Ihr wollt das Gefühl vom Fortschritt eines MMORPGs, habt aber gar keine Zeit dafür? Ein simples Spiel auf Steam ermöglicht genau das: Idle Clans.
Für viele ist das Genre der MMORPGs das beliebteste und was dort an Mechaniken zusammenkommt, sorgt für den größten Reiz. Der permanente, kleine Fortschritt des Charakters und die Freude, wenn sich wieder irgendein Balken gefüllt hat, damit man die nächste Stufe einer Fähigkeit oder eines Levels erreicht.
Das spricht irgendetwas in uns Gamern an und manche sind dafür einfach anfällig. Mir geht es da ganz genau so.
Doch MMORPGs verschlingen eine Menge Zeit und saugen gerne mal die ganze Freizeit auf, wenn man nicht kontrolliert spielt. Außerdem ist es nahezu unmöglich, mehrere MMORPGs wirklich aktiv zu spielen.
Zum Glück gibt es da ein Spiel auf Steam, das genau diesen Wünschen entspricht: Ein MMORPG mit permanentem Fortschritt, für das man nur wenig Zeit braucht, denn es ist ein Idle Game, sprich: Der Fortschritt im Spiel wird auch dann erreicht, wenn man selbst gar nicht so viel Zeit hat:
Dabei will ich gar nicht so tun, als hätte ich das freiwillig gespielt. Nein, ein “Freund” hat mir im Steam einfach nur den Link zum Spiel geschickt, mit der Aufforderung, dass ich doch mitmachen soll. Denn er wusste genau, dass es mich packen wird und wo er mich da reinschubst.
Was muss man aktiv tun? Auch wenn ein Großteil des Spiels automatisiert abläuft, vollständig von alleine geht es eben doch nicht. Zu den Aufgaben, die Aufmerksamkeit benötigen, gehört:
- Auswahl der Aktivität: Was soll der Held tun? Sammelt er Pflanzen? Kämpft er für Stunden gegen Wölfe? Fällt er Bäume? Braut er Tränke?
- Das Zusammenstellen der Ausrüstung: Die Herstellung, Verzauberung oder schlicht Auswahl von Ausrüstung muss man selbst erledigen.
- Inventar-Management: Das Inventar ist begrenzt und nach den ersten paar Nächten des automatisierten Farmens platzt das Inventar aus allen Nähten. Man kann Dinge an NPCs verkaufen, aber auch auf dem Spieler-Markt ver- oder ankaufen.
Dabei ist gerade bei den Kämpfen durchaus ein wenig Planung notwendig. Denn Feinde haben Schwächen, die es durch korrekte Ausrüstung zu kontern gilt. Außerdem muss man dafür sorgen, dass genügend Nahrung im Inventar ist, um den erlittenen Schaden zu heilen. Denn falls man während einer langen Farm-Session gegen 250 Wildschweine stirbt, ist auch die ganze Beute verloren (einschließlich der dicken Schatzkisten!) – nicht aber der Gewinn an Stärke oder Lebenspunkten.
Falls ihr selbst mal reinschauen wollt: Hier geht es zu Idle Clans auf Steam.
Ein bisschen MMORPG – genug um zu erfreuen, zu wenig um zu belasten
Die MMORPG-Aspekte sind gering, aber heben Idle Clans doch von anderen Idle-Games ab, denn es gibt Interaktion zwischen den Spielerinnen und Spielern. Man kann sich zu Clans zusammenschließen, um gemeinsame Projekte voranzutreiben, von denen dann alle profitieren. Zusätzlich gibt es spezielle Clan-Aufgaben, bei denen gemeinsam gekämpft und Beute verdient werden kann.
Notwendig ist das aber nicht unbedingt. Auch solo kann man weit kommen und über den Spieler-Markt überschüssige Gegenstände an andere Mitspieler verkaufen.
Der größte Fortschritt geschieht dabei über Freischaltungen, die man sich Stück für Stück erspielt. Die Möglichkeit, dass während des Kampfes automatisch gegessen wird, macht alles unendlich viel leichter. Das Inventar zu vergrößern ist spätestens dann notwendig, wenn man mehrere Ausrüstung-Sets mit sich trägt.
Und ja, ich weiß. Am Ende ist Idle Clans im Grunde ein Balken-Füll-Simulator. Man schaut sich füllenden Balken zu, die Erfahrungspunkte bringen, um wiederum andere Balken zu füllen, damit man den notwendigen Skill hat, um weitere Balken zu füllen. Über 20 verschiedene Fähigkeiten levelt man Stück für Stück, um sie im Anschluss noch effizienter Leveln zu können und neue Ressourcen freizuschalten.
Doch irgendetwas macht das mit mir. Das hat es in Silkroad in meiner Jugend, das hat es die letzten 20 Jahre in World of Warcraft und das tut es in seiner grundlegendsten Form jetzt eben auch in Idle Clans.
Das einzige, wirkliche Manko ist, dass die deutsche Übersetzung recht holprig und in Teilen schlickt falsch ist. Aber das ist ein Fehler, über den ich hinwegsehen kann, während mich dieses Spiel sicher noch für ein paar Wochen unterhält und seien es nur 15 bis 20 Minuten am Tag.
Falls ihr also gerade gar keine Zeit für ein MMORPG habt, aber einfach einmal am Tag für ein paar Minuten checken wollt, wie euer Recke stärker und besser wird, dann kann ich euch Idle Clans nur ans Herz legen. Es ist sicher nicht das beste Spiel der Welt – aber es stillt einen MMORPG-Hunger und das Gefühl von Fortschritt, den sich viele wünschen.
Habt ihr euer Glück schon einmal in Idle Games versucht? Könnt ihr mit dem Genre überhaupt etwas anfangen? Oder ist diese Art von Spiel, die sich im Grunde von alleine spielt, überhaupt nicht so eures? Falls doch, dann hat unsere Autorin Linda euch genau verraten, was Idle Games eigentlich so großartig macht und warum sie mehr zu bieten haben, als viele denken.
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