Streamer wird auf Twitch von Sadisten um 5100$ getrollt – Ist am Ende der Gewinner

Einem Fortnite-Streamer auf Twitch wurden 5.100$ gespendet, die hat der Spender aber über Paypal zurückverlangt – offenbar aus sadistischen Gründen. Er wollte den Streamer leiden sehen. Am Ende scheint der Streamer aber doch gewonnen zu haben.

So ging es dem Streamer Jodyx3: Der neuseeländische Fortnite-Streamer Jordyx3 hat etwa 25.000 Follower auf Twitch – ist also eher ein kleiner Streamer im Vergleich zu den Twitch-Riesen, die 10 Millionen $ im Jahr verdienen.

Jordy erhielt von dem Zuschauer „ChubaPapi21“ insgesamt 5.100$ über 4 Spenden hinweg. Das sind etwa 4500€.

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Die Spende sah im Oktober wie der Durchbruch auf Twitch aus.

Das war für den Streamer ein richtiger Glücksfall, ein warmer Regen.

Jordy schreibt, das Geld habe ihm finanziell wirklich geholfen, da Twitch sein einziges Einkommen geworden sei. Er hatte sich Mitte 2018 entschieden, vom Zimmermann zum Vollzeit-Streamer zu wechseln.

Doch das Glück hielt nicht lange. Etwa 6 Monate nach der erste Spende, kam es zu einer Rückbuchung der vollen 5.100$. Die Paypal-Balance des Streamers war dick in den roten Zahlen.

Die Rückbuchung war noch gerade in der Frist erfolgt – zwei Tage später wäre keine Rückbuchung des Geldes durch Paypal mehr möglich gewesen, schreibt Jordy über Twitter.

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Wenn 5.1000$ gleichzeitig abgebucht werden, kann das Konto schon mal wegrutschen.

Das steckte hinter der Rückbuchung: Der Streamer versuchte zu ermitteln, warum der Spender sein Geld zurückbuchen ließ . Es könnte ja sein, dass der Spender selbst in eine finanzielle Notlage geraten war und das Geld nun selbst brauchte.

Immerhin hatte sich Jordy in den 6 Monaten nach den Spenden immer wieder mit dem Spender über Twitch unterhalten und war ihm sogar auf der Pax Australia begegnet. Dort sei „ChubaPapi21“ aber seltsam gewesen und hätte sich verdrückt, um Drinks zu holen, sei dann aber nicht wiedergekommen.

Als Jordy nun nachforschte, waren die Social Media Accounts des Spenders gelöscht.

Allerdings meldete sich ein Fremder bei ihm, der ihn frage, was er denn jetzt mit der Rückbuchung machen wollte. Er warte schon in den letzten Streams darauf, dass Jordy seine schwierige Situation mit den Chargebacks erkläre.

Twitch-Guide mit Profi-Tipps: Wie werde ich eigentlich Streamer?

Spender stellt sich als offenbar als seltsamer Psycho heraus

Nach ein bisschen Recherchieren stellte sich heraus, dass der „Fremde“ der ursprüngliche Spender war, der seinen Namen geändert hatte. Der vermeintliche Spender machte klar:

  • er hatte Jordy das Geld nur gespendet, um es später zurückzubuchen
  • dann wollte er sich erfreuen, wenn er allen wehtut
  • dabei würde er die Genugtuung empfinden, dass es ihn nicht interessiert, wie sich andere fühlen

Der Streamer veröffentlichte die Unterhaltung mit dem „Spender“, der seltsame Sachen sagt. Er zieht offenbar großen Spaß aus der ganzen Aktion und legt es darauf an, dass sich Streamer erst live auf Twitch über die Spende freuen und sich dann später genauso live auf Twitch über die Rückbuchung ärgern.

Den „Spender“ scheint es zu freuen, diesen Einfluss auf das Leben anderer zu haben.

Psycho-Dialoge-Twitch
Der Streamer veröffentlichte seine Dialoge mit dem „Spender.“ Quelle: Twitter

Der Streamer versuchte dann, das Geld über Paypal wieder einzufordern, hatte hier aber keine Chance.

Jordy sagt auch, er hätte entdeckt, dass der Spender das schon vor einigen Jahren mit anderen Streamern wie Sodapoppin oder LegendaryLea gemacht hätte.

So ging das aus: Am Ende hat die Geschichte aber so viele Leute bewegt, dass ihm die Community dann aus der Paypal-Patsche half und 5000$ spendete.  

Für Jordy ging die Sache also glimpflich aus – außer da kommt wieder ein Chargeback.

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Was ist das mit „Chargebacks?“ Was auf Englisch den cool klingenden Namen „Chargeback“ trägt, heißt deutsch-bürokratisch Rückbuchung.

Wer über Finanz-Dienste wie Paypal sein Geld ausgibt, kann das Geld auch wieder zurückbuchen lassen, ohne Angabe von Gründen.

180 Tage warten nach großen Spenden

Das ist das Problem auf Twitch: Bei Twitch gibt es die Unsitte von einigen Trollen, einem Streamer hohe Geldsummen zukommen zu lassen, die sich über diese Spende freuen, dann aber kommt das böse Erwachen: Die Spende wird über Paypal plötzlich zurückgebucht.

Streamer, die nicht aufpassen, und das gespendete Geld freudig ausgeben, können so in Probleme geraten.

Außerdem ist es einfach nervig, wenn einem Geld wieder weggenommen wird, über das man sich vorher gefreut hat. Vor allem wenn man dann hört: „Haha, und du kannst nichts dagegen tun, du Opfer.“

Das kann man dagegen tun: Auf reddit raten andere Streamer ihren Kollegen: Behaltet das Geld nach solchen großen Spenden erstmal und rührt es nicht an. Vielleicht werdet Ihr getrollt. Man sollte mindestens 180 Tage warten, bis man das Geld sicher hat, bis die Frist für Rückbuchungen abgelaufen sei.

Die meisten Streamer warteten allerdings nur 30 bis 60 Tage, bis sie das Gefühl haben, das Geld sei „safe.“

Streamer denkt, er cheatet total heimlich, aber er vergisst ein verräterisches Detail
Quelle(n): dotesports
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pedd92

Am ende geht man durch das nutzen sowohl als Spender als auch als Streamer die Agb vom jeweiligen Portal ein, tipeeestream usw haben alle Absätze drinnen das das Geld nicht zurückgefordert werden darf über „käuferschutz“ oder ähnlichen Kram. Macht man es doch so muss der Spender alle entstehenden kosten tragen.
mal am Rande, wer sich mal vertippt ok passiert allerdings wird man je nach zahlungsdienst noch mehrfach auf die zu zahlende Summe hingewiesen, über paypal sieht man die Summe 3x mindestens, somit können die Fehler wenn man nicht ganz blind ist nicht passieren, sollte man doch mal mehr ausgeben als man wollte so kann man beim Streamer nachfragen ob dieser einem freundlicherweise die überzahlte Summe zurück zahlt, kann er machen muss er aber nicht! somit ist das Geld bei Erhalt der spende auch sofort sicher zur Nutzung! (auch da die alertierung als Dienstleistung zählt, man könnte auch das persönliche vorlesen noch dazu zählen)

Andy Peter

Ich geb mal ein wenig die Spaßbremse. Natürlich ist so ein Verhalten vom “Spender“ unter aller Sau und zeigt ne soziopathische Tendenz…aaaaber… so ein wenig gesunder Menschenverstand seitens des Streamers vermisse ich da auch. Ich bin zugegeben nicht so bewandert in den Spendenmodalitäten auf twitch und Co aber ich würd mal behaupten so große Einzelspenden sind eher unüblich. Wenn man da dann direkt die Kohle verballert dann hat dass doch einen Hauch von “hey, ein sprechender Elch will meine Kreditkartennummer“-Szenario (wer es nicht kennt, einfach danach googeln)

Michael

Der finanzielle Schaden der dem Streamer entsteht wird nicht erwähnt? Die Paypal Gebühren bleiben bei so einer Rückbuchung nämlich und auf denen bleibt der Streamer sitzen. 5100$ Rückbuchung und über 5300$ im Minus.

Psycheater

Für genau diesen Zweck sollte es aber auch Ausnahmeregelungen geben. Hatte vor einigen Jahren selbst zwei mal diesen Fall mit PayPal (1x als Käufer und 1x als Verkäufer). Klar seitdem hat sich viel getan, aber das das System Lücken hat zeigen solche Storys

Infinit3

Ihr solltet wirklich mal ganz dringend über eure Weltanschaung nachdenken.Was zum Teufel hat das noch mit Trollen zu tun.Der Kerl hat das absichtlich getan,um anderen Leuten zu Schaden und sich an deren Situation zu ergötzen.Das klingt eher nach nem Psychopathen statt nach irgend was anderen.Erschreckend wie solche sachen mittlerweile runtergespielt werden oder als nichtig abgetan werden…

Gerd Schuhmann

Was sollen wir denn im Titel schreiben?

Das Problem ist: „er raubt ihm ja keine 5.100€, sondern er gibt sie ihm erst und nimmt sie ihm dann wieder Weg?“

Und „Sadist“ ist schon verdammt heftig.

Aber wenn wir da einen Titel machen: Fieser Psychopath quält Streamer mit 5100$ – dann heißt es gleich wieder „Clickbait, omg reißerische Überschrift – was tut ihr da?“

Ich denke im Titel wird schon deutlich, wie ernst das ist und dass wir das ernst nehmen.

„Weltanschauung überdenken“ – Wir haben ja schon die Weltanschauung, dass wir sagen: Das ist wichtig und interessant genug, damit wir darüber eine News machen.

Aber in Titeln sollte man generell eher 2 Registrier untertreiben als übertreiben.

Und „Sadist“ ist echt schon verdammt hoch gegriffen: Das ist jemand, der Spaß daran hat, wenn andere leiden. Es ist also genau so jemand, wie du ihn beschreibst. Du hängst dich hier an „trollen“ auf, und ignorierst das „Sadist“, das direkt daneben stehen.

„Trollen“ ist auch durchaus ein hartes Wort. Die Leute, die von Russland bezahlt werden sollen, um Wahlkämpfe zu manipulieren, nennt man auch „russische Trolle“ – das kann auch was sehr ernstes sein und nicht nur ein „Schabernack.“

Zyrano

Ich weiß ist nur nen Spruch aber „Geschenkt ist geschenkt wiederholen ist gestohlen“ kann man nicht in diesem Sinne etwas dagegen machen wenn man wie in diesem Fall nachweisen kann das dies aus Böswilliger Absicht getan wurde?!?!

Gerd Schuhmann

Ich kann die Wut echt verstehen – ich find das auch assi.

Aber die Rückbuchung über PayPal ist wichtig, das ist ja dann eine Art Verbraucherschutz, um den Nutzern von Paypal auch Sicherheit und Kontrolle zu geben.

Dieser Schutz wird in dem Fall hier eben missbraucht.

TwitchCryten

Genau deswegen bin ich z.B auf Streamelements. Dort gibt einen kleinen Schutz gegen ChargeBack. Ich hatte gerade erst einen Fall, es ging zwar nur um 20€ aber der Typ hat dann doch verloren und ich habe die 20€ behalten.

Coreleon

Gab es sowas nicht schon mal vor einiger zeit? Da hatte auch jemand unsummen gespendet und dann zurück holen wollen aber wenn mich richtig erinnere lief der Trollversuch schief und das rückbuchen wurde unterbunden. Lief das da auch über paypal oder was war da anders?

Kartoffelsack

Was für eine miese Aktion. Schade, dass man bei sowas anscheinend vor Gericht keinen Erfolg hat. Sollte meiner Meinung nach Schadensersatz geben. Da fragt man sich echt was für Untermenschen da rumlaufen und Spaß dabei haben, das Leben anderen so stark negativ zu beeinflussen.

El Perido

Warum sollte man bei Gericht erfolgt haben? Wenn das von Paypal so geregelt ist, dass man seine Geld 6 Monate zurückbuchen lassen kann, dann ist es so.
Ist assi ja, aber so sind nun mal die Regeln.

Kartoffelsack

Mir geht es hier um das Verhalten des „Täters“. Wenn jemand eine Person beleidigt, mobbt usw. hat das z.T. auch Folgen. Das hier ist nichts anderes. Wie viel er bekommen sollte, oder ob der Täter einfach nur für sich eine Strafe bekommt ist da erstmal egal. Ich will hier nicht die Moralkeule schwingen, aber so ein Verhalten braucht halt niemand. Wenn jeder so handen würde, wäre Moral eh egal und ich könnte dem Typen auch kurz und klein hauen und mir das Geld mit Gewalt holen. Das ist aber auch nicht moralisch richtig. Das könnte ewig weiter gehen, aber ich denke du wirst verstehen was ich meine

Ectheltawar

Auch wenn die Rückbuchung absolut nicht streitbar ist, weil diese eben in den dafür geregelten Zeiten stattgefunden hat, kann der „Geschädigte“ je nach Land und Gesetzeslage trotzdem vor Gericht ziehen. So „legal“ wieder Vorgang auch war, so ist die Absicht dahinter klar jemanden zu schädigen. Obendrein muss man davon ausgehen, das der Täter aus dieser „Schädigung“ eine Befriedigung erzielt. Je nach Staat kann am Ende durchaus ein Schmerzensgeld dabei rum kommen.

Ich würde sogar dazu raten einen solchen Weg einzuschlagen, nicht nur um am Ende eventuell Schadensersatz zu erhalten, sondern viel mehr um den Täter und und weiteren möglichen Opfern zu helfen. Man muss davon ausgehen das hier eine erste psychische Störung vorliegt und ein Prozess kann das klären und aufdecken. Das verhindert weitere Opfer und vielleicht kann dem Täter auch noch durch eine Therapie geholfen werden.

Ich bin froh das es eben nicht so einfach ist, es gibt hunderte von absolut legalen Varianten jemanden zu schädigen. Aber das bedeutet keinesfalls das diese am Ende Straffrei sind.

Bodicore

Naja würde ich nicht sagen. Jemanden „im Glauben lassen“ ist durchaus ein streitbarer Ansatz. Ich selber habe gerichtliche Erfolge gegen ein Reiseveranstalter diesbezüglich erstritten obwohl die „gewonnene“ Reise ein Fake war wie man Ihn öfters findet.

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