Bei Star Citizen stehen angeblich Überstunden an. Der Journalist Tom Henderson sagt, ihm liege eine interne E-Mail vor, in der vor der CitizenCon, die am 19. und 20. Oktober ansteht, verpflichtende Überstunden angeordnet wurden. Freie Tage am Wochenende seien die nächsten 2 Wochen gestrichen.
Woher stammen die Infos? Tom Henderson ist ein Journalist, der dafür bekannt ist, anonyme Quellen in Gaming-Studios zu besitzen, die ihm interne Informationen zuspielen. Das sind vor allem Informationen, die unzufriedenen Mitarbeitern gegen den Strich gehen, und die sie dann anonym weitergeben. Das machen sie anonym, weil sie keine Erlaubnis haben, solche Infos weiterzugeben, die oft ein schlechtes Licht auf das Studio werfen (via insider-gaming).
Warum werden Überstunden angeordnet? Henderson sagt, in der internen E-Mail, die am 1. Oktober an Angestellte ging, heißt es: Man müsse jetzt 18 Tage lang richtig reinhauen, um den Patch 3.24.2 für Star Citizen hinzubekommen und die Demo für Squadron 42.
Daher ordne man verpflichtende Überstunden für alle an, die an Dingen arbeiten, die noch zur CitizenCon fertig sein müssen. Die nächste CitizenCon findet vom 19. bis zum 20. Oktober statt.
Freitag, Samstag und Sonntag wird jetzt gearbeitet
Das heißt das konkret:
- An den beiden Freitagen sollen die betreffenden Angestellten im Büro sein – normalerweise sei das ein Home-Office-Tag.
- Auch an den beiden Samstagen, dem 5. und 12. Oktober, sollen alle im Büro antanzen. Die Firma stellt Frühstück und Mittagessen – die Mitarbeiter bekommen Freizeitausgleich.
- Auch am Sonntag, dem 6. und 13. Oktober, wird gearbeitet. Hier ist es aber auch okay, wenn Mitarbeiter zu Hause bleiben. Noch lieber wäre es CIG aber, wenn sie ins Büro kommen. Auch sonntags stellt man Frühstück, Mittagessen und gibt Freizeitausgleich.
Gibt es auch positive Nachrichten? Den Mitarbeitern in Großbritannien wurde gesagt, sie müssten schon darauf achten, innerhalb von 24 Stunden ganze 11 Stunden lang nicht zu arbeiten. Offenbar geht es da um Arbeiterrechte.
Außerdem sei in einer zweiten E-Mail den Mitarbeitern ausdrücklich für die Überstunden gedankt worden – das werde einen echten Unterschied machen.
Am Montag, dem 21. Oktober, sollen dann alle freihaben, nach dem langen CitizenCon-Wochenende.
Gibt es dafür eine offizielle Bestätigung? Nein, Henderson sagt, CIG habe mit ‚Kein Kommentar‘ reagiert. Aber es sieht schon sehr plausibel aus.
Laut Henderson sei die E-Mail, in der man sich bei den Mitarbeitern bedankt und ihnen den Tag freigibt, 11 Minuten nach seiner Anfrage bei CIG erschienen. Das impliziert, dass der freie Tag schon als „Wir wissen, dass ihr bereits stinkig seid und uns bei der Presse verpetzt“-Wiedergutmachung zu sehen ist.
Schon in der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden gegeben, dass Star Citizen nicht sehr pfleglich mit seinen Angestellten umspringt, vor allem über die Bezahlung wurde gemosert: Mitarbeiter sagt: „457 Mio €“-MMO Star Citizen zahlt so mies, dass Angestellte wieder zu ihren Eltern ziehen müssen
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Da wundert es überhaupt nicht, dass Patch um Patch so buggy ist. Wenn die Mitarbeiter völlig überarbeitet sind, sind sie nicht mehr zu gewissenhafter Qualitätsarbeit fähig. Da versteht das Management wieder nicht, dass man Qualität nicht mit Quantität ersetzen kann.
Mein Abteilungsleiter lässt auch keine Gelegenheit aus, sich abwertend über Kollegen zu äußern, welche schon keine 8 Stunden knechten wollen. Selbst dann 50-60h in der Woche reißen und völlig überarbeitet sein. Die Boomer-Generation (eig. ein doofes Wort) muss alle dazu zwingen, es ihnen gleich zu tun. Das es noch was anderes in Leben gibt, steht außer Frage. Die haben ja schon alles erreicht
Dabei ist es umso besser wenn die in 6 Stunden einfach gute Arbeit machen und nicht noch 2 Stunden in der Kaffeeküche abhängen.
Naja gibt frühstück und mittag essen ganze überdtundne werden in freizeitausgleich grmacht.
Also… Es geht wesentlich schlimmer als das jetzt
Finde ich völlig in Ordnung.
Freiwillige für den Burnout einen Schritt vor.
Die 11 Stunden Ruhepflicht gibt es auch bei uns, außerdem ist es vom Arbeitsrecht untersagt, mehr als 10 Stunden am Stück zu arbeiten!
Ansonsten lache ich mal wieder über diesen “Office-Wahn”, wenn ich schon am WE arbeiten soll, dann bitte von zu Hause aus! Und wenn es kein “Geben” und “Nehmen” ist, sondern nur nehmen arbeitgeberseitig, würde ich da ganz schnell auf meine Rechte pochen (ich weiß, dass das in den USA anders aussieht als in Deutschland).
‘Toll’ für die Chefs ist zumindest in Deutschland, das Pendelzeiten zwischen Arbeit und zuhause nicht als ‘Arbeitszeit’ gelten, somit kann man als Boss schön die Reisezeit in die 11 Stunden Freizeit legen.
Und mit dem ‘maximal 10 Stunden am Stück’, erklär das mal den Leuten, die in Berufsfeuerwehr, Polizei, Notversorgung (Rettungssanitäter/Krankenwagen, Krankenhauspersonal) oder in nicht einfach abschaltbaren Industrien am Wochenende ran müssen.
Letztere sind Firmen, die zum Beispiel mit grossen Ofenanlagen arbeiten, einen Hochofen im Stahlwerk kann man nicht abschalten, sobald der abkühlt, wars das für die feuerfeste Ausmauerung (die bekommt Risse und kann teilweise herausbrechen), ebenso einen Drehrohrofen im Zementwerk, wenn der kalt wird, dauert es knapp 2 Tage, bis man da drin wieder Zement brennen kann, und gerade im Zementwerk wird viel von den Nebenprodukten der Verbrennung im Zement gebunden, wenn also nur geheizt wird statt Material durch den Ofen gehen zu lassen, geht alles restlos durch den Schornstein.
Deswegen abreiten die in entsprechenden Schichtsystemen die so Sachen wie Arbeits-/ Ausgleichzeiten von vornherein Festlegen und es wird nicht spontan beschlossen wir waren zu Langsam da brauchen wir mehr. Die 10 Stunden sind halt Gesetz und wenn sich nicht dran gehalten wird gibt es massiv Ärger.
Was willst du mir denn jetzt sagen? Habe es wirklich nicht verstanden. Ansonsten verweise ich auf den Kommentar von Tektnotic.
Kleiner Zahlendreher: 3.24.2.