweise zu stemmen.

Das berichtete Streamer Daequan Loco als er nach langer Abwesenheit zurückkehrte.

Wir kommen zu diesem Haus, und sie (die Vermieter) sagen NRG und uns, dass das Internet extrem schnell sei, es sei großartig, es sei immerhin ein Smart-Haus […]. Lange Rede, kurzer Sinn: Als wir dort ankamen, war es nicht so gut. Wir hatten keinen Glasfaser-Anschluss. Ich weiß nicht, was es war, vermutlich DSL.

Daequan Loco im Stream am Montag

Weiter erzählt der Streamer über die Verkabelung im Haus. So spricht er von einer DSL-Box, die aussähe wie ein alter Videorekorder. Das Internet vor Ort sei antik gewesen, etwas, das er seit 15 Jahren nicht gesehen habe. Witzig daran: Für uns in Deutschland gehört langsames Internet gerade auf dem Land noch zum Alltag, nur wenige Städte und Gemeinden können sich leisten, Internet auszubauen oder sich unabhängig zu machen.

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Zum Vergleich: In den USA sind derzeit rund 17 % der Haushalte mit Glasfaser ans Internet angebunden, rund 88 % haben immerhin einen leistungsfähigen Kabel-Anschluss (via broadband.now). In Deutschland besitzen gerade einmal 5,4 % der Haushalte einen Glasfaser-Anschluss. Immerhin hat sich die durchschnittliche Geschwindigkeit in Deutschland von 60 auf knapp 98 Mbit/s verschnellert. Das sind rund 12 MB Download pro Sekunde, während mit Glasfaser Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbits (1,25 GB pro Sekunde) erreicht werden können (via winfuture.de).

Ähnlich wie hierzulande üblich hätte Daequan die gesamte Straße samt Nachbarn zu überzeugen müssen und die Kosten für die Verlegung des Glasfaserkabels mitzutragen. Das erklärt Daequan Loco ebenfalls im Stream:

Wir haben die Besitzer gefragt, ob wir Glasfaser bekommen können. Die sagten, dass das ginge, wir aber die gesamte Straße einbinden müssen. Wir konnten einfach nichts gegen das lahme Internet tun. Ich wollte ein Video hochladen und da stand, es würde 256 Stunden dauern. Wir konnen nicht einmal Musik streamen.

Hätte NRG das Projekt retten können?

Die Frage der Schuld ist für den Streamer klar: NRG hätte nichts tun können, die Organisatoren wurden genauso belogen wie die Streamer selbst. Da das Haus jedoch bereits vorbezahlt war, überlegte NRG, wie man das Projekt Streaming-Haus retten könnte.

Eine Idee war es, das Internet mithilfe von IRL-Streaming-Rucksäcken zu verbessern, die bekommen ihr Netz über Funk. Doch neben dem hohen Preis von rund 8.000 € pro Stück hätte die Kapazität auch mit mehreren Rucksäcken noch immer nicht für alle gereicht.

Den Aus-Schalter hat das Team am Ende aber nicht nur aufgrund des schlechten Internets gedrückt, sagt Streamer Daequan Loco. Es gab zu viele weitere Probleme, als dass man hätte weitermachen wollen:

  • Duschen gaben 4 Monate lang nur kaltes Wasser ab
  • Die Klimaanlage im Haus lies sich nicht steuern
  • Der Pool war kaputt
  • und diverse kleinere Probleme mit Fenstern, Möbeln und Co.

Für ein Smart-Home sei das Haus ganz schön dumm, erklärt der Streamer zum Abschluss. Daequan und die anderen NRG-Streamer kehren jetzt erst einmal zum regulären Content zurück. Immerhin waren sie wegen des gefloppten Streaming-Projekts ganze vier Monate verschollen.

Für einen weiteren Aufrger sorgte Streamer Sodapoppin, der einen Zuschauer nach einer Spende beleidigte: Fan spendet Geld an Twitch-Streamer und wird dafür beleidigt – „Ich wollte nur nett sein“

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Sleeping-Ex

 Da das Haus jedoch bereits vorbezahlt war, überlegte NRG, wie man das Projekt Streaming-Haus retten könnte.“

  • Duschen gaben 4 Monate lang nur kaltes Wasser ab
  • Die Klimaanlage im Haus lies sich nicht steuern
  • Der Pool war kaputt
  • und diverse kleinere Probleme mit Fenstern, Möbeln und Co.“

Naja, wäre wohl langweilig wenn alle Menschen gleich clever wären.

TruEpL4y

Wer das sagt „Orga hat keine Schuld – wir wurden alle belogen“
Sorry aber wie kauft ihr da in den Staaten Häuser?
Wie organisiert ihr solch ein Projekt?
Es sind ja offensichtliche Schwierigkeiten und Dinge die man vor Ort bei einer Besichtigung zb prüfen kann.
Und es war bestimmt kein Smart House wenn da noch nicht mal Spotify läuft.
Ist mir wirklich schleierhaft warum man bei solch Projekt nicht mal nen Testlauf macht.
Wer verkaufen will der lässt mit sich reden und gibt mal Einblicke.

Whatever – denke da waren vllt auch andere Dinge im Hintergrund die vllt nicht so an die Öffentlichkeit sollen.
Zur Not hätte Starlink auch gutes Inet gebracht

KenSasaki

Verstehe ich nicht, prüft man sowas im Vornerein nicht ordentlich ob die Angaben auch alle passen? Ich meine, keine Ahnung wie das in den USA ist, aber das man sowas nicht im Vornerein prüft ob alle Angaben passen und das mal besichtigen… sry aber selbst schuld in diesem Falle.

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